Folge der Woche: Jan Tenner – Kurs auf Wega 5 (16)

Nach etlichen Wochen sind wir mal wieder im “Jan Tenner”-Universum unterwegs. Westland wird seit einiger Zeit von Leonen bedroht. Auch in der 16. Folge “Kurs auf Wega 5” spielen die riesigen, außerirdischen Gestalten eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Jan Tenner und Laura begeben sich in große Gefahr. Die Folge der 50. Kalenderwoche ist kurzweilig und spannend zugleich.


Ortung fehlgeschlagen

Die Raumüberwachung im Sonnensystem hat ein mit Überlichtgeschwindigkeit fliegendes Schiff übersehen. Leonen, riesige Gestalten mit vier Armen und Löwenkopf, sind auf der Erde unbemerkt gelandet, haben Kinder entführt und sind wieder verschwunden.

Kindesentführung durch Leonen

Professor Futura, Jan Tenner und Laura werden alarmiert, als der Sohn von Frank Newton, der Leiter des Atomkraftwerks gekidnapped wird. Sie setzen alles daran, ihn und die anderen Kinder zurück zur Erde zu bringen. Dafür benötigen sie dringend das Zeitraumschiff, um die Leonen zu verfolgen. Natürlich kann nur ein Jan Tenner dieses Schiff steuern. General Forbett (Heinz Giese) ist nicht begeistert. Als der Präsident allerdings zusagt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Wissenschaftlern das Zeitraumschiff zu überlassen.

Im Zeitraumschiff zur Sonne Wega 5

Tenner sagt, dass die Leonen kein Mittel scheuen werden, die Erde zu erobern und an das Uranvorkommen in Westland zu gelangen. Ob dieses Vorhaben mit der Entführung der Kinder zusammenhängt? Eine Verfolgungsjagd beginnt auf dem Kurs auf die Sonne Wega 5 …


Fazit

Inhalt:

Abermals werden Kinder von Aliens entführt, von riesigen Gestalten mit vier Armen und Löwenkopf, genauer: von den Leonen. Diese haben einen perfiden Plan. Sie benötigen das Uran in Westland. Die Kinder werden von ihnen als Waffe benutzt – man könnte sagen, sie wurden einer Gehirnwäsche unterzogen.

Insgesamt erscheint die 16. Folge recht simpel. Kindesentführung – Jan Tenner und Laura gehen dem Ganzen nach und können am Ende hoffentlich alles zum Guten wenden. Wenngleich die Geschichte an sich schon fast primitiv wirkt, so schafft es die Folge mit diesen Sprechern und auch der passenden Musik zu überzeugen. Ein charmanter Computer trägt seinen Teil dazu bei. Prädikat ‘hörenswert’!

Sprecherleistung:

Die Hauptfiguren Jan Tenner, Laura und Professor Futura liefern wie gewohnt eine gute Leistung ab – typisch 80er Jahre Style eben. Die Dialoge sind kurz und brechen mitunter abrupt ab. Allerdings stellt man schnell fest, dass dies ein typisches Merkmal der „Jan Tenner“-Reihe ist. General Forbett mit seiner forsch-aggressiven Art ist auch immer wieder ein Lauscher wert. Ein solcher Charakter lockert, wenngleich auf andere Weise, die Stimmung etwas auf.

Geräusche und Musik:

„Jan Tenner“ ist durch und durch 80er Jahre-Stil. Die Geräusche und auch die Musik sind oldschool – aber gerade das macht die Reihe um den Physiker Jan Tenner ja auch aus. Das Hörspiel ist super untermalt und die Klänge sind authentisch für den Verlauf der Geschichte.

Cover und Titel:

Der Titel ist gut gewählt, da er nicht zu viel oder sogar fast nichts über die Geschichte verrät. Es hätte auch alles ganz anders kommen können bei “Kurs auf Wega 5”.

Das Cover ist im typischen “Jan Tenner”-Stil gehalten. Zu sehen sind natürlich Jan Tenner selbst, seine Assistentin und Freundin Laura sowie ein blonder Junge (wir wollen ja nicht allzu viel verraten). Jan fasst sich an den Kopf und bricht zusammen. Ein Zeichen, dass er sich mal wieder in Gefahr begibt, um die Bevölkerung aus Westland zu retten.

Gesamtspiellänge:

44min13

Produktionsjahr:

1984


Lieblingszitate:

Computer: „Was ist furchtbar, Mr Tenner? Sagen Sie…“
Jan Tenner: „Aaach nein, fängt das schon wieder an. Ich rede nicht mit dir du Plapperkasten!“
Computer: „Sie sind nicht nett zu mir, Mr Tenner. Gerade habe ich mich entschlossen, Sie als meine Freunde zu betrachten und nun beleidigen Sie mich.“
Laura: „Der spricht ja, als ob er eine richtige Seele hätte. Jan, du warst wirklich sehr grob. Entschuldige dich bei ihm.“
Jan Tenner: „Was? Bist du noch zu retten, Laura? Ich soll mich bei einem Computer entschuldigen?
Computer: „Na gut, tun Sie es nicht, aber dann fliegen wir auch nicht weiter.“


Besetzung:
Erzähler Ulli Herzog
Jan Tenner Lutz Riedel
Laura Marianne Groß
Professor Futura Klaus Nägelen
General Forbett Heinz Giese
Bordcomputer Mimo Wilfried Herbst
Dorian Oliver Seligmann
Leone Gerd Holtenau
Sergeant Toby Eberhard Prüter
Sergeant Greene Joachim von Ulmann

Folge der Woche: Perry Rhodan – Unternehmen STARDUST (1)

Bisher haben wir bei unseren Hörspiel-Besprechungen einen Bogen um Science Fiction und Weltraum-Content gemacht. Das soll sich fortan ändern: Mit Perry Rhodan nehmen wir einen absoluten Hörspiel-Klassiker der 80er Jahre in unser Repertoire auf. Hinein in die Welt des Perry Rhodan, dem Major der US-Space-Force, Raumforschungs-Kommando der USA.

1983 ging das Label EUROPA mit den ersten Folgen dieser Hörspielserie an den Start. Innerhalb von zwei Jahren bearbeitete H. G. Francis, langjähriger Perry Rhodan-Autor, die ersten 19 Perry Rhodan-Heftromane für eine 12-teilige Hörspielserie. Mit Spiellängen zwischen 38 und 50 Minuten erschien Perry Rhodan zunächst ausschließlich auf Kassette, Ende der 90er-Jahre wurde eine Neuauflage der Hörspielserie auf den Markt gebracht. Die leicht gekürzten Folgen erschienen auf CD und MC.

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Angriff aus heiterem Himmel

Ein grünlich-fluoreszierendes Feuer hat die Funkanlagen ihres Mondpanzers zerstört. Perry Rhodan (Uwe Friedrichsen), Kommandant der ersten amerikanischen Mondexpedition, und sein Begleiter Reginald Bull (Rolf Jülich) sind verloren – trotz erfolgreicher Landung auf dem Trabanten unserer Erde. Diese Expedition hatte vor ihnen kein Amerikaner erfolgreich durchführen können.

Unternehmen STARDUST gescheitert

Es kommt alles anders, als es die Weltraumexpediteure ursprünglich geplant hatten. Die Verantwortlichen von STARDUST, Rhodan und Bull, finden sich mitten im Nirwana wieder. Mit ihren Raumanzügen können sie sich nur langsam durch die Ringgebirge des Mondes fortbewegen. Der Weg ist mühsam und kräftezehrend. Schon seit mehreren Stunden suchen die Männer mit Hilfe ihres Ortungsgerätes nach dem Raumschiff ihrer asiatischen Freunde.

Eine außerirdische Macht

Statt eines Raumschiffes der asiatischen Föderation treffen der Kommandant und sein Begleiter auf ein unbekanntes Flugobjekt, das – so kann Perry Rhodan ausschließen – definitiv nicht von der Erde stammen kann. Das gigantische, kugelartige Raumschiff mit einem Durchmesser von mindestens 500 Metern muss von einem fernen Planeten stammen. Es scheint eine Bruchlandung erlitten zu haben. Davon zeugt die Rodung des halben Kraterwalls.

Aus Feinden werden Verbündete

Perry Rhodan gebraucht seinen Verstand und beschließt: Auseinandersetzung und Verhandlungsgeschick sind der einzige Schlüssel, um Hilfe zu erhalten. Denn sämtliche Funkkontakte zur Erde sind gekappt worden. Die außerirdische Macht verlangt offenbar, dass Rhodan und Bull Stillschweigen über deren Anwesenheit auf dem Mond wahren. Mit Hilfe eines Transportbandes erhalten die Männer Einlass zum unbekannten Weltraumkoloss.

Ein fremdes Imperium

Während die Männer emporschweben, scheinen sämtliche Schwerkräfte außer Kraft gesetzt. Im Inneren des Schiffes empfängt sie ein menschenähnliches Wesen. Der Fremde ist groß und schmal, hat albinotisch rote Augen und trägt weißes Haar. Abgezehrt und schwach, wirken seine Bewegungen hilflos wie die eines todkranken Mannes. Der kranke Arkonide Crest (Ernst von Klippstein) und weitere Kommandanten leisten unseren Weltraumexpediteuren schließlich Schützenhilfe bei der Rückkehr zur Erde. Auch wenn das fremde Imperium die Menschen als unterentwickelte Spezies – gar als primitive Wesen – ansieht, die einen atomaren Krieg befürworten, sagt Crest den beiden Männern schließlich Unterstützung zu. Dahinter steht die Vision der Menschheit, die Eroberung des Kosmos in den nächsten Jahrzehnten voranzutreiben.


Fazit

Inhalt:

Inhaltlich kann die Folge durchaus überzeugen. Wer auf Weltraum-Content aus den 80ern steht, wird definitiv seine Hörfreude haben. Wem hingegen Raumschiffe, fliegende Untertassen und unbekannte Lebewesen zu abgespaced sind: Finger weg!

Sprecherleistung:

Die Sprecherbank agiert durchweg überzeugend. Allen voran sind da natürlich die beiden Hauptsprecher Rhodan und Bull, alias Uwe Friedrichsen und Rolf Jülich, hervorzuheben. Der Erzähler Peer Schmidt umrahmt das Hörspiel durch seine souveräne Stimme, die der eines Märchenerzählers gleichkommt. Ernst von Klippstein verleiht dem kranken Crest eine authentische Note – eben ein Außerirdischer aus dem Bilderbuche!

Geräusche-Umsetzung:

Famose Geräusche und Science Fiction-Musik aus den 80ern. Fans von Star Wars, Star Trek und anderen Weltraum-Sagas kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Geräusche und Musik erinnern an den Star Wars-Soundtrack.

Cover und Titel:

Das Cover zur Folge ist gelungen. Bei der Betrachtung fühlt man sich, als wäre man selbst Teil der Mondexpedition. Der Titel ist hingegen wenig aufregend, bringt aber den Inhalt treffend auf den Punkt.

Gesamtspiellänge:

49min53

Produktionsjahr:

1983 (MC) / 1999 (CD/MC)


Lieblingszitate:

Reginald Bull: “… und wir waren so stolz auf unseren Erfolg. Wir haben den Mond erreicht – welch ein Schritt für die Menschheit. Und jetzt das … Was meinst du, was wir für die da drüben da sind?”
Perry Rhodan: “Sag nicht Affen!”
Reginald Bull [skeptisch]: “Du bist verdammt stolz …”
Perry Rhodan: “Ich bin stolz, ein Mensch zu sein, ja! Wir haben den Mond bezwungen und wir werden irgendwann auch die Sterne erreichen.”
Reginald Bull [ungläubig schmunzelnd]“Ich fange an, bescheiden zu werden angesichts dieses Raumkolosses …, aber Major Perry Rhodan redet davon, die Sterne zu erobern!”

Reginald Bull: “Ich dachte irgendjemand oder irgendetwas würde uns empfangen [feixend] … ‘n Tintenfischmonster oder sowas ähnliches.”


Besetzung:
Erzähler Peer Schmidt
Perry Rhodan Uwe Friedrichsen
Reginald Bull Rolf Jülich
Crest Ernst von Klippstein
Thora Judy Winter
Dr. Manoli Henry Kielmann
Captain Flipper Peter Lakenmacher
Roon Jürgen Thormann
Butaan Walter Schiebel
General Pounder Horst Naumann