Gestatten, Piefke – Die Katze von Köpenick (2)

In dieser Woche starten wir mit der 2. Folge von Gestatten, Piefke: Die Katze von Köpenick (2) aus dem Maritim-Verlag. Die erste Folge der Reihe haben wir im September letzten Jahres besprochen, daher geht’s an dieser Stelle nun weiter. Viel Spaß bei unserer neuen Folge der Woche!

Worum geht es?

Piefke wird einmal mehr gebeten, sich beim Kommandeur Uwe Kronberger vorzustellen: Er hat wohl einen neuen Fall für den Privatdetektiv und ehemaligen Mitarbeiter bei der Schutzpolizei. Aber worum geht es? Ein Trickdieb – oder wie man ihn in der Presse nennt “Die Katze von Köpenick” – macht den Kollegen in Köpenick seit einiger Zeit schwer zu schaffen. Da Piefke das Geld gerade gut brauchen kann, soll er versuchen, der Katze das Handwerk zu legen. Aber warum wird er für so einen Fall beauftragt? Was genau steckt dahinter, dass sich die Polizei nicht selbst drum kümmern kann?

Immer wieder kommt im Hörspiel das Geschehen in Moabit zur Sprache. Bei diesen Unruhen kam Piefkes Bruder ums Leben.

Kurz später trifft Piefke auf Anna Wagner, Reporterin beim Berliner Tageblatt. Piefke vermutet, dass sie ihm auflauert, weil es nicht das erste Mal ist, dass sie sich treffen. Wagner schlägt Piefke einen Deal vor: Piefke soll bei der Polizei die Augen und Ohren offen halten und im Gegenzug hält sie ihn bzgl. der Presse auf dem Laufenden in Sachen Katze von Köpenick. Je mehr sich Piefke mit diesem Fall beschäftigt, desto mehr begibt er sich in die Verschwörung um Groß-Berlin …


Fazit

Inhalt:

Das Geschehen in Folge 2 ist nicht sehr ausgeklügelt. Szenen, die neben der Suche nach der Katze von Köpenick stattfinden, zeigen aber, dass bei dieser Serie noch eine größere Verschwörung zugange ist. Was hat es mit diesem Fall in Moabit auf sich? Gegebenenfalls wird es hier also wirklich nochmal spannend.

Sprecherleistung:

Auch in Folge zwei finden sich einige hochkarätige Sprecher*innen, bei denen man immer wieder andere Bilder im Kopf hat, da man sie eben aus verschiedenen Situationen/Rollen kennt.

In Folge 2 treffen wir auf Anna Wagner, die von Arianne Borbach gesprochen wird. Borbach ist u. a. die Synchronsprecherin für Cate Blanchett, Catherine Zeta-Jones oder Diane Lane. Weiter spricht sie u. a. die Susanne Martin bei “Bibi und Tina“, aber Achtung! Hier gibt es Verwechslungsgefahr. Die Stimme in der Zeichentrickserie und in der Hörspielserie sind nicht die Gleichen. Das war uns gar nicht so bewusst :-).

Cover und Titel:

Klassisch für die Serie Gestatten, Piefke zeigt auch dieses Cover den Umriss von Berlin. Das Innere erinnert dieses Mal an eine Villa – die Villa, die die Katze von Köpenick ausräumt?

Warum aber heißt das Hörspiel die Katze von Köpenick? Die Katze steht im Allgemeinen für Freiheit, aber auch für Heimlichkeit. Die Katze ist nachtaktiv, ähnlich wie die Katze in diesem Hörspiel. Aber vielleicht hätte der Titel “Die (diebische) Elster von Köpenick” auch gepasst?

Gesamtspiellänge:

67 min.

Erscheinungsjahr:

2020

Verlag:

Highscore Music / Maritim

Besetzung:

Erzähler | Till Hagen

Walter Piefke | Oliver Stritzel

Uwe Kronberger | Dietmar Wunder

Anna Wagner | Arianne Borbach

In weiteren Rollen:

Rita Engelmann, Detlef Bierstedt, Manfred Lehmann, Marko Peter Bachmann, Yvonne Greitzke, Hans-Jürgen Dittberner, Klaus Dieter Klebsch, Volker Brandt, Rüdiger Schulzki, Reent Reins, Gerald Paradies

Gestatten, Piefke – Brennen muss Babelsberg (1)

Die kassettenbox meldet sich mit einer neuen Folge der Woche zurück. Gestatten, Piefke ist eine im Mai neu erschienene Hörspielserie aus dem Maritim-Verlag.

Worum geht es?

Wir reisen in die “goldenen Zwanziger” nach Groß-Berlin und bekommen es mit Walter Piefke, seines Zeichens Privatermittler, zu tun. Aktuell ist er auch als Tellerwäscher unterwegs, um seine Miete bezahlen zu können, da die Geschäfte als Privatdetektiv nicht so gut laufen. Einige sind aber auch der Meinung, dass er als Privatdetektiv keine sonderlich gute Figur abgibt. Zuvor war er bei der Schutzpolizei (SchuPo) tätig, bei der er aber vor ein paar Jahren gefeuert wurde.

In “Brennen muss Babelsberg” wird Piefke von seinem ehemaligen Kollegen Kronberger gebeten, bei einem Fall zu unterstützen. Konkret soll er sich als Hilfsarbeiter beim Filmpark Babelsberg ausgeben und herausbekommen, wer hinter den dort gelegten Bränden steckt. Es werden Kulissen angezündet, Schauspieler verunglücken und Piefke soll sich ein Bild von der Lage vor Ort machen. Eigentlich steht aber ein Film im Vordergrund, der in Babelsberg gedreht wird und bei dem es um einen Politiker geht, mit dem Kronberger selbst verbandelt ist.

Die Fragen, die wir uns stellen: Wer will den Politiker ins schlechte Licht rücken und wer legt die Brände und will damit die Fertigstellung des Films verhindern? Hängt alles irgendwie zusammen? Piefke ermittelt undercover.


Fazit

Inhalt:

Gestatten, Piefke gelingt es, eine angenehme Atmosphäre im alten Groß-Berlin zu schaffen, die nicht aufgesetzt wirkt. Allerdings fehlt es dieser Folge eindeutig an Spannung. Die Handlungsstränge plätschern etwas vor sich hin und die Auflösung des Falls fällt – gefühlt – urplötzlich vom Himmel.

Wir sagen: Eine solide erste Folge mit Schwächen. Um uns aber ein vollumfängliches Bild machen zu können, nehmen wir uns vor, auch die nächsten Folgen zu hören.

Sprecherleistung:

Viele bekannte Sprecher bekommen wir in der ersten Folge von Gestatten, Piefke auf die Ohren. Mit Till Hagen, Dietmar Wunder, Detlef Bierstedt, Uve Teschner u. v. m. ist das eine Serie mit echten Hochkarätern. Lutz Mackensy ist ebenso Teil von der Partie. Mackensy kennen wir z. B. aus Die drei Fragezeichen – Musik des Teufels als Vanderhell. Eine Stimme, die man so leicht nicht mehr vergisst.

Cover und Titel:

Auf dem Cover ist der Umriss von Berlin zu sehen. Der Titel “Brennen muss Babelsberg” hat wahrscheinlich dazu geführt, dass Berlin feuerrot dargestellt wurde, auch wenn Babelsberg streng genommen gar nicht zu Berlin gehört. Das Cover ist historisch angehaucht, aber schlicht.

Gesamtspiellänge:

74 min.

Erscheinungsjahr:

2020

Verlag:

Highscore Music / Maritim

Besetzung:

Erzähler | Till Hagen

Walter Piefke | Oliver Stritzel

Uwe Kronberger | Dietmar Wunder

In weiteren Rollen:

Arianne Borbach, Klaus Dieter Klebsch, Uve Teschner, Detlef Bierstedt, Constantin von Westphalen, Sandra Schwittau, Lutz Mackensy, Manfred Lehmann, Lutz Schnell, Marko Peter Backmann, Frank Felicetti, Rainer Fritzsche, Jürgen Thormann, Jaron Löwenberg, Wolfgang Bahro, Marie Bierstedt, Rita Engelmann, Gerald Paradies.


Aktuell wird die Hörspielserie lediglich digital bei den gängigen Plattformen angeboten.