Folge der Woche: Jan Tenner – Angriff der grünen Spinnen (1)

Wir wagen etwas Neues. Jan Tenner als Folge der Woche. Die Kultserie aus den 80ern, veröffentlicht bei Kiddinx (ursprünglich Kiosk), findet nun auch ihren Platz in unserer kassettenbox.

Wer ist Jan Tenner? Der von Lutz Riedel gesprochene Jan Tenner ist Physik-Student aus dem fiktiven Staat Westland, der seinem Lehrer, Professor Futura, als Testperson immer wieder unter die Arme greift. Es werden Science-Fiction-Abenteuer vom feinsten geboten. Das Hörspiel um den Mitte/Ende 20-Jährigen verspricht kultige, in der Zukunft spielende Geschichten, bei denen Jan Tenner als mutiger, jugendlicher Held und Draufgänger auftritt.

Wir sind auf den Geschmack gekommen und ernennen „Angriff der grünen Spinnen (1)“ daher zur Folge der Woche!


Giftige und äußerst gefährliche Zuchtspinnen

In einer geheimen Forschungsstation in Westland werden Spinnen gezüchtet. Sie sollen durch die massive Bildung von Spinnennetzen Panzer an ihrer Fortbewegung hindern. Professor Futura (Klaus Nägelen) und seine Assistentin Tanja (Christine Schnell) werden von General Forbett (Heinz Giese) eingeladen, um sich dieses durchaus spektakuläre Experiment auf dem Militärstützpunkt anzusehen.

Ein scheiterndes Experiment

Professor Futura und Tanja sind hautnah dabei, während die Riesenspinnen ihre Netze weben, um die Panzer zu stoppen. Die riesigen grünen Tiere sollen giftig und äußerst gefährlich sein. Gesteuert wird ihr Verhalten durch die Mutterspinne, die wiederum ihre Kommandos von einer elektronischen Zentrale erhält.

Die Panzer sollen die Netze nicht durchbrechen können. Zunächst halten diese der Wucht der Panzer stand und das Experiment erscheint erfolgreich. Doch dann gerät ein Panzer außer Kontrolle, er schießt um sich, und auch die Spinnen scheinen willkürlich zu handeln. Der General ist außer sich und ruft sofort den Notstand aus. Das Kontrollzentrum der Spinnen wurde beschädigt. Was hat es zu bedeuten, dass die Spinnen nicht mehr gehorchen?

Jan Tenner, der Retter in der Not?

Jan Tenner kommt ins Spiel. Er beobachtet riesige Spinnen in der Wüste, die Menschen angreifen und setzt sich sofort mit seinem Professor in Verbindung. Wie können die Spinnen bekämpft werden? Was kann er tun, um die Menschen vor den gefährlichen Spinnen zu retten? Professor Futura hat eine Idee. Er möchte Jan selbst in eine Spinne verwandeln, damit er die Mutterspinne bekämpft, sodass er ihre Rolle einnehmen kann und so die Spinnen wieder kontrollieren kann. Ob dieser, für Tanja ziemlich hirnrissige, Plan so einfach aufgeht?


Kurzfazit

Inhalt:

In einem knapp 37-minütigen Hörspiel muss man schnell zum Eigentlichen kommen. Das ist bei der Auftaktfolge von Jan Tenner der Fall. Kaum waren Professor Futura und Tanja auf dem Militärstützpunkt, wurde auch schon fast der Super-Gau ausgerufen. Mit viel Spannung und Action kann der Hörer nicht anders als zuhören. Die Geschichte an sich scheint für Jan Tenner nichts Ungewöhnliches zu sein. Daran muss sich der Hörer gewöhnen. Das Hörspiel stammt aus den 80er Jahren und ist eben ein Science-Fiction-Abenteuer. Wer viel Realismus sucht, ist hier definitiv falsch. Wer aber aufregende Kurzunterhaltung möchte, der ist bei Jan Tenner, der hier und da mit Außerirdischem zu tun hat, genau richtig!

Sprecherleistung:

Dass es sich um ein älteres Stück handelt, wird auch bei der Sprecherleistung und der Art und Weise, wie die Stimmen eingesetzt werden, deutlich. Ganz besonders sticht die Stimme der Assistentin Tanja heraus, die hysterisch versucht, ihren Freund Jan Tenner umzustimmen – das ist anstrengend für Gemüt und Ohr des Hörers. Aber auch, als der Protagonist noch nicht in Erscheinung tritt, wirkt ihre Stimme, als würde sie das gesamte Hörspiel einnehmen. Angenehm ist anders. Die Leistungen der weiteren Sprecher sind allerdings alles andere als zu bemängeln.

Ganz besonders auffällig ist für manch einen unter uns die Stimme des Erzählers (Ulli Herzog). Wer mit Jan Tenner nicht aufgewachsen ist, der erkennt die Stimme des Erzählers möglicherweise vom Hörspiel Bibi Blocksberg. Aber Herzog ist nicht nur wegen seiner Stimme in diesem Bereich bekannt. Er führt ebenso Regie bzw. ist Autor bei bekannten deutschen Kinderhörspielen, etwa Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg oder Bibi & Tina.

Geräusche-Umsetzung:

Die Geräusche-Umsetzung ist fantastisch; eben genau so, wie man sie sich bei einem Hörspiel aus den 80ern vorstellt: laut, krachend, leicht übertrieben, aber sehr actionreich und unterhaltsam. Die erste Jan Tenner Folge macht diesbezüglich große Lust auf mehr! Schon allein das kultige Intro der Serie ist vielversprechend.

Gesamtspiellänge:

36min48


Lieblingszitat(e):

Tanja: „Jan, ist dir was passiert?“
Jan Tenner: „Nein, ich bin okay.“
Tanja: „Ich musste einem verrückten Motorradfahrer ausweichen! Wenn ich nicht wüsste, dass du eine Spinne bist, hätte ich geglaubt, du wärst es gewesen!“
Jan Tenner: „Ein Glück, dass ich eine Spinne bin …!”

Der Humor bleibt ein bisschen auf der Strecke. Das ist aber nicht so schlimm, da der Hörer durch die Spannung mitgezogen wird.


Besetzung:

ErzählerUlli Herzog
Jan TennerLutz Riedel
Prof. FuturaKlaus Nägelen
Assistentin TanjaChristine Schnell
FahrerGerd Holtenau
FrauLola Luigi
TelefonstimmeBert-Günter Schmidtke
General ForbettHeinz Giese

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