Die Weisse Lilie – Staffel 4 als Hörspielbox

Heute am 17. Dezember 2021 ist es soweit. Die 4. Staffel der Hörspielserie Die Weisse Lilie erscheint als Hörspielbox (CD-Format). Die “Dunkle Erkenntnis” Kapitel I und II sind bereits in den vergangen Monaten über die gängigen Streaming-Dienste zu hören. Aber heute erscheint endlich Kapitel III und damit das Finale der 4. Staffel.

Nachdem die 3. Staffel “Zeitenwende” vor allem die Hintergründe um Daniel Porter im Kosovo behandelte, befinden wir uns mit der 4. Staffel wieder in der “Gegenwart”. Sie knüpft an das Ende von Staffel 2 an. Wie geht es also weiter mit Daniel Porter und mit dem Fall um Michael Howard? Wer steht auf welcher Seite und warum? Werden wir endlich erfahren, was es wirklich mit der Gruppierung Die Weisse Lilie auf sich hat?

Viele Fragen sind noch offen. Sicher aber ist, dass wir uns nun auf den Hosenboden setzen, die Kopfhörer anlegen und ins dritte Kapitel der 4. Staffel “Dunkle Erkenntnis” abtauchen.

Die Weisse Lilie Staffel 4


 Zur Folgenübersicht der Hörspielserie Die Weisse Lilie


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag hat uns das Team von Folgenreich die Hörspielbox zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst. Für diesen Beitrag wurden wir nicht bezahlt.

Die drei Fragezeichen – O du finstere

Die Zeit fliegt, denn heute feiern wir schon den dritten Advent. Zur Feier des Tages begeben wir uns mit den bekannten Die drei Fragezeichen in’ Weihnachtsurlaub. Wir haben uns die Spezialfolge – bestehend aus drei Kassetten – O du finstere ausgesucht. Ursprünglich erschienen am 9. Oktober 2020 haben wir sie uns jetzt noch einmal detaillierter angehört. 


Weihnachtsurlaub in der Einöde

Justus, Peter und Bob fahren gemeinsam mit Tante Mathilda und Onkel Titus in den Weihnachtsurlaub. Sie übernachten in einer Bergpension nördlich von Snow Valley, in der sie eine besinnliche Zeit verbringen und etwas zur Ruhe kommen wollen. Und das kann nur funktionieren ohne Internet, ohne Fernseher und ohne Handyempfang, worüber sich vor allem Tante Mathilda sehr freut. 

Peter in Panik

Nach der Ankunft im verschneiten Ort gehen alle Parteien erstmal ihrer Wege. Bob sucht – wie soll es anders sein? –  die Bibliothek auf, während Peter zum Beispiel im Wald spazieren geht. Diese Entscheidung rächt sich sofort, denn der zweite Detektiv wird von einer gruseligen Gestalt verfolgt. Peter – der Schisser – Shaw kommt zum Vorschein. Zum Glück hat er sein Walkie Talkie dabei, mit dem er Kontakt zu seinen Kollegen aufnehmen kann. Diese können ihn aber erst Stunden später mittels Feuerwerk aus dem Wald lotsen. Wer oder was war diese Gestalt?

Der Weihnachtskrampus in Snow Valley

Auch Tante Mathilda bleibt nicht verschont. Sie wird zweimal sehr erschreckt. Es ist vom Krampus die Rede, einem haarigen Monster, das in Europa zur Adventszeit sein Unwesen treibt. Aber was hat der Krampus in Snow Valley zu suchen?

Justus, Peter und Bob haben zwar versprochen keinen Blödsinn zu machen, aber ermitteln müssen sie natürlich trotzdem und das nicht zu wenig. Es scheint, unendlich viele Theorien und Möglichkeiten zu geben, wer oder was hinter dieser Schreckensgestalt steckt und natürlich begeben sich die drei Detektive dabei auch in Gefahr. Jeder Gast wird ganz genau unter die Lupe genommen und am Ende kommt es doch wieder ganz anders …


Fakten

Genre:

Krimi / Abenteuer / Freundschaft

Label:

EUROPA

Gesamtspiellänge:

168 Minuten (3 Kassetten)

Erscheinungsdatum:

9. Oktober 2020

Besetzung: 

Erzähler | Axel Milberg

Justus Jonas | Oliver Rohrbeck

Peter Shaw | Jens Wawrczeck

Bob Andrews | Andreas Fröhlich

Mathilda Jonas | Karin Lieneweg

Titus Jonas | Rüdiger Schulzki

Gianna Ferguson | Celine Fontanges

Lance Ferguson | Armin Schlagwein

Debra | Melanie Kastaun

Audrey | Anja Topf

Bellins | Joachim Kretzer

Jerry | Matthias Keller

Corey | Andreas Zarin

Joe | André Beyer

Allister Frein | Fabian Harloff


Fazit

Sprecherleistung:

Die Spezialfolge ist lang und sie bringt viele Namen und Charaktere mit, sodass man hier gedanklich erst einmal sortieren muss, welcher Name zu welcher Stimme gehört. Die allseits bekannten Stimmen gehören natürlich zu Justus, Peter, Bob sowie Mathilda und Titus Jonas. Allerdings müssen wir  uns an die “neue” Stimme von Onkel Titus immer noch gewöhnen. Es läuft wie folgt ab: “Nanu? Wer spricht denn da gerade? Achso. Onkel Titus.” Auch wenn Rüdiger Schulzki seit 2016 am Start ist, sind unsere Ohren immer noch an die Stimme von Andreas E. Beurmann gewöhnt (RIP!).

Besonders auffällig war mal wieder die Stimme von Anja Topf, die wir bereits aus einigen Die drei Fragezeichen Folgen bereits kennen und auch bei TKKG öfter eine Rolle spielt. Dieses markant Quietschige in Topfs Stimme sorgt dafür, dass man die Rolle Audrey sofort auf dem Kieker hat. Die übrigen Sprecher und Sprecherinnen waren dahingehend eher unauffällig.

Geräusche und Musik:

Geräusche und Musik waren in dieser Spezialfolge solide. Zwischendurch hatte man das Gefühl, dass man es hier mit einer bekannten deutschen Netflix-Serie zu tun hat, bei der ein Junge in gelber Regenjacke im Fokus steht (Na? Welche wird’s wohl sein?), was uns durchaus hat schmunzeln lassen. Bezogen auf die Suche nach dem Krampus hat es uns dann aber doch eher ein bisschen Angst eingejagt.

Cover und Titel:

Endlich mal wieder eine Weihnachtsfolge! Cover und Titel sind vielversprechend. Dennoch ist das Weihnachtsflair relativ gering bis gar nicht vorhanden. Auf dem Cover ist ein weihnachtlich geschmückter Kamin zu sehen, über dem der Schatten einer Kreatur lauert. Schade finden wir, dass alle drei Kassetten das gleiche Cover haben. Zuletzt war bei den Spezialfolgen mehr Abwechslung geboten.

Mit O du finstere passt der Titel per se ganz gut, denn der Krampus ist nun mal eine Schreckgestalt in der Adventszeit, aber Weihnachtsstimmung kommt in dieser Folge nur bedingt auf. Das mag an der Geschichte des Hörspiels liegen, aber vielleicht auch an der Musik.

Handlung:

In O du finstere bekommen wir es einmal mehr mit einer mysteriösen Gestalt zu tun, die die Gäste in einer Pension erschreckt und bei der die drei Fragezeichen herausfinden möchten, wer für diesen Schrecken verantwortlich ist.

Auch wenn der Aufbau dieser Geschichte allseits bekannt ist, bereitet der Fall uns Freude. Jeder Gast und jede*r Mitarbeiter*in wird von den drei Detektiven ganz genau unter die Lupe genommen, sodass verschiedenste Theorien auf dem Tisch liegen und  wieder komplett über den Haufen geworfen werden müssen. Die Wendungen sieht man nicht immer sofort, aber am Ende steht unser erster Detektiv Justus Jonas natürlich wieder im Mittelpunkt und erläutert, wie sich alles zugetragen hat. Spitze!

John Sinclair – Mörderische Weihnachten (133)

Dass wir das noch erleben! Wir besprechen eine John Sinclair Folge. Eigentlich gehört der Geisterjäger nicht zu unserem klassischen Genre. Aber auch wir müssen einmal über den Tellerrand hinausschauen und uns in andere Gefilde begeben. Das haben wir gemacht – und das ausgerechnet in der Weihnachtszeit – zum ersten Advent.

Wir können ja nicht Jahr für Jahr die Bibi Blocksberg und Bibi und Tina Folgen zu Weihnachten rauf und runter hören – dachten wir uns. Also – natürlich können wir das und werden das sicherlich auch weiterhin tun – zumindest 50 % der kassettenbox :-). 

Aber heute geht es um John Sinclair – Folge 133 – Mörderische Weihnachten!


Besinnliche Bescherung

Es ist Weihnachten. Martin Adams (Julian Greis) kann die Bescherung kaum erwarten. Seine Mutter ist gerade dabei, alles vorzubereiten bzw. natürlich nicht sie, sondern der Weihnachtsmann. 

Martin bekommt von seiner Mutter Bonbons geschenkt und ist mäßig begeistert. Er zückt kurz drauf ein Handy, das er angeblich von seinem Vater geschenkt bekommen hat. Seine Mutter ist nicht erfreut über diese Nachricht und Martin gibt zu, es im Keller gefunden zu haben. In welchem Keller aber? Das Haus hat keinen Keller. 

Ein Streit eskaliert

Kurz darauf klingelt es an der Tür und Frank Adams (Nicolas König), Martins Vater, erscheint im Weihnachtsmannkostüm. Wegen des Handys kommt es zum Streit zwischen den Eltern. Frank rastet aus, schlägt seine (Ex-)Frau und ersticht sie an Ort und Stelle. Martin sieht dabei zu und reagiert gelassen. Der Vater wird kurz darauf von der Polizei abgeführt.

20 Jahre später 

John Sinclair (Dietmar Wunder) und Glenda befinden sich in einem Einkaufszentrum zum Weihnachtsshopping, als es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Mann und Glenda kommt. Der junge Mann, bei dem es sich um Martin Adams handelt, ist verletzt und behauptet, von seinem Vater gejagt zu werden. 

John Sinclair nimmt die Spur auf. Im Einkaufszentrum geht er davon aus, den Fall fast gelöst zu haben, doch dann entpuppt sich alles doch etwas anders, sodass er noch einmal tiefer graben muss. So tief, dass er sich selbst noch einmal in Gefahr begibt … 

Was genau hat Martins Vater dazu gebracht, seine Frau umzubringen? Ist er einfach ein gewalttätiges Arschloch oder steckt doch mehr dahinter? Hat er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?


Fakten

Genre:

Grusel / Horror / Fantasy

Label:

Lübbe Audio

Gesamtspiellänge:

51 Minuten

Erscheinungsdatum:

30.09.2019

Besetzung: 

John Sinclair | Dietmar Wunder

Martin Adams | Julian Greis

Frank Adams | Nicolas König

u. a.


Fazit

Sprecherleistung:

Dietmar Wunder ist einfach immer ein Hörgenuss. Natürlich war das auch ein Grund, weshalb wir uns nun endlich an den Geisterjäger herangewagt haben.

Nicolas König als Frank Adams mimt den perfekten Psychopathen. Es läuft uns den Rücken herunter – so gruselig finden wir seine Stimme im Zusammenhang mit diesem Hörspiel. Aber auch Julian Greis, der Martin Adams die Stimme verleiht, hat etwas an sich, das den Hörer aufhorchen lässt. Kann man dieser Person trauen oder nicht? Insgesamt ist die Sprecherleistung gut.

Geräusche und Musik:

Wir meiden Gruselgeschichten ja nicht ohne Grund. Wir sind schreckhaft sind und diese Eigenschaft bei Hörspielen kann fatal sein. In “Mörderische Weihnachten” ist uns hier und da kurz das Herz stehen geblieben. Die Geräusche sind für echte Gruselfans wahrscheinlich nicht erwähnenswert. Für uns waren sie ausreichend. Die Musik wirkt stimmig.

Cover und Titel:

Mörderische Weihnachten lautet der Titel und könnte man schon fast als Oxymoron verstehen. Mörderische Weihnachten? Sollte es bestenfalls gar nicht geben. Weihnachten kommt die Familie zusammen, es sollte besinnlich und friedlich ablaufen, auch wenn man vielleicht nicht immer einer Meinung ist. In der 133. Folge klappt das nicht ganz.

Auf dem Cover ist der Weihnachtsmann zu sehen, er hat ein Messer in der Hand und einen schwarzen großen Beutel über der Schulter, aus dem zwei Beine herausschauen. Gruselige Bescherung!

Handlung:

Die 133. Folge ist mit ihren 51 Minuten nicht sehr lang. Entsprechend oberflächlich und kurz wirkt sie. Die erhoffte Weihnachtsstimmung kommt nur bedingt auf – es handelt sich aber ja auch um mörderische Weihnachten und nicht um besinnliche.

Der Fall ist nicht sehr stimmig. Es wirkt alles etwas abgehackt und zäh. Die Dialoge gehen nur wenig in die Tiefe, aber wie soll es in der Kürze der Zeit auch anders sein? 

Der Gruselfaktor war für uns auf jeden Fall gegeben, vermutlich trauen wir uns sogar, nochmal eine John Sinclair Folge zu hören. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, werden wir aber wohl wieder auf andere Hörspiele zurückgreifen. ;-)

Wir hatten gehofft, dass wir langsam in die Geschichte eingeführt werden, aber die schlimmste Szene findet bereits zu Beginn statt. Frank Adams entpuppt sich als frauenverachtender und psychisch kranker Mensch, auch wenn das nur auf den ersten Blick so zu sein scheint.

Mord ist ihr Leben – Wenn Erben sterben (1)

Im September 2021 ist die neue Serie Mord ist ihr Leben erschienen. Aktuell sind drei Folgen verfügbar, zu hören auf den gängigen Streaming-Portalen. Wir haben uns die erste Folge einmal zu Gemüte geführt.


Mord ist ihr Leben

Thriller-Autorin Carmen Portland (Katja Brügger) schreibt über Scott Blandeau, einem Geheimagenten und Womanizer. Mit ihm hat sie eine Erfolgsgeschichte geschaffen, die sich verkaufen lässt und deren Folgebücher sehnlichst von ihren Fans erwartet werden. Portlands Assistentin ist Sophia Grant (Yvonne Greitzke), deren Vater Walter Grant (Thomas Balou Martin) beim FBI arbeitet. Portland schafft es nicht nur in ihren Büchern Spannung aufzubauen, auch abseits ihrer Bücher sieht sie sich gezwungen, gemeinsam mit Sophia, die verrücktesten Fälle zu lösen, denn: Mord ist ihr Leben.

Worum geht es in der Debütfolge?

Ashley Feinberg (Angela Quast) ist eine alte Bekannte von Sophia, sie kennen sich noch von früher. Ashley sucht Sophia auf, da sie von einer ihr unbekannten Person bedroht wird. Sie hat noch im Hinterkopf, dass Sophias Vater beim FBI arbeitet und bittet daher die alte Freundin um Hilfe. Sophia hat gleich Blut geleckt und auch ihre Chefin ist schnell an Bord, als Ashley, hochschwanger, in einem Café die Handtasche entwendet wird.

Und dann geht es Schlag auf Schlag. Die drei Frauen bekommen es mit einer Autobombe zu tun und die Ermittlungen – unterstützt durchs FBI (was Portland gar nicht passt) – gehen in die Tiefe.

Was hat Ashleys Ehevertrag mit der ganzen Sache zu tun und noch viel wichtiger: Wer steckt tatsächlich hinter den Mordanschlägen bzw. Drohungen?


Fazit

Inhalt:

[Achtung Spoiler!]

Ein simpler Fall entpuppt sich als Beziehungsdrama, bei dem es doch wieder nur um’s Geld geht. “Mord ist ihr Leben” erinnert von der Art her an Gestatten, Piefke, auch wenn wir uns hier in einer ganz anderen Zeit befinden. Carmen Portland ist eine gestandene Frau, die weiß, was sie will und vor allem, was sie nicht will: Mit dem FBI zusammen arbeiten. Mit Witz und Charme wird man durch den Fall geleitet. Es macht durchaus Spaß hier zuzuhören. Es ist kurzweilig und spannend und die hohe Frauenquote im Hörspiel ist uns natürlich besonders positiv aufgefallen. Die Auflösung dieses Falls hingegen erscheint dann doch etwas flach – wir freuen uns aber bereits auf die Fälle 2 und 3.

Sprecherleistung:

Mit Katja Brügger als Carmen Portland haben wir es mit einer sehr markanten Stimme für die Hauptdarstellerin zu tun. Brügger ist bereits aus vielen anderen Hörspielen bekannt wie z. B. Die drei Fragezeichen, Fünf Freunde, TKKG, Dreamland Grusel u. v. m. Es macht einfach Spaß ihr zu zu hören. Wie so viele ist sie natürlich auch als Schauspielerin und als Synchronsprecherin unterwegs.

An Brüggers Seite spricht Yvonne Greitzke die Sophia Grant, die wir zuletzt als Hauptdarstellerin in Ghostbox auf die Ohren bekommen haben, nämlich als Lena Gruenwald. Wir kennen sie außerdem als Synchronsprecherin für u. a. Hilary Duff, Taylor Swift und nicht zuletzt als Anna aus Die Eiskönigin.

Mord ist ihr Leben ist sprecher*innentechnisch eine runde Sache.

Geräusche und Musik:

Geräusche und Musik haben zumindest für uns in diesem Hörspiel keine vordergründige Rolle gespielt. Beide Bereiche wurden solide umgesetzt.

Cover und Titel:

Das Cover zeigt ein Auto, das in seine Einzelteile zerlegt bzw. gesprengt wird. Man könnte meinen, dass es sich um ein actionreiches Hörspiel handelt. :-)

[Achtung Spoiler!]

Zunächst weiß man noch nicht, was mit dem Titel “Wenn Erben sterben” gemeint ist. Nach und nach wird klarer, dass es etwas mit einem Ehevertrag bzw. einem Testament zu tun hat. Außerdem dreht sich alles um Ashley Feinberg, die der Meinung ist, dass es jemand auf sie abgesehen hat.


Fakten

Genre:

Krimi

Label:

Contendo Media

Gesamtspiellänge:

74 Minuten

Erscheinungsdatum:

2021


Besetzung: 

Carmen Portland | Katja Brügger

Sophia Grant | Yvonne Greitzke

Ashley Feinberg | Angela Quast

Walter Grant | Thomas Balou Martin

Noah Feinberg | Matthias Keller

in weiteren Rollen u. a. Florian Clyde, Jürgen Holdorf, Melanie Manstein, Michael-Che Koch, Heiko Akrap, Daniela Bette-Koch, Marko Bräutigam, Oliver Rohrbeck, Helga Schütz und Henrike Tönnes.

Warum wir Hörspiele lieben …

und Hörbüchern nicht so viel abgewinnen können

Auch heute erreicht uns noch oft die Frage, was denn eigentlich der Unterschied zwischen Hörspielen und Hörbüchern ist. Dabei scheint die Antwort ja so simpel.

Zumindest für Menschen, die sich damit intensiv beschäftigen, sollte es das natürlich sein.  Aber sind wir nicht alle irgendwie mit Hörgeschichten / Hörspielen aufgewachsen? Daher gucken wir im ersten Moment immer etwas ungläubig und versuchen herauszufinden, ob die Frage ernst gemeint ist oder nicht. :) Oft ist sie das aber.

Also für’s Protokoll: 

Hörbücher sind vorgelesene Bücher. In der Regel gibt es eine Person, die liest.

Hörspiele hingegen sind weitaus mehr als das. Es gibt verschiedene Charaktere, verschiedene Sprecher*innen, es gibt Geräusche und Musik, es wird richtig interagiert. Wir sagen gern, ein Hörspiel ist wie ein Kinofilm – nur eben ohne Bild. Ein Kinofilm als Hörversion.

Aus diesem Grund erscheint uns ein Hörspiel oftmals sehr viel spannender als ein Hörbuch. Beim Hörbuch haben wir es oftmals nur mit einer Stimme zu tun, die durch die Geschichte führt. Das kann mitunter monoton werden. Vieles hängt natürlich auch von der Geschichte selbst ab.

Es gibt sicher auch viele Vorteile von Hörbüchern, aber diese eher im Vergleich zum Buch und nicht zum Hörspiel.

Nichtsdestotrotz wollen wir Hörbüchern inzwischen auch eine Chance geben. Die Streamingdienste schießen in diesem Bereich wortwörtlich aus dem Boden. 

Ratgeber, Sachbücher oder ähnliches sind zudem als Hörbuch eine gute Alternative. In der Regel hört oder liest man diese nur einmal. Da kommt dann auch der Nachhaltigkeitsaspekt hinzu. Wir hören Hörbücher gern digital. Man muss wirklich nicht alles im Hörregal stehen haben – schon gar keine Hörbücher, bei denen man sich sicher ist, dass man sie nur einmal hört. 

Hörspiele sind und bleiben aber unsere Favoriten. Hier kann man den Kopf richtig ausschalten, sich in eine andere Welt begeben und fallen lassen. Hier interagieren verschiedene Sprecher*innen und Charaktere, die für Abwechslung sorgen und das nicht nur stimmtechnisch. 

Aber seinen Horizont zu erweitern, kann natürlich nie schaden.

Wie stehst du zum Thema Hörspiel vs. Hörbuch? Hast du einen Favoriten? Unsere Crowd sieht es wie folgt:

Twitter-Umfrage vom 06.06.2021