Gestatten, Piefke – Brennen muss Babelsberg (1)

Die kassettenbox meldet sich mit einer neuen Folge der Woche zurück. Gestatten, Piefke ist eine im Mai neu erschienene Hörspielserie aus dem Maritim-Verlag.

Worum geht es?

Wir reisen in die “goldenen Zwanziger” nach Groß-Berlin und bekommen es mit Walter Piefke, seines Zeichens Privatermittler, zu tun. Aktuell ist er auch als Tellerwäscher unterwegs, um seine Miete bezahlen zu können, da die Geschäfte als Privatdetektiv nicht so gut laufen. Einige sind aber auch der Meinung, dass er als Privatdetektiv keine sonderlich gute Figur abgibt. Zuvor war er bei der Schutzpolizei (SchuPo) tätig, bei der er aber vor ein paar Jahren gefeuert wurde.

In “Brennen muss Babelsberg” wird Piefke von seinem ehemaligen Kollegen Kronberger gebeten, bei einem Fall zu unterstützen. Konkret soll er sich als Hilfsarbeiter beim Filmpark Babelsberg ausgeben und herausbekommen, wer hinter den dort gelegten Bränden steckt. Es werden Kulissen angezündet, Schauspieler verunglücken und Piefke soll sich ein Bild von der Lage vor Ort machen. Eigentlich steht aber ein Film im Vordergrund, der in Babelsberg gedreht wird und bei dem es um einen Politiker geht, mit dem Kronberger selbst verbandelt ist.

Die Fragen, die wir uns stellen: Wer will den Politiker ins schlechte Licht rücken und wer legt die Brände und will damit die Fertigstellung des Films verhindern? Hängt alles irgendwie zusammen? Piefke ermittelt undercover.


Fazit

Inhalt:

Gestatten, Piefke gelingt es, eine angenehme Atmosphäre im alten Groß-Berlin zu schaffen, die nicht aufgesetzt wirkt. Allerdings fehlt es dieser Folge eindeutig an Spannung. Die Handlungsstränge plätschern etwas vor sich hin und die Auflösung des Falls fällt – gefühlt – urplötzlich vom Himmel.

Wir sagen: Eine solide erste Folge mit Schwächen. Um uns aber ein vollumfängliches Bild machen zu können, nehmen wir uns vor, auch die nächsten Folgen zu hören.

Sprecherleistung:

Viele bekannte Sprecher bekommen wir in der ersten Folge von Gestatten, Piefke auf die Ohren. Mit Till Hagen, Dietmar Wunder, Detlef Bierstedt, Uve Teschner u. v. m. ist das eine Serie mit echten Hochkarätern. Lutz Mackensy ist ebenso Teil von der Partie. Mackensy kennen wir z. B. aus Die drei Fragezeichen – Musik des Teufels als Vanderhell. Eine Stimme, die man so leicht nicht mehr vergisst.

Cover und Titel:

Auf dem Cover ist der Umriss von Berlin zu sehen. Der Titel “Brennen muss Babelsberg” hat wahrscheinlich dazu geführt, dass Berlin feuerrot dargestellt wurde, auch wenn Babelsberg streng genommen gar nicht zu Berlin gehört. Das Cover ist historisch angehaucht, aber schlicht.

Gesamtspiellänge:

74 min.

Erscheinungsjahr:

2020

Verlag:

Highscore Music / Maritim

Besetzung:

Erzähler | Till Hagen

Walter Piefke | Oliver Stritzel

Uwe Kronberger | Dietmar Wunder

In weiteren Rollen:

Arianne Borbach, Klaus Dieter Klebsch, Uve Teschner, Detlef Bierstedt, Constantin von Westphalen, Sandra Schwittau, Lutz Mackensy, Manfred Lehmann, Lutz Schnell, Marko Peter Backmann, Frank Felicetti, Rainer Fritzsche, Jürgen Thormann, Jaron Löwenberg, Wolfgang Bahro, Marie Bierstedt, Rita Engelmann, Gerald Paradies.


Aktuell wird die Hörspielserie lediglich digital bei den gängigen Plattformen angeboten.

Die drei ??? – Der dunkle Wächter (204)

Wir haben einmal mehr Freitag, den 13. geschrieben und können seitdem die 204. Die drei Fragezeichen Folge “Der dunkle Wächter” im Hörspielregal begrüßen. Bereits am selben Abend haben wir in das neue Hörspiel reingehört und konnten bereits da sagen, dass sich diese Folge zumindest nicht zum Einschlafen eignet. Nichtsdestotrotz haben wir sie natürlich zu Ende gehört. Ein bisschen Tageslicht hilft beim Hörspiel hören doch sehr, um nicht da zu sitzen wie Peter – der Schisser – Shaw: Aber worum geht es in der 204. Folge?


Planänderung für Bob

Justus, Peter und Bob haben einen Wochenendtrip in ein Surfgebiet geplant. Der für Recherchen und Archiv zuständige Detektiv muss dieses Vorhaben kurzerhand absagen, da er sich um seine Cousine aus Seattle, Mary, kümmern muss. Seine Eltern sind leider noch in Europa, sodass er einspringen muss.  Außerdem will er Lesley einen Gefallen tun. Sie hat ihn gebeten, die zwei Katzen eines Kunden aus der Buchhandlung zu füttern. Mr. Pinches ist sein Name, er musste wohl überraschend nach Los Angeles, weshalb jemand anderes die beiden Tiere füttern muss. Für Lesley wäre das kein Problem… hätte sie nicht eine Einladung über das Wochenende bekommen, weshalb sie gar nicht in Rocky Beach ist.

Kurzum: Bob hat mehrere Gründe, nicht mit seinen Detektivkumpels Justus und Peter surfen zu fahren.

Das mystisch angehauchte Anwesen des Mr. Pinches

Aber wer ist eigentlich dieser Mr. Pinches zu dem Bob dann fährt? Es heißt, er sei ein verschrobener älterer Mann, dessen Haus irgendwo in den Canyons liegt und der eine Vorliebe für alte Skulpturen hat, die sein Anwesen schmücken und mystisch erscheinen lassen.

Als Bob das riesige Grundstück betritt, bemerkt er Reifenspuren und Fußabdrücke, die ihn zu einem Auto führen, dessen Hinterreifen zerfetzt sind – vom Fahrer keine Spur. Da Bob zunächst nicht weiß, was er damit nun anfangen soll, geht er erst einmal seinem eigentlichen Auftrag nach, nämlich die Katzen zu füttern.

Gefangen im Dunkeln

Im Haus von Mr. Pinches angekommen, findet Bob die beiden Katzen vor. Eigentlich ist das Füttern keine Schwierigkeit und schnell gemacht. Doch als die eine Katze für die Öffnung eines Geheimgangs (o. ä.) sorgt und anschließend in dem dahinter befindlichen dunklen Spalt verschwindet, folgt Bob ihr grummelnd, um sie wieder herauszulocken. Fatalerweise schließt sich der Geheimgang anschließend und Bob sitzt fest. Ohne Lichtschalter, ohne Handy und damit ohne Möglichkeit, irgendjemandem ein Zeichen zu geben …


Fazit

Inhalt:

[Achtung Spoiler!]

Eine Sache vorweg: Es ist super, dass die drei Fragezeichen auch ein bisschen mit der Zeit gehen. Aber irgendwie wirkt die Tatsache, dass Bob (aus dem Nichts) eine Sprachnachricht für seine Detektivfreunde aufnehmen will doch sehr skurril. Was möchte er damit in diesem Moment bezwecken?

Wie dem auch sei – wie hat uns die Folge ansonsten gefallen?

Kurz: Wir haben uns gut unterhalten gefühlt.

Der dunkle Wächter ist kein spezialgelagerter Sonderfall. Ein Detektiv verschwindet, die anderen beiden ermitteln und finden bestimmt eine Lösung :-). Allerdings ist hier die Rolle von Mary hervorzuheben: Bobs Cousine ist zu Besuch und da dieser nicht mehr aufzufinden ist, fährt sie zum Schrottplatz. Missmutig, da Bob sie wider Erwarten nicht vom Flughafen abgeholt hat. Justus, der sowieso schlecht auf Mary zu sprechen ist, zeigt ihr die kalte Schulter. Er ist nicht erfreut sie zu sehen. Als jedoch die Fronten geklärt sind, wird Mary sogar in die Ermittlungen aufgenommen, bei denen sie aktiv mithelfen kann, das Geheimnis um Bobs Verschwinden zu lüften.

Während Mary nahezu in ihrer Recherchetätigkeit aufblüht, scheint Peter gefrustet über die Tatsache, dass sie von Justus immerzu gelobt wird. Ist da jemand ein bisschen eifersüchtig?

Justus, Peter und Mary – das neue Detektivtrio sozusagen – kommen der Lösung allmählich näher, als sie sich das Umfeld von Mr. Pinches genauer ansehen. Zum einen hat er Probleme in der Nachbarschaft. Zum anderen hat er vor ein paar Jahren jemanden in den Knast gebracht, der “gestern” also am Tag als Bob verschwand, wieder frei gelassen wurde. Zufall? Mitnichten, denken zumindest Justus und Peter …

Die zwischenzeitlichen Einblendungen von Bobs Gedanken helfen dem Hörer, die darauffolgenden Zusammenhänge zu verstehen. Die Umsetzung ist gelungen. Der dunkle Wächter ist ein durchdachter Fall, der die Lösung bis kurz vor Schluss offen hält. Einige Schmunzler zwischendurch und auch die Konfrontation mit Bobs Cousine runden das Hörspiel ab.

Sprecherleistung:

Während wir in dieser Folge viele Sprecher hören, die bei den Die drei Fragezeichen zum Standardinventar gehören, bekommen wir es auch mit einem neuen Charakter zu tun: Mary – gesprochen von Marion Gretchen Schmitz. Mary wird als die seltsame und durchaus nervige Cousine dargestellt. Marion Gretchen Schmitz verleiht Mary daher eine vorwiegend quietschige Stimme, die aufdringlich und markant ist und durchaus dazu beiträgt, den Charakter nervig oder gar unsympathisch zu finden. Zum Glück dreht sich dieses Bild schnell, sodass Schmitz der Figur nicht durchgängig diesen negativen Stempel aufdrücken muss.

Des Weiteren ist uns eine eher zurückhaltende Rolle von Erzähler Axel Milberg aufgefallen. Sicherlich hat er uns wie gewohnt durch das Hörspiel geführt. Aber an der ein oder anderen Stelle wurde bewusst darauf verzichtet. Stattdessen hatte Andreas Fröhlich als Bob die Möglichkeit, seine Gedanken den Hörern direkt mitzugeben. Axel Milberg macht seinen Job als Erzähler gut, aber Hörspiele ohne Erzähler oder zumindest ohne viele Erzähler-Einheiten eröffnen dem Hörer eine ganz andere Perspektive. Wir sind für mehr Experimentierfreude.

Cover und Titel:

Auf dem Cover ist ein Briefkasten vor einem großen Haus zu sehen, auf dem sich ein dreiköpfiger Hund befindet. Einige weitere Skulpturen schmücken den Hintergrund. Der Titel Der dunkle Wächter rundet das mystische Gefühl an dieser Stelle ab.

Der dreiköpfige Hund Cerberus, wie auch Justus natürlich bereits mitgeteilt hat, ist in der griechischen Mythologie der Wächter zum Tor der Unterwelt. Er wacht darüber, dass kein Lebender hineinkommt, aber auch kein Toter herauskommt. Als Hörer versteht man erst später den Zusammenhang zwischen dem Titel und dem Hörspiel selbst. Der dreiköpfige Hund bewacht sozusagen den Geheimgang, in dem Bob festsaß.

Titel und Cover sind vielversprechend und der Hörer dürfte am Ende nicht enttäuscht werden.

Gesamtspiellänge:

ca. 71 Minuten

Erscheinungsdatum:

13. März 2020


Besetzung:

Erzähler | Axel Milberg
Justus Jonas | Oliver Rohrbeck
Peter Shaw | Jens Wawrczeck
Bob Andrews | Andreas Fröhlich
Mary | Marion Gretchen Schmitz
Tante Mathilda
| Karin Lieneweg
Onkel Titus
| Rüdiger Schulzki
Potato-Fred
| Peter Weis
Mr. Pinches
| Jürgen Uter
Carter Bridou
| Peter G. Dirmeier
Inspektor Cotta
| Holger Mahlich

Die drei ??? – Das Weiße Grab (202)

Pünktlich zur Wintersaison veröffentlichte EUROPA die 202. Folge der Die drei Fragezeichen – Das Weiße Grab. Thematisch ist das natürlich fantastisch, der Hörer hat gleich Lust, reinzuschnuppern und in die Winterwelt voller Schnee abzutauchen. Dem haben wir uns angeschlossen: Worum geht es in der 202. Folge und wie hat sie uns gefallen?


Ein Kurzurlaub zu dritt

Justus, Peter und Bob haben ein paar Tage frei und fahren in die Berge – um genau zu sein ins Snow Paradise nach Clearwater Springs. Sie haben sich vorgenommen, dort eine Skitour zu unternehmen. In dem kleinen verschneiten Bergdorf, in dem sie übernachten, scheint nicht viel los zu sein. Die Einwohnerzahl kann man – übertrieben gesagt – an einer Hand abzählen, zumindest zählt das Bergdorf nur fünf Häuser.

Eine seltsame Begegnung auf dem Friedhof – Peters Knie schlottern

Was wie ein entspannter Ferientrip klingt, entpuppt sich für die drei Detektive schnell als neuer Fall. Die drei Fragezeichen machen seltsame Entdeckungen auf dem Friedhof von Clearwater Springs: Jemand hat den Schnee von einem Grab weggeschaufelt und versucht, die Erde aufzugraben – dies jedoch erfolglos, denn der Boden ist gefroren. Und Justus fragt sich zu Recht, “warum jemand am späten Abend eine Leiche ausgraben will…”.

Die Four-Hills-Tour endet in einer Hütte im Lawinengebiet

Die drei Detektive lassen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, checken in ihr Hotel ein und machen sich am nächsten Morgen auf den Weg, um die geplante Tour zu starten. Allerdings kommen sie nicht weit. Der Skifahrer Trevor Tompson (Marek Erhardt) hat sich verletzt und benötigt Hilfe und das mitten im Lawinengebiet. Die drei Detektive helfen ihm hinüber in die Hütte und  treffen dort auf Laurenne Duffy (Heidi Schaffrath), die Schwester vom kürzlich verstorbenen Walt Duffy.

Kurze Zeit später bricht eine Lawine über die Hütte herein, in die sich gerade so noch ein weiterer Skifahrer retten kann: Bruce Osborne (Martin Paas). Sie sind in der Hütte gefangen und haben keinen Kontakt zur Außenwelt.

Was steckt hinter dem Weißen Grab? Die drei Detektive ermitteln

Schon zu Beginn der Folge sind die drei Fragezeichen auf den Begriff “Das Weiße Grab” gestoßen und erst jetzt beginnen sie zu verstehen, was damit gemeint ist. Was aber steckt wirklich dahinter? Und was hat es mit dem Geist von Walt Duffy auf sich, den seine Schwester heraufbeschwören will? Eine auf vier Wände begrenzte Ermittlung der drei Detektive beginnt …


Fazit

Inhalt:

Die 202. Folge beginnt stark, ist spannend und plätschert nach der Hälfte aber leider vor sich hin. Sie ist geprägt von vielen (unmöglichen) Zufällen, mittelguten Scherzen und die Auflösung des Falls wirkt doch sehr weit hergeholt. Nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht, diese Folge zu hören und die drei Fragezeichen bei diesem Abenteuer zu begleiten.

Möglicherweise können wir uns mit dem Ende nicht anfreunden, weil wir uns von der Folge etwas anderes erhofft hatten. Dass “das Weiße Grab” noch die Themen Geister und Sekten aufgreift, ist irgendwie deplatziert.

Aber einiges ändert sich wohl nie: Justus nimmt mal wieder seine Rolle als Besserwisser ein und eckt damit an der ein oder anderen Stelle an … :-).

Sprecherleistung:

Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich sind gewohnt gut. Heidi Schaffrath ist nach ihrem letzten Besuch in Folge 175 (Schattenwelt) mal wieder in einer größeren Rolle am Start und übernimmt die Rolle der Laurenne Duffy, die einem zu Beginn des Hörspiels sympathisch vorkommt, je länger man sich die Story anhört und hinter ihr Geheimnis rückt, allerdings immer unsympathischer wird. Die Sprecherin, die auch öfter mal bei TKKG und vielen weiteren Hörspielen mitgewirkt hat, überzeugt in ihrer Rolle total.

Cover und Titel:

Warum das Hörspiel so heißt wie es heißt, erfährt man recht zeitnah in der Geschichte. Auf dem Cover sieht man eine Hütte, die gerade von einer großen Schneemasse überschüttet wird. Daher kann man sich natürlich auch schnell denken, was es mit diesem weißen Grab auf sich hat. Trotz dessen, dass es sich auf dem Cover um eine gefährliche Situation handelt, wirkt es so schön winterlich, dass man eigentlich gleich seine Winterklamotten überwerfen möchte und ab auf die Piste will.

Gesamtspiellänge:

ca. 78 Minuten

Erscheinungsdatum:

29. November 2019


Besetzung:

Erzähler | Axel Milberg
Justus Jonas | Oliver Rohrbeck
Peter Shaw | Jens Wawrczeck
Bob Andrews | Andreas Fröhlich
Laurenne Duffy | Heidi Schaffrath
Joe Patwin | Jürgen Uter
Trevor Tompson | Marek Erhardt
Bruce Osborne | Martin Paas
Kelly | Henrike Fehrs
Walt Duffy | Stephan Benson

Peter Lundt und die Tränen der Elefanten (12)

Kennst du das, wenn du Serien erst lieben lernst, wenn bereits klar ist, dass es keine Fortsetzung geben wird? Das passiert immer mal wieder und genau das ist uns mit der Hörspielserie um den blinden Detektiven Peter Lundt geschehen. Lediglich zwölf Folgen wurden von der Hörspielserie produziert, als beschlossen wurde, dass sie aufgrund mangelnder Absatzzahlen nicht fortgeführt wird. Nichtsdestotrotz haben zumindest wir Spaß an der Serie, weshalb wir sie dir auch nicht vorenthalten möchten. Von 2004 bis 2011 wurde sie produziert, von Arne Sommer geschrieben und in der Lauscherlounge veröffentlicht.

Wir haben uns die zwölfte und letzte Folge “und die Tränen der Elefanten” angehört und zur Folge der Woche erkoren.


Worum geht es?

Peter Lundt (Mark Bremer) erhält einen Auftrag aus Kopenhagen und bittet zunächst seine Assistentin Anna Schmidt (Elena Wilms), ihn zu begleiten. Die hingegen hat gerade ihren Doktor gemacht und möchte erst einmal Überstunden abbauen und sowieso Abstand zur Arbeit bei Lundt gewinnen. Nach einem etwas lästigen Hin und Her reist Lundt allein nach Dänemark, wo Jesper Jensen (Achim Buch) auf ihn wartet – dieser sammelt diamantene Elefantenorden, die bewacht werden sollen, während sie ausgestellt werden.

Unterdessen macht Anna Schmidt einen Trip nach Dänemark, um sich selbst zu finden. Dort macht sie die Bekannschaft mit Margarete Nielsen (Isabella Grothe), bei der erst kürzlich eingebrochen und zwei Porzellanhunde entwendet wurden.

Es entstehen zwei Handlungsstränge, die wie durch ein Wunder am Ende zusammenfinden. Peter Lundt trifft auf einen alten Bekannten, der ggf. doch mehr Dreck am Stecken hat, als zunächst vermutet und Anna Schmidt bietet Margarete Nielsen ihre Detektivarbeit an.

Eine unterhaltsame Suche nach der Wahrheit beginnt.


Fazit

Inhalt:

[Achtung Spoiler]

Bei Peter Lundt und die Tränen der Elefanten (12) haben wir es oft mit Momenten zu tun, die sehr einfach und “zu zufällig” erscheinen. Wieso macht Anna Schmidt einen Trip nach Dänemark, wo sie weiß, dass ihr Chef auch gerade in Kopenhagen ist? Es gibt ja nicht genug andere Länder, die man bereisen kann … :) Alles andere als verwunderlich ist dann natürlich, dass Peter Lundt am Ende doch noch auf seine Assistentin trifft.

Nichtsdestotrotz kann man sich die Folge guten Gewissens anhören. Man wird gut unterhalten und spannend ist sie mitunter auch. Schade, dass es aber schon die letzte Folge der Serie sein soll.

Sprecherleistung:

Mark Bremer und Elena Wilms als Peter Lundt und Anna Schmidt geben ein gutes Kollegenpaar ab. Ein bisschen erinnern die Beiden an das Detektivduo Cormoran Strike und Robin Ellacott (Cormoran-Strike-Krimireihe von Robert Galbraith, wer es nicht gelesen hat). In der 12. Folge treffen wir dazu noch auf einen alten Bekannten. Oliver Rohrbeck ist als Taxifahrer Cazim Rasmussen am Start. Mit osteuropäischem Akzent führt er seine Dialoge, den sicherlich einige auch aus den “Ich – Einfach unverbesserlich”-Filmen noch kennen – ziemlich unterhaltsam.

Cover und Titel:

Ganz im Stile der anderen Cover haben wir es mit einem dunkel gehaltenen Cover zu tun, auf dem der Titel in Blindenschrift zu lesen ist – außerdem sehen wir drei Bilder, auf dem eine Elefantenskulptur abgebildet ist. Klassisch, nicht sonderlich ansprechend, aber auch nicht negativ auffallend. Den Titel “Die Tränen der Elefanten” fanden wir zunächst nicht wirklich ansprechend. Aber, da wir alle Folgen einmal gehört haben wollten, führte auch an diesem Hörspiel kein Weg vorbei. ;)

Gesamtspiellänge:

ca. 57 Minuten

Produktionsjahr:

2011


Besetzung:

Peter Lundt | Mark Bremer

Anna Schmidt | Elena Wilms

Oliver Zornvogel | Tetje Mierendorf

Sally Vation | Angela Quast

Sebastian | Martin Lohmann

Cazim Rasmussen | Oliver Rohrbeck

Margarete Nielsen | Isabella Grothe

Iben Rasmussen | Marion von Stengel

Jesper Jensen | Achim Buch

u. v. m.

kb-Jahresrückblick 2018

Kaum ist man im Jahr 2018 angekommen, war es auch schon wieder vorbei. So zumindest unser Gefühl. Nichtsdestotrotz war 2018 ein für uns schönes und hörspielreiches Jahr, an das wir uns gern zurück erinnern. Ein Jahresrückblick darf daher natürlich nicht fehlen.

35 Blogbeiträge haben wir in den letzten 12 Monaten für dich bereitgestellt, darunter

  • 14 Hörspielrezensionen à la “Folge der Woche“,
  • 13 kb-tipps (2018 war ebenso das Jahr einer neuen Kategorie. Wir haben den kassettenbox-tipp – kurz kb-tipp – ins Leben gerufen!)
  • 3 Messeberichte, denn wir waren 2018 viel unterwegs: auf der Leipziger Buchmesse, der HÖRMICH und der Frankfurter Buchmesse,
  • 2  weitere kb-mittendrin, wir waren u. a. auf der die drei ???-Klassiker Tour als Mitmach-Hörspiel und beim Monster1983-Hörspielabend in Unna,
  • 3 kb-spezial (Herbstzeit ist Hörspielzeit, HÖRMICH-Gewinnspiel und Die Weisse Lilie CD-Boxen)

35 Beiträge im Jahr entsprechen 2,92 Beiträgen pro Monat. Das ist ausbaufähig, allerdings wollen wir natürlich auch auf Qualität und nicht unbedingt auf Quantität setzen. Wir haben das Sommerloch auf jeden Fall zu spüren bekommen. Wie du dich möglicherweise erinnerst, war der Sommer seeeeehr lang und seeeehr heiß. Die kassettenbox kam da ziemlich ins Schwitzen, daher fiel der Sommer hier etwas mau aus. Im Herbst hat die Hörspielzeit dann wieder zugeschlagen, wobei sie im Winter und in der Vorweihnachtszeit dann wieder stark nachgelassen hat. Das heißt nicht, dass wir in dieser Zeit auf das Hörspiel hören verzichtet haben – eher im Gegenteil, die ein oder andere Weihnachtsfolge mussten wir natürlich auch hören. :)

Neben dem Blog waren wir natürlich auch fleißig in den sozialen Medien unterwegs. Sowohl auf Facebook, als immerzu auf Twitter und auch auf Instagram haben wir 2018 einige Follower dazu gewinnen können. Das freut uns natürlich sehr. :)

Unser Jahreshighlight ist und bleibt aber wohl der Besuch der HÖRMICH 2018, der Hörspielmesse in Hannover (hier geht es zum Bericht, falls auch du noch einmal in Erinnerungen schwelgen möchtest!). Zwar waren wir auch im Jahr davor vor Ort, allerdings “nur” zu 50 %. 2018 haben wir die Chance ergriffen und sind gemeinsam nach Hannover gedüst und hatten einen wundervollen Tag, mit vielen alten Bekannten und neuen Gesichtern, jeder Menge Hörspielflair und einer Hörspielblase, aus der wir eigentlich so schnell nicht wieder raus wollten.

Umso mehr sind wir auf das Jahr 2019 gespannt. Einige Pläne haben wir, einige Veranstaltungen stehen schon fest und ggf. wird es auch in der kassettenbox eine Neuerung in diesem Jahr geben. Wir haben auf jeden Fall Bock und hoffen, dass auch du in diesem Jahr am Start sein wirst! :)