Zurück in die Zukunft oder auch: Der erste “Walkman” mit Bluetooth

Es will wahrscheinlich keiner glauben und etwas skurril klingt es gegebenenfalls wirklich: Der tragbare Kassettenspieler ist wieder da. Aber nicht so wie wir ihn persönlich aus den 90ern kennen, sondern anders. Ohne Kabel. Dafür mit Bluetooth. Was für eine Innovation – wird sich manch einer denken. Aber Kassettenkinder werden sich zumindest ein bisschen länger damit beschäftigen. Wir sprechen mindestens von uns selbst.

Walkman war früher

Nicht von Sony, sondern von Nimn wird der tragbare Kassettenspieler “It’s ok” produziert. Aktuell läuft dafür eine Crowdfunding-Kampagne, um die Produktion zu finanzieren. Die Fundingschwelle wurde schnell erreicht und bereits 5x übertroffen. Das macht sicherlich Mut und wir sind gespannt, ob und wann der Kassettenspieler offiziell bestellt werden kann. Zwar haben wir noch herkömmliche portable Kassettenspieler im Regal stehen, aber man will ja auch ein bisschen mit der Zeit gehen. Wärst du ein potentieller Kunde? Schreib uns gern dazu!

Für Nostalgiker

Das Crowdfundingvideo verrät nicht sonderlich viel über die technischen Details – allerdings zeigt es, dass das Produkt gezielt für Nostalgiker gemacht ist. Für Menschen, denen die Musik am Herzen liegt und für die es “okay” ist, mit einem tragbaren Kassettenspieler durch die Gegend zu laufen. Wir würden definitiv dazu gehören. Denn der “It’s ok” läuft sicherlich auch exzellent mit Hörspielen. Anders als bei herkömmlichen oder zumindest uns bekannten Kassettenspielern ist das Kassettendeck bei “It’s ok” transparent. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man weiß sofort, welche Seite aktuell abgespielt wird, welches Hörspiel im Deck steckt und zudem sieht es ziemlich cool aus. In uns macht sich eine Mischung aus Nostalgie und Vorfreude breit.

Wir haben uns sehr über diese Information des Kassettenspielers gefreut und wollen sie dir natürlich nicht vorenthalten. Weitere Informationen findest du daher hier: heise online.

Warum es sich lohnt, uns auf der #HÖRMICH2018 zu besuchen

Am kommenden Samstag, 30. Juni, ist es soweit: Die Hörspielmesse 2018 lässt das Hörspielmekka in die heiligen Hallen des Kulturzentrums Pavillon nach Hannover strömen. Und wir sind mit dabei!

Wir präsentieren Euch heute 5 Gründe, warum es sich lohnt, an unserem Stand auf der HÖRMICH 2018 vorbeizuschauen.

Grund Nr. 1:

Wir haben ein kostenloses Gimmick für die ersten 100 Besucher/innen an unserem Stand. Sei schnell und mit etwas Glück bist Du dabei. Wenn wir Dir das Geschenk nicht direkt aushändigen, sprich uns einfach an!

Grund Nr. 2:

Wir machen eine Verlosung. Mit etwas Glück ergatterst Du einen von 10 Hauptgewinnen. Aber auch hier musst Du schnell sein. Es wird 100 Lose geben!

Grund Nr. 3:

Wir haben eine echte Kassettenbox dabei. Hier kannst Du als Label oder Verlag Hörspielproduktionen einwerfen. Wir werden sie rezensieren!

Grund Nr. 4:

Wir haben eine Messetischdecke. Aber nicht irgendeine! Sie wurde eigens von unserer Bloggerkollegin Paula mit viel Liebe hergestellt. Paula freut sich über Euren Besuch auf ihrem Blog rhinofino. Hier erfährst Du alles rund um’s Thema Nähen und Upcycling. Nur so viel sei verraten: Es wird kunterbunt und kassettenlastig!

Grund Nr. 5:

Wir sind allzeit bereit für ein P(l)äus(ch)chen. Hab keine Scheu und komm vorbei! An unserem kassettenbox-Stand wirst Du vieles entdecken können. Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

Was erwartet mich auf der HÖRMICH 2018? Hier gelangst Du zum Bühnenprogramm auf der HÖRMICH 2018.

#3 Monster-Woche: Was geschah eigentlich 1983?

Noch … 6 Tage!

Erinnern Sie sich noch an den Sommer 1983? An die ersten BMX-Räder, an “Duran Duran” auf Ihrem Walkman, an Pepsi in Dosen, als Magnum im Fernsehen lief, an E.T. – Den Außerirdischen, die ersten Videotheken, an die erste Liebe, den ersten Kuss?

Intro Monster 1983, 1. Staffel

All diese schönen Erinnerungen an die Popkultur der 80er Jahre begegnen uns in “Monster 1983” immer wieder. Mal ganz offensichtlich – etwa wenn wir an den US-amerikanischen Abenteuerfilm “Stand by Me” erinnert werden – oder aber auf subtile Art und Weise – wenn uns das Anlassen des Motors an analoge Klänge aus alter Vorzeit erinnert. In diesen Zeiten waren Polaroids noch High-Tech, die meisten Telefone hatten eine Wählscheibe und vor allem noch Kabel und Hörspiele wurden auf Kassetten gehört – das ist ganz nach unserem Geschmack. Musik und Style haben die 80er Jahre immens geprägt. Als der King of Pop noch zu “Thriller” tanzte und Kultfilme wie “Poltergeist”, “Gremlins” und “Goonies” die Massen begeisterten – diese Stimmung und den Sound der 80er erweckt “Monster 1983” zu neuem Leben. Mach mit uns eine Zeitreise in die 80er!

Generation Turnschuhe

Für die 80er gibt es viele Bezeichnungen. Diese Generation wird rückblickend auch als “Turnschuhgeneration” bezeichnet, denn die Unbekümmertheit der Jugendlichen kam besonders durch das ständig getragene – und obendrein auch noch bequeme – Schuhwerk zum Ausdruck. Die 80er Jahre waren das Jahrzehnt der wilden und verrückten Trends und zwar ganz besonders in der Popmusik. “Alles neu!” lautete seinerzeit das Motto. Neben der in Deutschland grassierenden “Neuen Deutschen Welle”, die für denkwürdige Auftritte zur besten Sendezeit sorgte, dominierten die “New Romantics” und “New Wave” aus dem Vereinigten Königreich international die Charts. Aber die 80er waren auch das Zeitalter, in dem Jugendbewegungen wie Punk oder Hip-Hop das Licht der Welt erblickten. Zusammen mit einer Protesthaltung gegenüber der Gesellschaft und durch ihre Musik revolutionierten Acts wie die “Sex Pistols” oder Grandmaster Flash die Popwelt und haben sie bis heute nachhaltig geprägt.

Diese Vielfalt an neuen Tönen brachte Hits wie “Take On Me” von a-ha, “Der Kommissar” von Falco, “People Are People” von Depeche Mode und “Der goldene Reiter” von Joachim Witt hervor. Gleichzeitig waren die 80er die Geburtsstunde des Musikvideos, die ungeahnte Bilderwelten hervorbrachte.

Das Mixtape als Liebeserklärung

Musik spielte in den 80ern eine große Rolle. Durch den Gebrauch der Kompaktkassette und den für die Zeit herausragenden und einzigartigen Walkman von Sony hat Musik einen ganz anderen Stellenwert eingenommen. Man konnte Musik eigens aufnehmen, für seinen Freund, seine Freundin oder gar den Schwarm das beste Mixtape aller Zeiten zusammenstellen. Und das Wichtigste dabei war, dass man die Mixtapes unterwegs hören konnte. Großartig! Das war schon etwas Besonderes – nicht nur für die Kinder aus den 80ern. Auch in “Monster 1983” wird fröhlich mit dem Walkman Musik gehört. Man fühlt sich – vielleicht etwas übertrieben gesagt – wie zu Hause angekommen.

“Früher war alles besser”

Die 80er geben einem ein bestimmtes Gefühl, dass vielleicht früher alles besser war. So war es sicherlich nicht. Wir, die nur zu Hälfte und gerade so, in den 80ern geboren sind, können das sicher nur bedingt einschätzen. Aber das, was wir immer so hören über die Zeit, ist nostalgisch angehaucht. Man ist mit ausgefransten Jeans auf dem Skateboard oder dem BMX-Rad unterwegs, in der Tasche steckt der Walkman und die Welt ist irgendwie ok. In einigen Sequenzen erhält man auch bei “Monster 1983” genau dieses Gefühl. Früher war nicht alles besser, aber vielleicht hat man das Drumherum nicht so eng gesehen. Vielleicht war man optimistischer? Ohne die ständige Erreichbarkeit, die das Internet geschaffen hat, das gläserne Ich, konzentrierte man sich möglicherweise mehr auf das Wesentliche oder man hat die Dinge mehr wertgeschätzt. Wer weiß das schon?

Was geschah 1983 in Deutschland?

Helmut Kohl war Bundeskanzler, das Wort des Jahres war “Heißer Herbst” und deutscher Meister im Fußball war der Hamburger SV. Das klingt alles sehr skurril – vor allem letzteres. Aber natürlich ist noch so einiges mehr passiert: Der erste Deutsche ist ins All geflogen, die Breakdance-Welle schwappte in Europa an, die erste “Die drei Fragezeichen”-Folge in diesem Jahr war “und das Narbengesicht” und der erfolgreichste Film war Star Wars Episode VI, wobei auch eine ganz besondere Buchverfilmung im Jahr 1983 in die Kinos kam: “Die Outsider”. Mit dabei große Schauspieler wie etwa Patrick Swayze, Matt Dillon und der von uns nicht so sehr geschätzte Tom Cruise.

All diese Erinnerungen an das Jahr 1983 oder allgemein an die 80er Jahre macht die Hörspielserie “Monster 1983” besonders. Man taucht ein in eine Zeit, an die man sich gern zurückerinnert, weil sie viele – kulturell betrachtet – positive Aspekte mit sich gebracht hat.

Die drei ??? – Signale aus dem Jenseits (188)

“Signale aus dem Jenseits” ist die neueste Folge aus dem Die drei Fragezeichen Universum. Der 188. Fall erschien am 28. Juli 2017 selbstverständlich bei EUROPA. Wie uns die neue Folge gefallen hat und was uns besonders gestört hat, erfahrt ihr jetzt und hier:


Streit im Hause Jonas

Tante Mathilda hat eine neue Lieblingssendung. In “Karma Hour” empfängt die Moderatorin Astrala Anrufe von Personen, die kürzlich einen schweren Verlust erlitten haben. Das Besondere daran ist: Astrala nimmt live in der Sendung Kontakt mit den Toten auf. Titus Jonas ist alles andere als begeistert von der Sendung und tut das Ganze als den größten Schwachsinn ab. Man kann keinen Kontakt zu Toten aufnehmen, das ist alles erlogen, was in dieser Sendung passiert. Tante Mathilda ist entsetzt und vor allem der Meinung, dass Astrala keine Betrügerin ist.

Bob soll sich ein Bild machen

Mitten im Streitgespräch erscheint Bob auf dem Schrottplatz, auf der Suche nach seinem Freund Justus. Der erste Detektiv ist nicht zu Hause, Bob wird aber sofort von Tante Mathilda instruiert, sich die Sendung einmal anzuschauen, sich selbst ein Bild zu machen und vor allem Onkel Titus davon zu überzeugen, dass es sich dabei um keinen Schwachsinn handelt. Gesagt, getan. Bob sitzt bei Familie Jonas also vor dem Fernseher und als er die Stimme von Astrala hört, muss er nur kurz in sich gehen. Diese Stimme kennt er. Er hat sie nicht nur einmal gehört. Dass Astrala wohl nicht ernsthaft Kontakt zu Toten aufnimmt, ist auch Bob sehr schnell klar. Aber was ihn eigentlich viel mehr interessiert, ist die Frau, die hinter Astrala steht. Kann es tatsächlich sein, dass es sich hier um eine alte Bekannte handelt?

Alte Bekannte auf Rachefeldzug

Ein Schuss, ein Unbekannter, ein Feuer auf dem Schrotthaufen & eine alte Bekannte, die die drei Fragezeichen mit einem Fall beauftragt, in dem vor allem Bob mehr verwickelt sein könnte, als ihm eigentlich lieb ist. Und dann kommen auch noch Drogen ins Spiel. “Signale aus dem Jenseits” bietet allerhand …


Fazit

Inhalt:

[Achtung Spoiler!]
Mit der 188. Folge der Die drei Fragezeichen sind wir nicht so recht warm geworden. Es fängt schon damit an, dass Tante Mathilda von dieser Sendung überzeugt ist und denkt, dass die Moderatorin tatsächlich Kontakt mit Toten aufnehmen kann. Seit wann ist Frau Jonas so realitätsfern? Kein Wunder, dass Onkel Titus da ein wenig ausfällig wird. Aber sie ist nicht die Einzige, die sich komisch verhält. Auch unser Dritter, verantwortlich für Recherchen und Archiv, verhält sich sehr sehr sonderbar. Wieso fährt er mit einer Pizza ins Studio, um Clarissa Franklin persönlich zu treffen? Ungewollt bringt er durch seinen Pizzaservice zwei Racheakte ins Rollen. Immer wenn Bob die Stimme von Clarissa Franklin hört, scheint er nicht mehr bei Sinnen zu sein und freizudrehen. Bei der ein oder anderen Stelle wirkt es doch tatsächlich so, als würde er für Franklin mehr empfinden.
[Spoiler Ende!]

Nichtsdestotrotz kommt durch den verzwickten Fall hier und da doch Spannung auf, wenngleich es auch Phasen gibt, die langatmig erscheinen. Möglicherweise ein guter Mix? ;) Mit Racheplänen wird in dieser Folge jedenfalls nicht gespart. Zwei geprellte Frauen wollen die drei Detektive am Ende bluten sehen. Also nicht bildlich. Ob ihnen das gelingt? Das verraten wir an dieser Stelle nicht ;) . Kurz: Die Einführung in den Fall fanden wir gelungen, die B-Seite verliert etwas den Fokus und dehnt sich einfach zu lange aus.

Sprecherleistung:

Uns ist, was die Sprecherleistung betrifft, nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Titus Stimme (Rüdiger Schulzki) ist immer noch etwas ungewohnt für unsere Lauscher und Clarissa Franklin (Judy Winter) bedeutet auch nie Gutes, wenn sie in einem Die drei Fragezeichen Fall mit von der Partie ist.  An Axel Milberg als Erzähler haben wir uns schnell gewöhnt. Seine ruhige, unaufgeregte Art gefällt uns.

Alles in allem ist die Leistung der Sprecher solide.

Geräusche und Musik:

Die Standardmusik der drei Detektive bekommen wir auch in der 188. Folge auf die Lauscher. In Spannungsmomenten haben wir es mit leiser und zugleich eindringlicher Musik zu tun. Das wird nahezu perfekt umgesetzt.

Cover und Titel:

Schon bei dem Titel hätte man sich denken können, dass der Fall etwas abstrus wird. Das Cover lädt jetzt auch nicht unbedingt dazu ein, sich die 188. Folge anzuhören. Zu sehen bekommen wir eine Kugel, die von langen Greifern (langen Fingern) gehalten wird. In der Kugel spiegelt sich ein wütendes Gesicht – wem dieses Gesicht aber gehört, kann man nur vermuten. Cover und Titel passen aber auf verquere Art und Weise zusammen.


Fakten

Genre:

Krimi / Abenteuer / Freundschaft

Label:

EUROPA

Gesamtspiellänge:

ca. 80 Minuten

Produktionsjahr:

2017


Besetzung:
Erzähler Axel Milberg
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Clarissa Franklin Judy Winter
Laura Stryker Regina Lemnitz
Inspektor Cotta Holger Mahlich
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Onkel Titus Rüdiger Schulzki
Anruferin Topsy Küppers
Anrufer Oliver Kalkofe
Regisseur Nikolas Tantsoukes
Stephen Timo Hempel
Redakteurin Reinhilt Schneider
Godween André Minninger
Sax Sandler Christian Concilio

kb-nachgefragt: Felsenstrand

Einer unserer Partner-Blogs ist „Felsenstrand“. An dieser Stelle verraten wir dir, was diesen Blog ausmacht, wer dahintersteckt und was er mit unserer Hörspielwelt zu tun hat.


Lieber Gregor, du betreibst das Blog „Felsenstrand“. Wie kam es zu dieser Webseite und was macht deinen Blog aus?

Die Entstehung hat zwei Ursprünge: Blogs „an sich“ und mein Ansinnen, ein allumfassendes Nachschlagewerk zu den drei ??? zu verfassen.

Ich hatte mich vor Jahren gefragt, warum es denn dieses Nachschlagewerk nicht gibt, und  dann letztlich begonnen, es selbst zu schreiben. Leider bin ich immer wieder ins Stocken geraten und deswegen gibt es das Buch immer noch nicht. Das Stocken lag weniger an einer Schreibblockade, sondern vielmehr an meiner Aufschieberitis und einem viel zu überdimensionierten Anspruch.

Damit ich aber trotzdem immer wieder etwas veröffentliche und überhaupt für mich sichtbar vorankomme, habe ich mir kleinere Häppchen gesucht. Da bin ich dann zwangsläufig aufs Bloggen gekommen.

In dem Zusammenhang habe ich dann auch überrascht festgestellt, dass es kein Blog gibt, das sich ausschließlich den drei ??? widmet. Soweit ich weiß, ist das auch immer noch so. Insofern macht dies mein Blog schon aus – wenn man so will ist das Thema ein Alleinstellungsmerkmal. :-)

Inhaltlich möchte ich nicht nur die Hörspiele abdecken, sondern gerade auch die Bücher. Einerseits liebe ich Bücher, und andererseits sind die Hörspiele teilweise stark gekürzt, so dass einiges von der Atmosphäre und der Hintergrundgeschichte schlicht fehlt. Und durch die Kürzungen werden die Hörspiele oftmals auch unlogisch. Als Beispiel mag hier der seltsame Wecker dienen – wer nur das Hörspiel kennt, wird Probleme haben, zu erklären, was das für Zahlen sind, die auf einem Zettel auftauchen und was mit „Nimm dir das Buch vor“ gemeint ist.

Neben den eigentlichen Geschichten um die drei Detektive gibt es natürlich noch einiges zu erzählen: Die Geschichte der Reihe ist an sich schon ungewöhnlich, und wenn ich jemals dazu kommen sollte, die lizenzrechtlichen Probleme aufzurollen, dann wird es sogar abenteuerlich und spannend. Und vielleicht finde ich auch irgendwann heraus, wer sich hinter dem Autoren-Pseudonym „Ben Nevis“ verbirgt …

Du schreibst auf deinem Blog über Die drei Fragezeichen, über die Bücher, aber auch über die Hörspiele. Was genau fasziniert Dich am gesprochenen bzw. geschriebenen Wort bei den drei Detektiven?

Ich würde gerne schreiben, dass die Geschichten der Reihe einen besonderen Reiz ausmachen und sie vor Sprachwitz nur so explodieren. Tatsächlich ist es aber so, dass die Faszination der Nostalgie und Gewohnheit entspringt.

Ich lebe (wenn ich die große Pause zwischen etwa 15 und 35 ignoriere) seit Anbeginn der Hörspielserie mit den drei Detektiven. Seit etwa 2008 bin ich wieder dabei und mit meinem Blog hat sich ein bestimmter Rhythmus entwickelt: Ich lese immer das neue Buch, bevor ich die neue Folge höre. Das Buch lese ich immer am Stück. In der Regel läuft im Hintergrund die Hörspielmusik von Carsten Bohn. Da kommt vielleicht die Nostalgie am besten zum Ausdruck.

Eventuell kann ich doch noch mit Faszination aufwarten: Der unglaubliche Korpus der Fälle ist schon faszinierend. Eigentlich müsste ja alles schon einmal da gewesen sein – die Autoren haben immer noch ausreichend neue Einfälle. Gelegentlich mit einigen „Anleihen“ oder zumindest mit Bezügen zu anderen Fällen, aber immer noch so, dass ich die Einfälle als „neu“ bezeichnen würde.

Bei den Hörspielen fasziniert mich das Trio der Hauptsprecher. Das ist jetzt vielleicht keine Überraschung, aber bei einigen Folgen ist schon sehr gut zu merken, dass sie aufeinander eingespielt sind – zum Beispiel, wenn sie sich gegenseitig in die Pfanne hauen (s. Nebelberg oder verschollener Pilot). Und ich finde leider auch faszinierend, wie Europa es immer wieder schafft, Produktionsfehler zu fabrizieren.

Hast du abgesehen von Die drei Fragezeichen ein Lieblingshörspiel oder eine -hörspielserie? Verrätst du uns ein paar Geheimtipps?

Dank Spotify höre ich mich gelegentlich durch andere Hörspiele durch. Wirklich hängen geblieben bin ich eigentlich nur bei „Sherlock Holmes“ mit dem wundervollen Christian Rohde (https://www.youtube.com/watch?v=rWF_lHjFDAg).

„John Sinclair“ habe ich dank des Vollplaybacktheaters kennen gelernt. Dazu muss ich aber schon in Stimmung sein :-)

Wenn man tolle Sprecher mag, ist „Professor van Dusen“ auch sehr schön. Die Geschichten, die ich da bisher gehört habe, waren allerdings etwas dünn.

Für Verschwörungstheoretiker ist „Offenbarung 23“ zu empfehlen. Gerade die frühen Folgen mit David Nathan sind lecker für die Ohren. Insgesamt sind hier unglaublich viele bekannte Stimmen versammelt.

Eine Frage, die uns auf der Seele brennt: Bist du ein Kassettenkind?

 Ein großes „JA“!

Ich habe noch einige meiner alten Kassetten von früher (schwarz mit gelbem Etikett und vollständig gelb). Meine Einstiegsdroge waren die fünf Freunde und die Märchenschallplatten von Europa. Dazu gesellten sich dann Commander Perkins, die drei ??? und Masters of the Universe.

Und ja, ich habe Bandsalat erlebt und dadurch Kassetten verloren. Und ich wurde vom „TACK!“ am Ende der ersten Seite geweckt.

Am 30. September erschien eine neue Folge von Die drei Fragezeichen, “… und der letzte Song“. Über das Hörspiel möchten wir an dieser Stelle noch nicht sprechen. Aber wie hat dir denn das Buch gefallen?

 Gut! Es hat sich aber anders als die letzten Bücher angefühlt. Das liegt vielleicht daran, dass die Geschichte von Ben Nevis stammt – seine Geschichten sind oft … nun, „anders“. Mir fehlen da die Worte, das besser zu beschreiben. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel der verschollene Pilot, die Rache der Samurai und (hüstel) Todesflug.

Dieser aktuelle Fall ist sehr ruhig geschrieben. Sogar die wenigen Szenen, die aktionsreicher sind, fühlten sich ruhig an. Der Fall selbst ist fein konstruiert und ein reiner Ermittlungsfall. Die Jungs werden so charakterisiert, wie wir es aus den klassischen Fällen kennen: Justus redet geschwollen, Peter ist sportlich und Bob darf recherchieren. In den Fällen aus jüngerer Zeit war diese Charakterisierung oft in den Hintergrund getreten.

Die Geschichte ist gespickt mit Details und hat Rockmusik als Hintergrund. Ein weiteres klassisches Element sind Rätselverse, diese treten in dieser Geschichte in Form eines Songtextes auf.

Es gibt einige Wendungen in dem Fall, die ich hier natürlich nicht aufführen werde. Da die Geschichte einigermaßen komplex ist, erwarte ich deutliche Kürzungen im Hörspiel. Ich vermute, dass der Anfang im Hörspiel ausführlich dargestellt wird, und am Ende die Auflösung abrupt kommt. Ich hoffe, dass dabei die Logik der Geschichte einigermaßen erhalten bleibt.

Was hast du mit deinem Blog Felsenstrand noch vor?

Ich möchte regelmäßiger Beiträge schreiben und wieder mehr Hintergrundinformationen liefern. Die Statistikelfen haben mir nämlich verraten, dass meine Leser über Suchmaschinen zu mir finden und definitiv nicht wegen meiner Rezensionen kommen.

Optisch möchte ich mein Blog entschlacken. Footer weg, Header etwas ausbauen, und mehr eigene Bilder.

Und ich möchte einen Newsletter einführen. Gelegentlich haben mir Leser schon mitgeteilt, dass das eine sinnvolle Einrichtung sein könnte, weil sie so mehr von dem ganzen Drumherum mitbekommen. Neben den zahlreichen Neuerscheinungen gibt es eine Reihe von Terminen, die nirgendwo gebündelt aufgeführt sind (Lesungen, Theateraufführungen, Ausstellungen etc.)