kassettenbox auf der HÖRMICH 2018

kassettenbox auf der HÖRMICH 2018

Die HÖRMICH – die Hörspielmesse fand in diesem Jahr im Kulturzentrum Pavillon in Hannover statt. Wir waren in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Messestand vertreten. Ein bisschen aufgeregt, aber höchst motiviert und voller Vorfreude, starteten wir in den Tag und bauten im Kulturzentrum unseren kassettenbox-Stand samt Verlosung und “Rezensionsexemplarbox” auf. Und da sind wir einmal ganz ehrlich: Dass unser Angebot so gut ankommt, hätten wir tatsächlich nicht gedacht.

Kurz vor 11 Uhr wurden also die Tore für die Messebesucher geöffnet – der Pavillon füllte sich und es wurde immer wärmer. Aber das machte uns nur ein bisschen zu schaffen. Unser Augenmerk lag vielmehr auf unserem Standangebot. Bei uns konnte man nicht nur kostenlos Lose ziehen, wir boten Hörspielmachern und Besuchern die Möglichkeit, in der kassettenbox Rezensionsexemplare und Hörtipps einzuwerfen, mit der Möglichkeit, diese im Anschluss in der kassettenbox besprechen zu lassen (hier sind wir übrigens noch dabei, alles auszuwerten!).

Einige Nieten, viele “SB” (nein, nicht Selbstbedienung, sondern Schokobons (!)) wurden gezogen, aber auch hochkarätige Gewinne hatten wir für unsere Besucher bereitgestellt. Darunter nicht nur Audible-Gutscheincodes, nein. Auch ein Monster 1983-T-Shirt, verschiedene Hörspiele und kassettenbox Gimmicks hatten wir im Aufgebot. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Sponsoren der Gewinne bedanken (Ivar Leon Menger, Audible, Anomalia – das Hörspiel)!

Kassetten, wo das Auge hinreicht

Aber das war natürlich nicht alles. Nicht vergessen dürfen wir dabei natürlich die wundervolle Paula, die so lieb war und uns die atemberaubende Kassettentischdecke genäht hat. Sie war und ist ein echter Hingucker und wird uns nun sicherlich einige Zeit begleiten! Paula betreibt übrigens selbst ein Blog namens rhino fino. Schaut daher gerne einmal bei ihr vorbei!

Neben der Tischdecke gefüllt mit bunten Kassetten, konnten sich die Besucher auch über kassettenbox Buttons freuen. Ebenso ein kleines Highlight. ;)

Jan Tenner mit Frau

Neben vielen Hörspielständen und dem Hörspielflohmarkt gab es natürlich auch Live-Hörspiele und Talkrunden. Eine Talkrunde hat es uns natürlich sofort angetan. Denn Lutz Riedel und Marianne Groß waren zu Besuch und haben Einblicke gewährt und das auf sehr charmant-lustige Art. Wer in diesem Gespann die Hosen anhat, darüber lässt sich wohl streiten (*hust* Laura *hust*). Aber auch Live-Hörspiele von Leo und die Abenteuermaschine und die drei Herren standen auf dem Programm u. v. m. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir alle Programmpunkte mitgenommen! Das ist gewiss!

Live-Hörspiel mit John Sinclair und Dorian Hunter

Der Abend versprach ebenso große Unterhaltung. Auf dem Programm stand ein Crossover von John Sinclair und Dorian Hunter. Das Live-Hörspiel bei dem neun Sprecher mitwirkten wurde mit der Definition des Möbiusbandes eröffnet – das Band mit nur einer Kante und nur einer Seite. Führt man den Finger auf der äußeren Bahn, so landet man irgendwann auf der inneren Bahn und umgekehrt. Bezogen auf das Live-Hörspiel konnte das nur eines bedeuten: Zeitsprünge en masse und Handlungsstränge, die ineinander übergehen, sodass man am Ende gar nicht mehr weiß, was überhaupt abgeht – quasi wie eine kleine Gehirnwäsche.

Und im Grunde war es auch das. Im Endeffekt kann keiner von uns sagen, worum es im Hörspiel tatsächlich ging – aber irgendwie war das auch zweitrangig. Viel interessanter war es doch tatsächlich, den Sprechern beim aktiven Sprechen zuzuhören und ebenso zu sehen, wie viel Spaß ihnen dieses Stück bereitet hatte. Kurz die Augen schließen, SpongeBob, George Clooney, gar James Bond oder Walter aus dem Frauenknast vor sich zu sehen und dann doch wieder ganz woanders landen – ja das hatte es in sich. Nicht nur das – auch das Improvisieren, wenn das Mikro mal wieder ausgefallen war oder das ausgeschaltete Licht dazu führte, dass die Sprecher ihren Text nicht mehr lesen konnten, hat zu viel Vergnügen und Jubel seitens des Publikums geführt. Aus unserer Sicht – und das, obwohl wir doch nicht die allergrößten John Sinclair und Dorian Hunter Fans sind – hat es sich sehr gelohnt. Spätestens jetzt geben wir den Männern wohl nochmal eine Chance! ;)

Nochmal DANKE

Wir möchten danke sagen. Vielen Dank an all die freundlichen Menschen, die an unserem Stand waren und mit uns gequatscht haben. Wir haben viele, tolle Bekanntschaften gemacht und hatten einfach eine super Zeit in Hannover. Danke an die Blogger- und Podcastkollegen vor Ort und natürlich auch an die Organisatoren, die das alles erst möglich gemacht haben. Wir hatten wunderbare Gespräche mit den Hörspielmachern vor Ort und erfreuen uns nun über unzählige Fotos und Videos, die uns an dieses Wochenende erinnern. Es ist doch wahnsinnig zu sehen, dass es so viele Menschen gibt, die dieses Medium genauso sehr lieben wie wir. Das war sehr beeindruckend – umso mehr freuen wir uns auf das kommende Jahr, bei dem wir sehr wahrscheinlich wieder dabei sein werden!

 

Unsere Messe-Highlights

Wir haben Ivar Leon Menger getroffen sowie Timo und Benni von Die Weisse Lilie. Ja, wir sind Fangirls. Jetzt ist es raus.

 


Laura & Dominique

Die HÖRMICH haben wir dann gleich noch zum Anlass genommen, um endlich mal wieder Fotos für die kassettenbox aufzunehmen. Da wir uns anscheinend nur zu Buch- oder Hörspielmessen sehen, muss die Zeit natürlich entsprechend genutzt werden und so haben wir Fabian (bzw. Florian) von der Talker Lounge kurzerhand zum kb-Fotografen akquiriert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen oder? ODER?

Folge der Woche: Jan Tenner – Kurs auf Wega 5 (16)

Nach etlichen Wochen sind wir mal wieder im “Jan Tenner”-Universum unterwegs. Westland wird seit einiger Zeit von Leonen bedroht. Auch in der 16. Folge “Kurs auf Wega 5” spielen die riesigen, außerirdischen Gestalten eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Jan Tenner und Laura begeben sich in große Gefahr. Die Folge der 50. Kalenderwoche ist kurzweilig und spannend zugleich.


Ortung fehlgeschlagen

Die Raumüberwachung im Sonnensystem hat ein mit Überlichtgeschwindigkeit fliegendes Schiff übersehen. Leonen, riesige Gestalten mit vier Armen und Löwenkopf, sind auf der Erde unbemerkt gelandet, haben Kinder entführt und sind wieder verschwunden.

Kindesentführung durch Leonen

Professor Futura, Jan Tenner und Laura werden alarmiert, als der Sohn von Frank Newton, der Leiter des Atomkraftwerks gekidnapped wird. Sie setzen alles daran, ihn und die anderen Kinder zurück zur Erde zu bringen. Dafür benötigen sie dringend das Zeitraumschiff, um die Leonen zu verfolgen. Natürlich kann nur ein Jan Tenner dieses Schiff steuern. General Forbett (Heinz Giese) ist nicht begeistert. Als der Präsident allerdings zusagt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Wissenschaftlern das Zeitraumschiff zu überlassen.

Im Zeitraumschiff zur Sonne Wega 5

Tenner sagt, dass die Leonen kein Mittel scheuen werden, die Erde zu erobern und an das Uranvorkommen in Westland zu gelangen. Ob dieses Vorhaben mit der Entführung der Kinder zusammenhängt? Eine Verfolgungsjagd beginnt auf dem Kurs auf die Sonne Wega 5 …


Fazit

Inhalt:

Abermals werden Kinder von Aliens entführt, von riesigen Gestalten mit vier Armen und Löwenkopf, genauer: von den Leonen. Diese haben einen perfiden Plan. Sie benötigen das Uran in Westland. Die Kinder werden von ihnen als Waffe benutzt – man könnte sagen, sie wurden einer Gehirnwäsche unterzogen.

Insgesamt erscheint die 16. Folge recht simpel. Kindesentführung – Jan Tenner und Laura gehen dem Ganzen nach und können am Ende hoffentlich alles zum Guten wenden. Wenngleich die Geschichte an sich schon fast primitiv wirkt, so schafft es die Folge mit diesen Sprechern und auch der passenden Musik zu überzeugen. Ein charmanter Computer trägt seinen Teil dazu bei. Prädikat ‘hörenswert’!

Sprecherleistung:

Die Hauptfiguren Jan Tenner, Laura und Professor Futura liefern wie gewohnt eine gute Leistung ab – typisch 80er Jahre Style eben. Die Dialoge sind kurz und brechen mitunter abrupt ab. Allerdings stellt man schnell fest, dass dies ein typisches Merkmal der „Jan Tenner“-Reihe ist. General Forbett mit seiner forsch-aggressiven Art ist auch immer wieder ein Lauscher wert. Ein solcher Charakter lockert, wenngleich auf andere Weise, die Stimmung etwas auf.

Geräusche und Musik:

„Jan Tenner“ ist durch und durch 80er Jahre-Stil. Die Geräusche und auch die Musik sind oldschool – aber gerade das macht die Reihe um den Physiker Jan Tenner ja auch aus. Das Hörspiel ist super untermalt und die Klänge sind authentisch für den Verlauf der Geschichte.

Cover und Titel:

Der Titel ist gut gewählt, da er nicht zu viel oder sogar fast nichts über die Geschichte verrät. Es hätte auch alles ganz anders kommen können bei “Kurs auf Wega 5”.

Das Cover ist im typischen “Jan Tenner”-Stil gehalten. Zu sehen sind natürlich Jan Tenner selbst, seine Assistentin und Freundin Laura sowie ein blonder Junge (wir wollen ja nicht allzu viel verraten). Jan fasst sich an den Kopf und bricht zusammen. Ein Zeichen, dass er sich mal wieder in Gefahr begibt, um die Bevölkerung aus Westland zu retten.

Gesamtspiellänge:

44min13

Produktionsjahr:

1984


Lieblingszitate:

Computer: „Was ist furchtbar, Mr Tenner? Sagen Sie…“
Jan Tenner: „Aaach nein, fängt das schon wieder an. Ich rede nicht mit dir du Plapperkasten!“
Computer: „Sie sind nicht nett zu mir, Mr Tenner. Gerade habe ich mich entschlossen, Sie als meine Freunde zu betrachten und nun beleidigen Sie mich.“
Laura: „Der spricht ja, als ob er eine richtige Seele hätte. Jan, du warst wirklich sehr grob. Entschuldige dich bei ihm.“
Jan Tenner: „Was? Bist du noch zu retten, Laura? Ich soll mich bei einem Computer entschuldigen?
Computer: „Na gut, tun Sie es nicht, aber dann fliegen wir auch nicht weiter.“


Besetzung:
Erzähler Ulli Herzog
Jan Tenner Lutz Riedel
Laura Marianne Groß
Professor Futura Klaus Nägelen
General Forbett Heinz Giese
Bordcomputer Mimo Wilfried Herbst
Dorian Oliver Seligmann
Leone Gerd Holtenau
Sergeant Toby Eberhard Prüter
Sergeant Greene Joachim von Ulmann

Folge der Woche: Jan Tenner – Station der Vorzeit (27)

Ende der Sommerpause!

Willkommen zurück bei kassettenbox! :-)

Schon wieder hat uns die Lust auf die 80-er Jahre gepackt und die Ohren vollkommen verdreht. Zelebrieren wir dieses goldene Zeitalter der Hörspielkunst mit Jan Tenner – “Station der Vorzeit” – Folge 27.


Radioaktive Strahlen in Westland

Die Sicherheitskräfte von Westland sind besorgt: Eine fremde Strahlung von schwacher Radioaktivität geht um im Rockytal – eine neue Heimtücke Zweisteins oder die teuflische Hinterlassenschaft der Leonen? Statt lediglich die Symptome zu bekämpfen, wollen Jan Tenner, Laura und Professor Futura der Ursache auf den Grund gehen.

Im Höhlensystem von Rockytal

Unsere drei Helden kämpfen sich durch die Tiefen einer nassen und dunklen Tropfsteinhöhle. Je tiefer sie hinabsteigen, desto mehr frieren sie und desto weniger scheinen sie in Erfahrung zu bringen. Werden sie sich für immer verirren? Der Geigerzähler schlägt immer weiter aus und führt die neugierigen Freunde noch tiefer ins Höhlensystem.

Fangarme mit Folgen

Der Geigerzähler überschlägt sich, ein greller Lichtschein blendet unsere Freunde bis plötzlich die geheimnisvolle Felswand aufbricht und dahinter gefährliche schlangenartige Kreaturen zum Vorschein kommen, die sich immer weiter durch die Felswand schieben. Ein Entkommen erscheint aussichtslos, da der Boden viel zu glitschig ist. In letzter Sekunde können die drei noch einen Notruf an General Forbett absetzen, der jedoch abrupt abreißt, als die Funkverbindung zusammenbricht.

In Sekundenschnelle schnappen stählerne Fangarme nach unseren drei Freunden und zerren sie mit sich durch den Felsspalt, noch tiefer hinab ins Stollensystem. Jan Tenner, Laura und Professor Futura stecken in der Klemme, sie können sich aus der Umklammerung der fiesen Tentakeln, die ihnen die Luft wegschnüren, nicht mehr befreien. Das gleißende Licht blendet sie so stark, dass sie jegliche Orientierung verloren haben.


Fazit

Inhalt:

Radioaktivität bestimmt mehr denn je unseren Alltag. In vielen Teilen der Erde herrschen gefährliche Strahlungen vor, die die Grenzwerte bei weitem überschreiten. “Station der Vorzeit” ist also aktueller denn je. Die Folge ist viel ernster als wir es sonst bei Jan Tenner gewohnt sind. Die Prise Ernsthaftigkeit tut dem Hörspiel sehr gut. Das gefällt uns – Daumen hoch! Ein weiterer Pluspunkt ist, dass diesmal ein unbekannter Antagonist auftritt. “Station der Vorzeit” hebt sich handwerklich von vorangegangenen Folgen ab.

Sprecherleistung:

Die Sprecherleistung ist wie gewohnt solide. Der sonst so lässige Jan Tenner hat in Anbetracht der ernsten Gefahr nicht mehr so viel zu lachen. Professor Futura nimmt eine Schlüsselrolle ein, sowohl in der Handlung durch seine fachliche Expertise, als auch durch die größeren Sprechanteile.

Geräusche-Umsetzung:

“Station der Vorzeit” ist ein Ohrenschmaus. Die Geräusche sind authentisch und wunderbar zusammengemischt.

Cover und Titel:

Das Cover ist liebevoll gestaltet. Die Roboter mit den Greifarmen erinnern an R2D2 aus Stars Wars – das ist ein netter Wiedererkennungseffekt. Der Titel macht Lust auf mehr und trifft es inhaltlich auf den Punkt.

Gesamtspiellänge:

36min23

Produktionsjahr:

1985


Lieblingszitat:

Prof. Futura: “Ich hatte Ihnen geraten, sich wärmer anzuziehen, Laura. Aber Sie wollten ja nicht auf mich hören …”
Jan Tenner: “… die weibliche Eitelkeit, Professor Futura.”


Besetzung:
Erzähler Ulli Herzog
Jan Tenner Lutz Riedel
Laura Marianne Groß
Prof. Futura Klaus Nägelen
General Forbett Heinz Giese
Sergeant Cooper Helmut Gauß
Einheit 7 Joachim v. Ulmann

Folge der Woche: Jan Tenner – Gefahr aus dem All (4)

Ein neugieriger Blick in unsere kassettenbox erfreut uns heute mit einer neuen Folge Jan Tenner. Kassettendeck auf für Folge 4: “Gefahr aus dem All”!


UFO in Westland

In Westland herrscht mal wieder Ausnahmezustand. Im Kontrollturm, der für die Überwachung der Luft zuständig ist, ereignet sich Sonderbares: Ein unbekanntes Flugobjekt befindet sich in Sektor 3-Blau und steuert direkt auf Westland zu – auf gesperrtem Landekurs! Es durchstößt die Energiefeldabsicherung. Es kommt zu einer Bruchlandung.

Entführung mit Folgen

Offizier Pentriss (Kurt-Otto Fritsch), der für die Abwehr fremder Flugobjekte verantwortlich ist, verschwindet daraufhin spurlos. Der ohnehin schon dauernervöse und zu Cholerik neigende General Forbett (Heinz Giese) ist äußerst besorgt. Schnell sind die Entführer ausfindig gemacht: Außerirdische Kräfte könnten Pentriss zwingen, das neue Abwehrsystem von Westland zu verraten.

Ein unsichtbarer Jan Tenner

Um sich vor der Gefahr aus dem All zu schützen, schmieden Jan Tenner und Professor Futura gemeinsam mit Laura einen außergewöhnlichen Plan. Mithilfe ihres im Labor entwickelten Serums kann man sich für eine gewisse Zeit unsichtbar machen. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen!


Kurzfazit

Inhalt:

In unseren Ohren ist “Gefahr aus dem All” eine der besten “früheren” Jan Tenner-Folgen. In der vierten Folge werden die Eckpfeiler für die komplette Rahmenhandlung gelegt. Folge 4 ist ein Muss, wenn man die Figur des Jan Tenner innerhalb des gesamten Serien-Universums verstehen möchte: Die Invasoren, die sich in dieser Folge in der Gestalt von Robotern zeigen, sind nämlich (Achtung: Spoiler!) die hassgeliebten Leonen.

Der Austausch von Tanja durch Laura wird sich in den späteren Folgen massiv auswirken. Laura agiert deutlich erwachsener und tritt gegenüber Jan sehr viel offensiver auf. Zwischen den beiden knistert es regelrecht. Als zum ersten Mal das Unsichtbarkeitsserum injiziert werden soll, kommt es direkt zu merkwürdig freizügigen Situationen zwischen Jan Tenner und Laura. Skurrile Situationen gibt es in Jan Tenner zuhauf; Lacher für groß und klein sind vorprogrammiert.

Sprecherleistung:

Laura (Marianne Groß) ist eine absolute Bereicherung für die Serie. Professor Futuras vorherige Assistentin Tanja (Christina Schell) wirkte leider im Vergleich zur Sprecherin von Laura etwas spröde. Wir sagen: Daumen hoch!

Geräusche-Umsetzung:

Die Geräusche-Umsetzung ist wie immer gelungen. Jan Tenner lebt von der 80er Jahre Musik zwischen den einzelnen Sequenzen bzw. Kapiteln. Die Geräusche sind ansonsten gekennzeichnet durch eine ordentliche Portion Krawall und Action. Spitzen Unterhaltungswert. Kultig!

Gesamtspiellänge:

43min40


Lieblingszitat(e):

Jan Tenner: “Ach, Professor Futura. Sie haben mich sicherlich nicht nur gerufen, um mir Ihre neue Assistentin vorzustellen.” [Prof. Futura verschmitzt schmunzelnd] – “Obwohl sie Grund genug wäre, Sie zu besuchen!”
Jan Tenner, unser Charmeur vom Dienst!

Jan Tenner: “Haben Sie keine Angst vor einem unsichtbaren Mann?”
Laura (selbstsicher): “Überhaupt nicht. Das wird bei Ihnen nicht anders sein, als bei anderen Männern …”
Jan Tenner: “Tatsächlich?!”
Laura: “Allerdings – aus den Augen, aus dem Sinn!”
Laura lässt sich niemals aus der Ruhe bringen, auch nicht von Jan Tenners lockeren Sprüchen. Das finden wir äußerst sympathisch!

General Forbett (nervös): “WO ist Tenner? Er spricht über Lautsprecher mit uns, nicht wahr?”
Jan Tenner (unsichtbar): “Keineswegs. Ich stehe direkt neben Ihnen.”
General Forbett: “Reden Sie keinen Unsinn. Dann würde ich Sie ja sehen. Was ist das für ein technischer Trick, mit dem Sie die Stimme mitten in den Raum zaubern, Professor?!”
Aus der digitalen Brille von heute finden wir solche Aussagen einfach herrlich.

Laura: “Ich ziehe mich nur eben aus, dann können wir losgehen.”
kassettenbox feiert aus dem Kontext gerissene Zitate!


Besetzung:
Erzähler Ulli Herzog
Jan Tenner Lutz Riedel
Laura Marianne Groß
Prof. Futura Klaus Nägelen
General Forbett Heinz Giese
Pentriss Kurt-Otto Fritsch
Fontbainer Lothar Hinze
Funker Joachim Pukaß
Mailer Manfred Schuster
Larkota Buddy Elias
Hendriks Joachim von Ulmann
Tom Tobias Pagel

Folge der Woche: Jan Tenner – Der wahnsinnige Professor (10)

Jan Tenner, die kultige Hörspielserie aus den 80ern, hat es uns angetan. Der Griff in unsere kassettenbox spielte uns diese Woche wieder eine fabelhafte Folge aus dem fiktiven Staat Westland in die Hände. Kassettenspieler auf für Folge 10: Jan Tenner – “Der wahnsinnige Professor”.


Leonen & ein entführter Futura

Bei Professor Futura (Klaus Nägelen) und General Forbett (Heinz Giese) herrscht höchste Wachsamkeit: Die Leonen, geheimnisvolle, kriegerische Außerirdische, bedrohen Westland und die Erde. Tagtäglich ist damit zu rechnen, dass die Leonen erneut Westland angreifen. Jan Tenner (Lutz Riedel) und Laura (Marianne Groß) verbringen indes einen entspannten Tag am Strand, als Forbett mit einem Helikopter die friedliche Idylle dieses sonnigen Tages zerstört. Und als wäre das noch nicht genug: Professor Futura ist von Unbekannten entführt und alle Vorräte seines berühtem Serums sind gestohlen worden.

Professor Zweistein und prähistorische Ungeheuer

Professor Futuras Entführung versetzt General Forbett, Jan Tenner und Laura in große Sorge. Direkt fällt der Verdacht auf die feindliche außerirdische Rasse, die Leonen. Per Radio (sehr stilvoll, wenn ihr uns fragt!) meldet sich schließlich ein gewisser Professor Zweistein. Für die Freilassung von Futura fordet er – mal soeben – die Herrschaft über ganz Westland. Komme man seiner Forderung nicht nach, würden gigantische Saurier die Stadt in Kraut und Rüben zerlegen.

Jan Tenner – Surfer und Held in einem?

Forbett und Tenner sind nicht gewillt auf die Forderungen des wahnsinnigen Professors einzugehen. Es muss schnell eine andere Lösung gefunden werden, um die Gefahr zu bannen. Doch damit haben sie die Rechnung ohne Professor Zweistein gemacht. Während alle noch auf den neuesten Leonen-Angriff warten, geschieht das Unfassbare. Riesige Saurier – das Werk des wahnsinnigen Professors Zweistein – greifen an und versetzen das Land in Angst und Schrecken. Jan Tenner scheint vor einer seiner schwersten Aufgaben zu stehen.


Kurzfazit

Inhalt:

“Der wahnsinnige Professor”, Folge 10 in der Jan Tenner-Chronologie ist eine Folge aus dem Leonen-Zyklus – diesmal jedoch ganz ohne Leonen! Das garantiert Abwechslung, da wir es mit einem neuen menschlichen Gegenspieler zu tun bekommen, der eine große Bedrohung für Westland und seine Bewohner darstellt. “Der wahnsinnige Professor” ist eine ziemlich unvorhersehbare Folge mit einigen interessanten Ideen, die frischen Wind reinbringen. Diesmal ist Jan Tenner fast vollkommen auf sich allein gestellt, da er ohne die Hilfe von Futura, seinem Mentor, auskommen muss. Das macht ihn ziemlich erwachsen! Professor Zweistein ist nämlich ein Gegner, der es in sich hat …

Sprecherleistung:

Groß-ar-ti-ge Sprecherleistung! Dass die Folge inhaltlich so toppen kann, dafür sind die Hauptsprecher der Serie – Lutz Riedel alias Jan Tenner und Marianne Groß alias Laura entscheidend mitverantwortlich. Die beiden sind einfach ein eingespieltes Team; es macht Spaß zuzuhören, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Zu den beiden gesellt sich Heinz Giese alias General Forbett sowie Klaus Nägelen alias Professor Futura. Den neuen Gegenspieler Professor Zweistein verkörpert Klaus Miedel mit seiner wunderbar-schaurigen Stimme und seiner grässlichen Hexenlache. Die Stimme bleibt unvergessen, weil sie so unglaublich creepy daherkommt. Professor Zweistein ist wirklich wahn-sin-nig! (Hitchcocks “Psycho” lässt grüßen …!)

Alles in allem: “Der wahnsinnige Professor” macht Spaß und bietet spannungsgeladene und abwechslungsreiche Unterhaltung mit sympathischen Akteuren und einer ordentlichen Portion Humor (siehe Lieblingszitate).

Geräusche-Umsetzung:

Die akustische Untermalung bietet die gewohnten, beschaulichen Klänge. Solide Umsetzung!

Gesamtspiellänge:

43min07


Lieblingszitat(e):

Ein Hubschrauber kreist über Jan Tenner und Laura, während die beiden surfen.
Laura: “Oh nein! Dann ist es aus mit unserem freien Tag. Das ist eine von Forbetts Maschinen.”
Jan Tenner: “Vielleicht möchte der General dich nur mal im Badeanzug sehen …”

Jan Tenner: “Hallo General! Packen Sie Ihre Badehose aus und springen Sie!”

General Forbett: “Beeilen sie sich schon. Abtrocknen und anziehen können sie sich später.”
Trotz der ernsthaften Lage lässt einen diese Aussage ziemlich schmunzeln. Warum auch nicht: Jan und Laura können ja auch völlig nass und durchgefroren in den Hubschrauber steigen.

Laura: “Zweistein … Zweistein? Ich kenne nur einen Einstein!”
General Forbett: “Offenbar hält sich dieser Zweistein für doppelt so schlau wie Einstein.”

Jan Tenner: “Kommt Sturm, kommt Schnee – egal, wir reiten auf der See.”
General Forbett: “Jetzt dichtet er auch noch. Was kann der eigentlich nicht?!”
Laura (kichernd): “Küssen, General!”
Jan Tenner: “Waaaaaaas?! Na warte! Das werden wir doch gleich mal feststellen, wenn wir endlich – ENDLICH MAL – allein sind …”

Der Humor ist bei Jan Tenner stets subtil gestreut!


Besetzung:
Erzähler Ulli Herzog
Jan Tenner Lutz Riedel
Laura Marianne Groß
Prof. Futura Klaus Nägelen
General Forbett Heinz Giese
Prof. Zweistein Klaus Miedel
Jenny Sabine Thiessler
Leibwächter Otto Czarski
2. Leibwächter Manfred Schuster
Mike Ulrich Matthes
Sheriff Johnston Alexander Herzog
Posten Till Hagen