Die drei ??? und der verrückte Maler (58)

Es gibt immer mal wieder Folgen, deren Titel man schon lange kennt, aber deren Inhalt man nicht mehr so auf dem Schirm hat. So ergeht es uns mit “Die drei Fragezeichen und der verrückte Maler”. Hier wäre zwar auch unsere Kategorie B-Seite eine mögliche, aber da wir die A-Seite auch nicht mehr so gut in Erinnerung haben, dachten wir uns, können wir die Folge auch einfach als “Folge der Woche” ziehen. Schwuppsdiwupps – hier kommt sie, die neue Folge der Woche.


Ein Ölschinken, der gar nicht gefällt

Titus Jonas ersteigert ein Gemälde, das Tante Mathilda ganz und gar nicht gefällt. Er soll es gleich wieder aus dem Wohnzimmer entfernen und im Schuppen lagern. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen stellt Titus Kratzspuren an der Tür fest. Jemand wollte sich unbefugt Zutritt zum Schuppen verschaffen und wahrscheinlich den Ölschinken klauen. Wen könnte man da beauftragen, wenn nicht die drei Detektive, die zwar nach eigenen Angaben von Aufträgen überhäuft werden, aber laut Justus gehe die Familie natürlich vor! Da hat Onkel Titus nochmal Glück gehabt!

Auftraggeber Titus Jonas

Justus, Peter und Bob nehmen sich den Kratzspuren an und versuchen das Geheimnis um das Gemälde, das nicht nur ein Gemälde ist, sondern noch viel mehr …, zu lüften. Immer wieder erscheint DER Mann im Kamelhaarmantel (wir mussten hier erst mal googlen…). Was hat er mit der ganzen Geschichte zu tun und wie kommt diese Sicherheitsfirma ins Spiel? Und dann stellt sich noch die Frage… wer ist eigentlich dieser verrückte Maler?

Die drei Fragezeichen machen sich auf und geraten dann auch noch selbst in Gefahr.


Fazit

Inhalt:

Ein aufregender Fall, der zu Beginn nicht darauf schließen lässt, was noch alles folgt. Das macht eine gute Geschichte aus. Schön ist außerdem, wenn alte Bekannte auftreten, wie etwa Lys, die Justus unter die Arme greift. Schön fanden wir ebenfalls, dass Morton dabei war, auch wenn er keine Sprecherrolle übernommen hat. Im Großen und Ganzen hat uns die 58. Folge gefallen, so schnell werden wir ihren Ausgang nicht vergessen.

Sprecherleistung:

Bob Andrews oder vielmehr sein Sprecher Andreas Fröhlich klingt in dieser Folge irgendwie nicht nach Bob. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Seine Stimme klingt in “und der verrückte Maler” viel weicher als sonst. Das ist gewöhnungsbedürftig. Ansonsten macht die Folge hörtechnisch viel Spaß.

Geräusche und Musik:

Bekannte Melodien aus den alten Folgen werden verwendet. Teilweise sind die Geräusche nicht sehr überzeugend, aber vielleicht nennt man das inzwischen auch “kultig”. Das Hörspiel wird aber nahezu durchweg mit Geräuschen untermalt, die dem gewöhnlichen Hörer gar nicht auffallen. So soll es sein.

Cover und Titel:

Auf dem Cover sieht man den Mann im Kamelhaarmantel, von dem immer die Rede ist, der den Ölschinken gerade von der Wand nimmt. Man fragt sich sofort, wer dieser Mann ist und was er ausheckt. Der Titel lässt nicht darauf schließen, was in diesem 58. Fall noch so alles geschehen wird. Cover und Titel passen hier auch nur bedingt zusammen, was aber die Spannung aufrecht erhält. Kann man also gut oder schlecht finden. Wir finden es ok. ;)


Fakten

Genre:

Krimi / Abenteuer / Freundschaft

Label:

EUROPA

Gesamtspiellänge:

ca. 45min

Produktionsjahr:

1994

Lieblingszitat:

Onkel Titus: ” Seht euch das an! Hier, an der Tür!”
Bob Andrews: “Na das sind Kratzspuren, Mr. Jonas.”
Onkel Titus: “Und ob das Kratzspuren sind und was sagt euch das Bob?”
Bob Andrews: “Jemand hat daran rumgekratzt.”


Besetzung:
Erzähler Peter Pasetti
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Onkel Titus Hans Meinhardt
William Ashley Franz Rudnick
Burt Ashley Knut Basewitz
Pecker Lutz Büschken
Axel Tobias Pauls
Lys Kerstin Draeger
Mrs. Bloomingdale Eva Zlomitzky
Stella Rebecca Völz

Folge der Woche: Die drei ??? – Das Erbe des Meisterdiebes (103)

Es ist wieder so weit! Eine neue Folge der Woche wartet darauf, von dir in Augenschein genommen zu werden – diesmal wieder aus dem Universum der Die drei Fragezeichen. Es handelt sich dabei um keine gewöhnliche Folge – nein! Es ist – zumindest für uns – eine der kultigsten Folgen überhaupt. Das liegt nicht allein an Victor Hugenay, aber überwiegend. Die Folgen mit dem listigen Querdenker gehören zu der Crème de la Crème. Wir freuen uns, euch „Die drei Fragezeichen – Das Erbe des Meisterdiebes“ präsentieren zu können.


Justus verliebt sich

Eine junge Frau namens Brittany (Dorette Hugo) ist auf der Suche nach alten Reklameschildern für ihren Vater. Auf dem Schrottplatz kommt sie dabei mit dem ersten Detektiv ins Gespräch. Der verhält sich wie jemand, der noch nie mit einer gutaussehenden Frau gesprochen hat (vielleicht hat er das auch noch nicht). Justus zeigt Brittany ein paar Schilder, die Onkel Titusauf dem Schrottplatz vorrätig hat. Die junge Frau handelt dabei nicht nur den Preis herunter, sondern lädt unseren ersten Detektiven gleich noch ins Kino (in einen Hitchcock-Film!) ein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist Justus hin und weg und schwebt auf Wolke 7.

Eine traurige Nachricht ereilt die Detektive

Plötzlich klingelt das Telefon in der Zentrale. Justus, so flink wie eh und je, nimmt Brittany gleich mit. Nichtsahnend nimmt er den Hörer ab und lauscht der traurigen Nachricht von Inspektor Cotta: Der berühmte Meisterdieb Victor Hugenay (Albert Giro) ist tot! Justus ist ganz außer sich. Eine Mischung aus Traurigkeit, weil die Hugenay-Fälle immer etwas ganz besonderes für die drei Fragezeichen waren, und Erleichterung, weil sie ihn dennoch nie fassen konnten, macht sich in ihm breit.

Ein letztes Rätsel von Hugenay

Auch Peter und Bob sind zunächst schockiert als sie von der Nachricht erfahren. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Sie sind vielmehr „heilfroh“, wie Peter es ausdrückt, dass sie nichts mehr mit dem „ehrenhaften“ Dieb zu tun haben. Am darauffolgenden Tag erhält Justus einen Brief, eine Art Abschiedsbrief von Victor Hugenay. Darin gibt er ein womöglich letztes Rätsel auf, das selbstverständlich – wie sollte es auch anders sein – mit Kunstwerken zu tun hat.

Justus Beziehung zu Brittany vertieft sich, während die drei Detektive versuchen, das Rätsel zu knacken. Können die drei Detektive dieses letzte Rätsel von Hugenay noch lösen? Und welche Rolle spielt Brittany in diesem mysteriösen Fall?


Kurzfazit

Inhalt:

Eine Mischung aus Spannung, Liebe, Traurigkeit, Kitsch, Erleichterung und eine volle Ladung (Hinter-)List und Rätselknacken. Die 103. Folge der Die drei Fragezeichen-Serie vereint vielerlei Emotionen und dabei ist wohl der Höhepunkt, dass sich unser erster Detektiv Hals über Kopf in Brittany verliebt. Ob seine Gefühle erwidert werden, wird sich erst auf der B-Seite herausstellen! Insgesamt macht „Das Erbe des Meisterdiebes“ jede Menge Spaß. Mit einer guten Portion Tiefgründigkeit leitet uns Matthias Fuchs durch mehr als eine Stunde Hörspiel. Wir finden die Folge empfehlenswert.

Sprecherleistung:

Die Sprecher haben wie gewohnt eine gute Leistung abgeliefert. Es gibt keine Situation, in der ein Sprecher besonders hervorsticht (abgesehen von Hugenays grundsätzlich interessant klingender Stimme). Auffällig ist lediglich die Stimme von Brittany. Wer jemals eine Folge Bibi & Tina gehört hat, wird schnell feststellen, dass Tina ebenfalls von Dorette Hugo gesprochen wird; zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Geräusche-Umsetzung:

Die Geräusche stehen in diesem Hörspiel eher im Hintergrund. Sie sind dezent und daher eher unauffällig.

Gesamtspiellänge:

63min30


Lieblingszitat(e):

Justus: „Ich bin der Neffe meines Onkels.“

Die drei Detektive finden ein Foto, auf dem ein Haus abgebildet ist. Sie glauben, dass dieses Haus des Rätsels Lösung ist und denken darüber nach, wo es sich befinden könnte.
Justus: „Es steht bestimmt hier in der Nähe. Ich gebe zu, das bedeutet wir müssen immer noch ein recht großes Areal absuchen. Aber das können wir ja andere für uns machen lassen.
Peter: „Andere? Was soll das denn heißen?“
Justus: „Wir werden die Telefonlawine ein wenig modifizieren und aus ihr eine E-Mail-Lawine machen!
Bob (erstaunt): „Nein!“
Peter lacht.
Justus: „Wir scannen dieses Foto ein und verschicken es per E-Mail an unsere Freunde. Und die können es dann ohne Probleme weiter versenden. Der einzige Nachteil, diese Methode wird etwas länger dauern als unsere Telefonlawine … unter Umständen mehrere Tage, denn die Leute sind ja nicht permanent online.“

Man merkt, dass auch unsere drei Detektive langsam anfangen, mit moderneren Kommunikationsmitteln zu arbeiten. Eine E-Mail-Lawine! Wahnsinn! So etwas hätte es früher nicht gegeben!


Besetzung:

Erzähler Matthias Fuchs
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Brittany Dorette Hugo
Victor Hugenay Albert Giro
Tante Mathilda Jonas Karin Lieneweg
Wilbur Graham Thomas Bammer
Bruder Raphael Siegfried Kernen
Inspektor Berger Jan Buchwald
Baldwin Gerhart Hinze