#8 Monster-Woche: Wer hat Angst vor dem Monster?

Noch … 1 Tag!

FAZ: "Wer hat Angst vor dem Monster?" (2015

FAZ: “Wer hat Angst vor dem Monster?” (2015)

“Menschen brauchen Monster”, so titelte die Fankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) im Sommer 2015 auf ihren Politik-Seiten. Und in der Tat ist die Beschäftigung mit Monstern aus kulturgeschichtlicher Sicht kein neues Phänomen. Schon seit Urzeiten entwickelt der Mensch Ungeheuer, Fabelwesen, groteske Figuren und hässliche Fratzen. Er braucht sie, um sich selbst zu verstehen und davon abzugrenzen. Denn über Monster kann man vieles lernen. Wieso? Das verraten wir dir heute!

Eine Reise ins Mittelalter

Um sich das Monster, das in Amy Cody (Helen Blaschke) schlummert, besser vorzustellen, wagen wir eine kleine Reise in Mittelalter. Denn hier sind die ersten Monster bildlich dokumentiert. Auch ohne Experte für mittelalterliche Monster zu sein, fällt uns eines sofort ins Auge: Die ersten Monster sahen aus wie unser Alf: Alf kann sprechen, hat einen ähnlichen Körperbau wie ein Mensch, obwohl die Nase bedeutend größer ist als bei einem “Durchschnittsmenschen”. Was ist anders? Er ist super haarig, verspeist liebend gerne Katzen und ist vergleichsweise klein.

Mit wenigen Ausnahmen waren mittelalterliche Monster in vielerlei Hinsicht dem Menschen unterlegen. Sei es durch ihre Kleidung, ihre Zivilisation, ihr Hab und Gut oder ihr Dach über dem Kopf. Und überhaupt nahmen sie ganz komische Nahrung zu sich, ihre Körper waren auf die eine oder andere Art beeinträchtigt. Monster waren deshalb auch nicht bedrohlich, eher bemitleidenswert, hatten aber stets etwas Menschliches an sich. Aus diesem Grund wurden Drachen oder andere monströse Tiere auch nicht als Monster bezeichnet. Monster brauchte man damals zur identitätsstiftenden Abgrenzung, um sich als Europäer zu definieren und vom Fremden, Nebulösen abzugrenzen.

Ist Alf wirklich ein Monster?

Stellt ihr euch so ein echtes Monster vor? Wie Alf? Wir nicht! Heutzutage denken wir bei Monstern eher an fiese Zähne und fette Krallen, kurzum: an das zutiefst Böse! Die Menschengestalt ist heute vollkommen verschwunden. Heißt das, wir haben zu wenig Kontakt mit dem Monströsen an uns selbst? Uns behagt die Vorstellung von Alf auf jeden Fall um einiges mehr, als die Vorstellung, dass die Tochter des Sheriffs von einem gruseligen Monster befallen ist. Denn: Auch wenn Alfs Verhalten zweifelsohne in vielerlei Hinsicht vom “normalen Menschen” abweicht, hat er dennoch eine hochentwickelte Intelligenz und ist dazu eigentlich noch liebenswert. Nur sein Umgang mit anderer Leute Kreditkarten kann uns allen als abschreckendes Beispiel dienen! :-)


kb-Tipp: Möchtest du mehr über die Ursprünge von Monstern erfahren? Dann empfehlen wir dir das Interview mit Rudolf Simek, dem Experten für mittelalterliche Monster. Wir haben es oben für dich verlinkt.

Übrigens: Andreas Fröhlich spricht das Monster in “Monster 1983” und fühlt sich damit ganz wohl, wie folgendes Statement zeigt:

Das Monster in 1983 zu sprechen, ist natürlich eine tolle Herausforderung, weil “Das Böse” an sich liegt mir sehr – stimmlich auf jeden Fall.

Andreas Fröhlich, Monster 1983 – Staffel 2: Ein Blick ins Studio, YouTube-Video vom 04.11.2016

#7 Monster-Woche: Making-of zur 3. Staffel

Noch … 2 Tage!

Ein ganzes Hörspiel entsteht nicht innerhalb eines Tages. Auch wenn es auf den letzten Drücker zeitlich knapp wird, Nachtschichten eingelegt werden müssen und das Skript nochmal auf links gedreht wird, ist ein Hörspiel in der Regel von A bis Z durchgeplant. Aber das wäre viel zu langweilig, wenn alles nach Plan liefe, denn Zeitpläne sind aber da, um durchkreuzt zu werden. Wir haben einen Blick in Ivar Leon Mengers Produktionstagebuch geworfen.

kb-Tipp: Im digitalen Produktionstagebuch erhältst du einen Eindruck von Ivars Regiearbeit im Studio.


Alles beginnt am 14. November 2016, denn an diesem Tag verkündet Audible offiziell das GO zur 3. Staffel von “Monster 1983”. Das war der Startschuss für Ivar Leon Menger und seine beiden Co-Autoren Anette Strohmeyer und Raimon Weber, ab Januar 2017 richtig durchzustarten und mit der Entwicklung der finalen Staffel zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar: An Halloween 2017 sollte die 3. Staffel erscheinen, das bedeutete für die Fans, noch ein gutes Jahr Wartezeit.

Ich weiß, das klingt nach verdammt laaaanger Zeit, aber das Serienende, beziehungsweise die letzten zehn Folgen müssen noch erdacht, geschrieben, aufgenommen, geschnitten, vertont und komponiert werden. Das ist viel Arbeit und braucht leider seine Zeit.

Statement von Iver Leon Menger, 16. Dezember 2016 (hier gelangst du zum Artikel):

Monster 1983 - AudibleIm März 2017 kommt schließlich der Stein ins Rollen, denn Ivar Leon Menger, Anette Strohmayer und Raimon Weber veranstalten ein Autorentreffen im beschaulichen Darmstadt. Das Autoren-Trio verbringt drei Tage und zwei kurze Nächte, um sämtliche Szenen für die 3. Staffel von “Monster 1983” zu konzipieren. Schlussendlich sind alle zufrieden und geben ihren Hörern ein monstermäßiges Versprechen: “Keine Sorge, es wird böse!”

Autorentreffen mit Ivar Leon Menger, Anette Strohmayer und Raimon Weber

© Ivar Leon Menger Autorentreffen in Darmstadt: drei lange Tage, zwei kurze Nächte.

Ein folgenschwerer Entschluss

Wir schreiben Ende März 2017. In seinem Stammcafé halten Ivar alle schon für verrückt, denn der Autor und Regisseur von “Monster 1983” spricht seine Dialoge immer laut mit, um gedanklich so tief wie möglich in eine Szene einzutauchen. Am 27. März schreibt Ivar: “Ich vergesse alles um mich herum. Blöd nur, wenn man dabei vergisst, dass man in einem Café sitzt. Alle starren mich an und jemand tuschelt: ‘Ah, der ist er wieder, der irre Typ mit den multiplen Persönlichkeiten!'” Damit ist der Entschluss gefasst und Ivar geht zum Schreiben wieder in den Wald …

Bitte nicht stören!

Am 28. März verabschiedet sich Ivar für vier Tage in ein Hotelzimmer im Wald, Digital Detox inklsive. Um die Bewohner von Harmony Bay zu retten, taucht Ivar komplett ab und hinterlässt noch ein letztes starkes Bild vom Waldrand.

30 Tage Berlin

Am Montag, den 22. Mai, beginnen die Aufnahmen zur 3. Staffel von “Monster 1983″in Berlin-Kreuzberg. Erwartet wird die bekannte Sprecherriege aus den ersten beiden Staffeln, aber auch viele neue Sprecher werden dem Tonstudio von Tonmeister Tommi Schneefuß (Sound of Snow) einen Besuch abstatten. Hier kannst du dir ein Bild von den Sprechern hinter der 3. Staffel von “Monster 1983” machen. Nach einem vierwöchigen Aufnahmemarathon, etlichen Stunden Schnittmaterial, viel Kaffee und Kuchen, herzhaften Lachern und gruseligen Momenten, trennen sich die vielen Wege der Sprecher, des Tonakrobaten und Autors/Regisseurs Ivar Leon Menger:

Tommi Schneefuß und Ivar Leon Menger

© Ivar Leon Menger Tonmeister Tommi Schneefuß und Autor/Regisseur Ivar Leon Menger.

Tommi und ich bedanken uns ganz herzlich bei allen SchauspielerInnen, die mit uns die letzten vier Wochen im Studio gearbeitet haben. Ihr wart alle monstermäßig gut! Nur durch euch klingt Harmony Bay so harmonisch und vertraut, als würde man nach Hause kommen. Danke auch an euch, liebe Facebook-Freunde, dass ihr unsere Arbeit so fleißig kommentiert, geliked und geteilt habt. Ich bin wirklich überwältigt von eurer Begeisterung! Wir geben unser Bestes, damit ihr auch mit der finalen Staffel zufrieden seid. Jetzt geht’s erstmal wieder nach Hause – ein paar Tage entspannen und durchatmen, dann beginnt der Schnitt der zehn Folgen.

Ein Abschiedsgruß für Fans
Ein Teil von "Monster 1983".

© Audible Ein Teil von “Monster 1983”.

Ende Juli ruft Ivar dazu auf, sich als Hörer stimmlich auf der 3. Staffel zu verewigen. Mit einer Sprach- oder Videoaufnahme können die Fans erzählen, welche ihre Lieblingsszene bei “Monster 1983” war oder wer ihre absolute Lieblingsfigur ist und warum. Angefragt werden auch die gruseligsten Stellen, die Tränen- oder Lachmomente. Mehrere 30-Sekunden-Aufnahmen bilden den finalen “Hiddentrack” für die 3. Staffel. Ein würdiger Abschluss für die Staffel – wir sind gespannt! :-)

Monster in the Mix

Etliche Wochen vergehen, in denen an der Audiospur getüffelt wird und – Mückenpisse! – am 13. Oktober 2017 ist das Werk vollendet und der letzte Feinschliff mit Produzent Tommi Schneefuß und Komponist Ynie Ray getan. Doch ehe du nun digitale Tränen vergießt, musst du jetzt stark sein und die 3. Staffel in vollen Zügen genießen.

In zwei Tagen ist es schließlich soweit! :-)


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag haben wir die Fotos mit freundlicher Genehming von Ivar Leon Menger zur Verfügung gestellt bekommen. Wir erheben keinen Anspruch auf Einhaltung einer chronologischen Vollstänigkeit. Die Zusammenstellung wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.

© Ivar Leon Menger / www.ivarleonmenger.de/produktionstagebuch-berlin

#5 Monster-Woche: Spoiler 3. Staffel

Noch … 4 Tage!

Die Frage aller Fragen ist doch: Was geschieht eigentlich in Staffel 3? Jeder macht sich so seine Gedanken – vor allem nach dem Cliffhanger in Staffel 2. Was wird aus Amy? Was wird aus dem Nachtmahr? Wird sich der Nachtmahr weiter verbreiten? Und überhaupt: Wird Harmony Bay jemals wieder seinen idyllischen und beschaulichen Charakter wiederfinden, nachdem, was in Staffel 1 und 2 geschehen ist? Viel können wir nicht verraten, wir haben die 3. Staffel schließlich auch noch nicht gehört. Aber einiges können wir doch schon vorweg nehmen. Wer nicht gespoilert werden möchte, der sollte spätestens jetzt und hier aufhören zu lesen.

[Achtung Spoiler!]

Ein paar Hinweise, was in Staffel 3 passiert …
  • Es wird viel Spannung und Action und vor allem Grusel versprochen: Es wird böse – sehr böse! Und genau so soll es auch sein. Wir haben es hier schließlich nicht nur mit einer weiteren Staffel Monster 1983 zu tun. Wir haben es hier mit dem Staffel-Finale zu tun und da sollte mindestens eine Schippe drauf gelegt werden, wenn das überhaupt möglich ist. ;)
  • Es wird in Staffel 3 wohl einige neue Charaktere geben.
  • Taylor arbeitet nicht mehr als Deputy, sondern bei der Regierung. Was es wohl damit auf sich hat?
  • Cody trifft die Tatsache, dass in seiner Tochter ein Nachtmahr schlummert, sehr hart, er geht daran zugrunde und ertränkt seine Ausweglosigkeit im Alkohol.
  • Es kracht zwischen Cody und Taylor erstmals – es entstehen Konflikte, die in Staffel 1 und 2 noch nicht denkbar gewesen wären.
  • Zitat Ivar Leon Menger: “Es gibt Liebe, es gibt Streit, Angst, man kann lachen, wie eigentlich bei den ersten beiden auch – nur alles eine Nuance dunkler”
  • Man munkelt, dass Ivar Leon Menger alle Charaktere sterben lassen möchte – ob es tatsächlich so weit kommt… ? Wir hoffen selbstverständlich nicht, denn den ein oder anderen Charakter haben wir sehr ins Herz geschlossen.

Monster 1983 - Blick ins Studio

Wenn das mal nicht aufregend ist und noch viel neugieriger auf die kommende Staffel macht? Es wird im Monster 1983-Finale also so richtig krachen!

#4 Monster-Woche: Interview mit Anette Strohmayer und Raimon Weber

Noch … 5 Tage!

Die beiden Co-Autoren von “Monster 1983” haben der kassettenbox einen Besuch abgestattet. Das Interview kannst Du hier in voller Länge nachlesen. Viel Spaß!

Die 3. Staffel von Monster 1983 steht in den Startlöchern: Worauf freut ihr Euch am meisten?

Anette Strohmayer: Wie bestimmte Szenen (welche darf ich noch nicht verraten!) umgesetzt werden von den Sprechern und in der gesamten Inszenierung. Es wird ja diesmal viel Action geben. Und ich bin tierisch gespannt darauf, wie die Hörer unser Finale finden werden.

Raimon Weber: Ich verrate mal soviel: Ich liebe klaustrophobische Szenarien. Da kam mir eine Insel ganz recht.

Gibt es irgendeine Entwicklung aus Staffel 1 und 2, die ihr gerne ungeschehen machen wolltet oder im Nachhinein anders gelöst hättet?

Anette Strohmayer: Na ja, eigentlich gibt es nichts, was ich im Nachhinein als nicht gelungen erachte. Ich finde, jede Figur und jeder Handlungstrag hat etwas für sich. Über das Ende beziehungsweise den Cliffhanger in Staffel 1 könnte man diskutieren. Den würde ich heute vielleicht nicht ganz so krass ansetzen. Andererseits arbeiten die meisten US-Serien auch damit.

Welchen Charakter aus dem “Monster 1983”-Universum habt ihr so richtig ins Herz geschlossen und warum?

Anette Strohmayer: Ach, da gibt es einige. Als Erstes ist da allerdings Landers. Der wird so toll von Ekki Belle gesprochen, dass man ihn einfach liebhaben muss. Für mich ist er der heimliche Held der Geschichte. Dann kommt bei mir Bacon, der ist auch richtig klasse. Ich mag auch den Reverend, selbst wenn er ein schrulliger Charakter ist. Den Vertreter Dexter Loman mag ich auch. Nicht, weil er so nett ist, sondern weil der so genial gut gesprochen wird. Da fällt mir noch etwas zur zweiten Frage ein: Vielleicht hätten wir den einen oder anderen Charakter nicht so schnell hoppsgehen lassen sollen. So wie den besagten Loman. Der hatte viel mehr Potential.

Raimon Weber: In Bezug auf Landers kann ich Anette nur zustimmen. Diese Figur macht eine interessante und sympathische Entwicklung durch. Mein Herz schlägt immer für die „einfachen“ Leute, die, wenn es darauf ankommt, über sich hinauswachsen. Wie Mike, der Mechaniker, oder die fürsorgliche Lucy aus Nero’s Diner. Da würde ich mich doch gern an die Theke setzen und bei ihr einen Hamburger mit extra Zwiebeln bestellen. Für einen Autor hat das Böse natürlich einen besonderen Reiz. Ohne einen richtigen Fiesling funktioniert es nicht. Bürgermeister White! Ich hasse dich! Aber gleichzeitig brauchen wir dich und deine Schergen unbedingt.

Was macht in Euren Augen die Monster-Reihe eigentlich so besonders?
Anette Strohmayer

Anette Strohmayer: “Allein im dunklen Wald ist für mich das Schlimmste.”

Anette Strohmayer: Hmm, besonders … Besonders ist vielleicht das Interesse der Hörerschaft an den 80er Jahren. Und besonders finde ich den Zufall, dass “Monster 1983” und “Stranger Things” als Idee beinahe gleichzeitig entstanden sind. Das ist das beste Beispiel dafür, dass Ideen unabhängig voneinander irgendwo auf der Welt entstehen können. Dass die Zeit sozusagen reif war für ein solches Genre. Besonders ist vielleicht auch noch, dass wir Harmony Bay mit wirklich vielen Einwohnern bestücken durften. Dass wir die Spielzeit und die Sprecher bekommen haben, um ein solches Universum aufbauen zu können. Wir haben es Audible zu verdanken, dass wir ein Hörspiel wie eine TV-Serie erzählen durften, was es möglich macht, die Charaktere tiefgründiger anzulegen. Das macht, denke ich, den Reiz von “Monster 1983” aus, dass die Charaktere wirklich leben.

Wie definiert ihr Eure Rolle aus Co-Autoren? Seid ihr für bestimmte Handlungsstränge verantwortlich?

Anette Strohmayer: Nein, jeder hatte seine Folgen, dabei haben sich die Handlungsstränge durchaus überschnitten. Da wir aber vorher gemeinsam alle Figuren und Szenen bis ins Detail geplant hatten, wusste jeder, wo er ansetzen und weitermachen konnte. Natürlich hat Ivar am Ende dem Ganzen einen letzten Schliff gegeben und das Wording überprüft. Das heißt, ob auch alle Figuren immer die gleiche Sprache benutzen. Alles in allem war es eine super Zusammenarbeit, weil wir drei einfach auf derselben Welle schwimmen und im Kopf oft dieselben Bilder hatten. Wobei jeder schon so seine Besonderheiten mit in den Text gebracht hat.

Raimon Weber: Es ist eine großartige, dreiköpfige Teamarbeit. Ein Glück, dass wir uns getroffen haben und so gut ergänzen. Anette schreibt manchmal so herrlich böse Sachen, während ich dann mal meinen Hang zum Skurrilen freilassen kann. Und Ivar passt auf, dass wir nicht komplett aus dem Ruder laufen. ;-)

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wie arbeitet es sich so mit Ivar Leon Menger zusammen? Wie würdet ihr ihn beschreiben?

Anette Strohmayer: Ivar ist ein unglaublich impulsiver und kreativer Mensch, der es schafft, auch in anderen die Flamme der Begeisterung zu entfachen. Das ist sehr mitreißend. Eine Eigenschaft, die man als Headautor haben muss. Er hat uns die beste Arbeitsatmosphäre geboten und es hat riesigen Spaß gemacht, mit ihm und auch mit Raimon zusammenzuarbeiten. Wir sind einfach ein klasse Team.

Raimon Weber: Anette hat es auf den Punkt gebracht. Hinzufügen möchte ich, dass Ivar auch immer für hervorragende Verpflegung gesorgt hat. Hessische Küche … Schmatz!

Hört ihr privat eigentlich auch Hörspiele? Wenn ja, was könntet ihr unseren Lesern empfehlen?

Anette Strohmayer: Klar, ich bin ein Kassettenkind. Mochte damals lieber Hörspiele hören als ein Buch lesen, was meine Eltern zur Verzweiflung gebracht hat. Meine Highlights damals wie heute sind “Die drei ???”, “TKKG” (ja, ich geb’s zu), “Fünf Freunde”. Von dem Trichter bin ich auch nie runtergekommen. Es gibt aber auch ein paar neuere, die mich gefesselt haben: “Darkside Park”, “Das Lufer Haus”, “Der Prinzessin”. Dazu kommen diverse Hörbücher.

Raimon Weber

Raimon Weber fasziniert “Das Böse”.

Raimon Weber: Ich war in meiner Kindheit und Jugend eher der Bücherwurm. Aber die klassische Kinderliteratur habe ich komplett ausgelassen, nachdem man mir ein „altersgerechtes“ Buch geschenkt hatte, in dem eine drollige Kinderbande samt Terrier einen Bonbondieb überführte. Gähn! Zum Glück konnte ich mich dank unserer erstklassigen Stadtbibliothek schnell Themen wie finsteres Mittelalter, Pestilenz und Katastrophen zuwenden. Wir besaßen aber auch ein paar Schallplatten mit Märchenhörspielen. Ich erinnere mich noch an Rotkäppchen, mit dem legendären Hans Paetsch als Erzähler. Allerdings fiel es mir schon im Alter von sieben Jahren schwer, daran zu glauben, dass der Wolf einfach weiterpennt, während man ihm den Bauch aufschneidet, Rotkäppchen und Oma rausholt und durch Wackersteine ersetzt. Als Jugendlicher, und auch noch heute, verehrte ich den englischen Autor John Christopher. Ich besitze alle seine Werke. Daher empfehle ich die Hörbuch-Version der “Tripods”-Trilogie. Ein Klassiker!

Und zu guter Letzt noch die entscheidende Frage: Macht Euch „das Böse“ Angst?

Anette Strohmayer: Ich bin der totale Schisser im Dunkeln. Das springt bei mir sofort das Kopfkino an. Allein im dunklen Wald ist für mich das Schlimmste. Aber diese Angst ist eher unbestimmt. Böse Menschen machen mir hingegen keine Angst. Das „Böse“ an sich finde ich auch eher faszinierend. Liegt vermutlich daran, dass ich noch nie etwas wirklich Bösem begegnet bin. Gott sei Dank.

Raimon Weber: Die Recherche für meine Krimis machte mich mit den Abgründen der menschlichen Psyche vertraut. Ich sprach mit Serientätern, jenen, die sie jagten und den Spezialisten der Gerichtsmedizin. Daher bin ich davon überzeugt, dass das Böse überall und in jeder noch so harmlos wirkenden Person lauern kann. Angst macht mir das nicht, aber ich lasse eine gewisse Vorsicht walten. Passt immer gut auf euch auf …!

Liebe Anette, lieber Raimon, wir danken Euch herzlich für dieses Gespräch.

 

#1 Monster-Woche: Ein kb-spezial

Noch … 8 Tage!

In ziemlich genau acht Tagen erscheint die 3. Staffel der Hörspielreihe “Monster 1983”. An Halloween ist es also endlich soweit! Genau wie die Jahre zuvor, erscheint auch in diesem Jahr am 31.10. die neue Staffel und damit das große Finale der Reihe.

Wir sind große Fans und veranstalten für diesen Anlass daher ein kb-spezial: Die Monster-Woche. An jedem der nächsten 8 Tage erwartet dich ein Spezial-Beitrag zum Thema “Monster 1983”. Mehr wollen wir an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten.

Monster 1983 Staffel 3

Da es sich bei diesem kb-spezial um eine große Sache handelt – zumindest für uns – haben wir für dich natürlich auch ein Gewinnspiel vorbereitet. Die Gewinner werden am 31.10. bei unserer Verlosung bekanntgegeben.

Beantworte uns einfach folgende Frage:

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Gewinnspielfrage:

Wer spricht den Nachtmahr (das Monster) in Monster 1983?

Du hast die Chance auf einen von 3 Gewinnen:

1. “Monster 1983”-CD Staffel 1, Tag 1-5, bereitgestellt von Lübbe Audio (an dieser Stelle herzlichen Dank!)

2. Jutebeutel mit dem kassettenbox-Banner (sehr fancy und eigenfinanziert ;-) )

3. Audible-Code, mit dem du dir ein Hörspiel deiner Wahl aussuchen kannst, bereitgestellt von Audible (an dieser Stelle herzlichen Dank!)

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Um teilzunehmen, musst du lediglich:

  • diesen Blogbeitrag kommentieren,
  • uns eine E-Mail an wir@kassettenbox.de schreiben oder
  • uns über die Sozialen Medien (via Facebook, Instagram oder Twitter) kontakteren oder dort auf das Gewinnspiel-Posting antworten.

Mit ein bisschen Glück wirst du am Tag der Tage, an Halloween 2017, einer der glücklichen Gewinner sein – wir drücken dir die Daumen!

Teilnahmebedingungen: Du musst volljährig sein und einen Wohnsitz in Deutschland haben!


In eigener Sache:

Für unser kb-spezial “Monster-Woche” haben wir kostenfrei Material von Ivar Leon Menger, seinen Co-Autoren, Lübbe Audio und Audible zur Verwendung erhalten, haben dafür jedoch keine Honorarzahlung erhalten. Es handelt sich hierbei also um keine bezahlte Werbung! Die Texte wurden in Eigenregie erstellt und spiegeln unsere persönliche Meinung wider. Sie wurden in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.