Die Ferienbande – Meltdown im verfluchten Horror-Hotel

Ein ganzes halbes Jahr ist es her, dass wir zum allerersten Mal die Ferienbande live auf der Bühne erleben durften.

Zum Blog-Beitrag: Zu Gast bei der Ferienbande LIVE im Kölner GLORIA

Nichtsahnend und mit angenehmer Vorfreude starteten wir ins Kölner GLORIA. Das neueste Abenteuer der Ferienbande “Meltdown im verfluchten Horror-Hotel” versprach auch für “untreue” Ferienbanden-Fans einen lustigen Abend.

Und wir wurden nicht enttäuscht.


Vor Kurzem ist nun das Live-Album der Meltdown-Tour als Doppel-Doppel-CD mit den Mitschnitten aus dem Kölner GLORIA Theater und dem Ebertbad in Oberhausen erschienen. In voller Länge. Hört mal rein!

Worum geht’s?

Die geplante Fahrt ins Ferienlager wird zum kompletten Desaster, als sich Bernd, früher genannt Beate, Baul, Bröckchen, Babsi und Bambi der Hund plötzlich vor einem absoluten Gruselschuppen in den Karpaten™ wiederfinden. Wie erwartet entpuppt sich das Hotel als Manifestation all ihrer Ängste und schon bald sind sie Teil eines lebensbedrohlichen Experiments. Behauptet zumindest der unheimliche und mysteriöse Rezeptionist. Auf die Ferienbande warten schockierende Begegnungen mit dem absoluten Grauen und mit ein paar alten Bekannten. Kann ihnen ein magisches Buch bei der Lösung des Rätsels helfen? Oder vielleicht sogar das Publikum? Oder kommt es etwa doch zum Meltdown im verfluchten Horror-Hotel? Eigentlich auch egal: Die Hörer erwartet ein Comedy-Live-Hörspiel der spezialgelagerten Sonderklasse. Die ultimative Parodie auf die Jugendhörspiele der Achtziger.

Quelle: WortArt


Fakten

Genre:

Comedy-Live-Hörspiel

Label:

WortArt

Gesamtspiellänge:

285 Minuten (CD 1: 74 Min., CD 2: 69 Min., CD 3: 72 Min., CD 4: 68 Min.)

Erscheinungsdatum:

14. März 2022

Besetzung: 

Sven Buchholz | Bernd, Bröckchen, Irene Hitchcock, Rainer, Big Head, Harry

Kai Schwind | Baul, Boris, Die Nonne, Bendriss, Erika Stein, Zörp

Karoline Mask von Oppen | Babsi, Smartwatch, Harriet

Matthias Keller | Erzähler, Busfahrer, Rezeptionist, der bleiche Mann, Kommissar Tappert

Sascha Draeger | Die KI

Abspann | Dirk Hardegen

u.v.m.

Ab 12 Jahren
KEIN KINDERKRAM

▶ Zur Folgenübersicht der Hörspielreihe Die Ferienbande


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag hat uns das Team von WortArt die Doppel-Doppel-CD zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst. Für diesen Beitrag wurden wir nicht bezahlt.

Auf einen Kaffee mit Kai Schwind – Hörspiel war irgendwie immer da

Kai Schwind ist Hörspielmacher durch und durch – sei es als Autor, Regisseur oder Sprecher. Nebenbei ist er noch freier Journalist und promovierter Medienwissenschaftler. Und das ganze seit inzwischen über elf Jahren in Norwegen.

Für die aktuelle Live-Tournee “Die drei ??? und der dunkle Taipan” ist Kai Schwind für Inszenierung+Regie verantwortlich. Auf Zwischenstopp in Düsseldorf haben wir uns mit dem Wahl-Osloer getroffen und mit ihm hinter die Arbeitskulissen eines kreativen Hörspielmachers geblickt.


Lieber Kai (…), wir freuen uns sehr, dass Du Dir die Zeit genommen hast, für die kassettenbox ein Interview zu führen. Stell’ Dich doch erstmal vor … Du bist auf jeden Fall ein Hörspielmensch, das wissen wir.

Kai Schwind: [schmunzelt] (…) ‘Hörspielmensch’ finde ich eine sehr schöne Bezeichnung. Das ist tatsächlich gar nicht so entfernt. Ich hätte mich vielleicht ‘Hörspielmacher’ genannt. Ich bin Regisseur, Autor und ab und zu auch Sprecher von Hörspielen. Und auch in letzter Zeit vermehrt Live-Hörspielen – was ich eine sehr interessante Form finde (was es ja in Deutschland mehr und mehr gibt). Und jetzt ganz aktuell bin ich Regisseur der Drei ???-Tournee, die gerade durch die Lande zieht: ‘Die drei ??? und der dunkle Taipan’.

Warum catcht Dich das Medium Hörspiel?

Kai Schwind: Ich glaube, das ist wirklich eine Mischung aus etwas, was eigentlich ganz unintellektuell, so ganz unanalytisch ist, nämlich … das ist ein Medium, mit dem ich aufgewachsen bin. Und was wahrscheinlich auch ein bisschen erklärt, warum das so ein Generationsphänomen ist. Also die Kassettenkinder, gerade die, die eben aus den Ende der 70er-Jahre kommen … wo diese ganzen visuellen Medien einfach noch nicht diese Bedeutung hatten. Wir haben noch nicht so viele Computerspiele gehabt – oder kaum. Fernsehen war irgendwie so ein paar Mal die Woche, zu bestimmten Zeitpunkten.

Aber Hörspiel war irgendwie immer da … das war bei uns im Kinderzimmer. Das war in den Kassetten drin, die neben dem Bett standen … was man im Prinzip permanent hören konnte. Und deswegen ist einem das so ins Unterbewusstsein tatsächlich übergegangen, diese Hörspiele, die man als Kind gehört hat … Märchenplatten, Abenteuerplatten und natürlich dann die ganzen Produktionen aus dem Hause EUROPA – in meinem Fall die ‘Fünf Freunde’ ganz am Anfang, dann ‘Die drei ???’ und ‘TKKG’.

Und die hat man eben immer und immer wieder gehört – was auch so ein interessanter Effekt ist, dass man sich da so dran gewöhnt, dass man die Sachen auswending kann. Und zwar nicht nur jetzt die Dialoge, sondern auch Geräuschabfolgen, Musik, Stimmungen, Atmos, die einem so ins Blut übergehen und irgendwie so zum Teil zur Persönlichkeit gehören.

Kai Schwind

Und so habe ich mich zumindest sehr an diese Art des Erzählens gewöhnt, oder auch an diese Art, Geschichten zu rezipieren – dieses berühmte Kopfkino eben. Da sind Stimmen, Musik und Soundeffekte und die machen diese Bilder, die man im Kopf hat. Und das ist einfach eine Art, die mir bis heute total naheliegt.

Also ich liebe es, Geschichten erzählt zu bekommen, auf akustische Art und Weise und ich denke auch oft selbst so. Wenn mir Geschichten einfallen … Wie kann man die umsetzen? Es ist ganz oft erstmal so eine akustische Herangehensweise.

Das ganze Interview könnt ihr Euch auf unserem SoundCloud-Kanal anhören.

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