Die drei Fragezeichen – O du finstere

Die Zeit fliegt, denn heute feiern wir schon den dritten Advent. Zur Feier des Tages begeben wir uns mit den bekannten Die drei Fragezeichen in’ Weihnachtsurlaub. Wir haben uns die Spezialfolge – bestehend aus drei Kassetten – O du finstere ausgesucht. Ursprünglich erschienen am 9. Oktober 2020 haben wir sie uns jetzt noch einmal detaillierter angehört. 


Weihnachtsurlaub in der Einöde

Justus, Peter und Bob fahren gemeinsam mit Tante Mathilda und Onkel Titus in den Weihnachtsurlaub. Sie übernachten in einer Bergpension nördlich von Snow Valley, in der sie eine besinnliche Zeit verbringen und etwas zur Ruhe kommen wollen. Und das kann nur funktionieren ohne Internet, ohne Fernseher und ohne Handyempfang, worüber sich vor allem Tante Mathilda sehr freut. 

Peter in Panik

Nach der Ankunft im verschneiten Ort gehen alle Parteien erstmal ihrer Wege. Bob sucht – wie soll es anders sein? –  die Bibliothek auf, während Peter zum Beispiel im Wald spazieren geht. Diese Entscheidung rächt sich sofort, denn der zweite Detektiv wird von einer gruseligen Gestalt verfolgt. Peter – der Schisser – Shaw kommt zum Vorschein. Zum Glück hat er sein Walkie Talkie dabei, mit dem er Kontakt zu seinen Kollegen aufnehmen kann. Diese können ihn aber erst Stunden später mittels Feuerwerk aus dem Wald lotsen. Wer oder was war diese Gestalt?

Der Weihnachtskrampus in Snow Valley

Auch Tante Mathilda bleibt nicht verschont. Sie wird zweimal sehr erschreckt. Es ist vom Krampus die Rede, einem haarigen Monster, das in Europa zur Adventszeit sein Unwesen treibt. Aber was hat der Krampus in Snow Valley zu suchen?

Justus, Peter und Bob haben zwar versprochen keinen Blödsinn zu machen, aber ermitteln müssen sie natürlich trotzdem und das nicht zu wenig. Es scheint, unendlich viele Theorien und Möglichkeiten zu geben, wer oder was hinter dieser Schreckensgestalt steckt und natürlich begeben sich die drei Detektive dabei auch in Gefahr. Jeder Gast wird ganz genau unter die Lupe genommen und am Ende kommt es doch wieder ganz anders …


Fakten

Genre:

Krimi / Abenteuer / Freundschaft

Label:

EUROPA

Gesamtspiellänge:

168 Minuten (3 Kassetten)

Erscheinungsdatum:

9. Oktober 2020

Besetzung: 

Erzähler | Axel Milberg

Justus Jonas | Oliver Rohrbeck

Peter Shaw | Jens Wawrczeck

Bob Andrews | Andreas Fröhlich

Mathilda Jonas | Karin Lieneweg

Titus Jonas | Rüdiger Schulzki

Gianna Ferguson | Celine Fontanges

Lance Ferguson | Armin Schlagwein

Debra | Melanie Kastaun

Audrey | Anja Topf

Bellins | Joachim Kretzer

Jerry | Matthias Keller

Corey | Andreas Zarin

Joe | André Beyer

Allister Frein | Fabian Harloff


Fazit

Sprecherleistung:

Die Spezialfolge ist lang und sie bringt viele Namen und Charaktere mit, sodass man hier gedanklich erst einmal sortieren muss, welcher Name zu welcher Stimme gehört. Die allseits bekannten Stimmen gehören natürlich zu Justus, Peter, Bob sowie Mathilda und Titus Jonas. Allerdings müssen wir  uns an die “neue” Stimme von Onkel Titus immer noch gewöhnen. Es läuft wie folgt ab: “Nanu? Wer spricht denn da gerade? Achso. Onkel Titus.” Auch wenn Rüdiger Schulzki seit 2016 am Start ist, sind unsere Ohren immer noch an die Stimme von Andreas E. Beurmann gewöhnt (RIP!).

Besonders auffällig war mal wieder die Stimme von Anja Topf, die wir bereits aus einigen Die drei Fragezeichen Folgen bereits kennen und auch bei TKKG öfter eine Rolle spielt. Dieses markant Quietschige in Topfs Stimme sorgt dafür, dass man die Rolle Audrey sofort auf dem Kieker hat. Die übrigen Sprecher und Sprecherinnen waren dahingehend eher unauffällig.

Geräusche und Musik:

Geräusche und Musik waren in dieser Spezialfolge solide. Zwischendurch hatte man das Gefühl, dass man es hier mit einer bekannten deutschen Netflix-Serie zu tun hat, bei der ein Junge in gelber Regenjacke im Fokus steht (Na? Welche wird’s wohl sein?), was uns durchaus hat schmunzeln lassen. Bezogen auf die Suche nach dem Krampus hat es uns dann aber doch eher ein bisschen Angst eingejagt.

Cover und Titel:

Endlich mal wieder eine Weihnachtsfolge! Cover und Titel sind vielversprechend. Dennoch ist das Weihnachtsflair relativ gering bis gar nicht vorhanden. Auf dem Cover ist ein weihnachtlich geschmückter Kamin zu sehen, über dem der Schatten einer Kreatur lauert. Schade finden wir, dass alle drei Kassetten das gleiche Cover haben. Zuletzt war bei den Spezialfolgen mehr Abwechslung geboten.

Mit O du finstere passt der Titel per se ganz gut, denn der Krampus ist nun mal eine Schreckgestalt in der Adventszeit, aber Weihnachtsstimmung kommt in dieser Folge nur bedingt auf. Das mag an der Geschichte des Hörspiels liegen, aber vielleicht auch an der Musik.

Handlung:

In O du finstere bekommen wir es einmal mehr mit einer mysteriösen Gestalt zu tun, die die Gäste in einer Pension erschreckt und bei der die drei Fragezeichen herausfinden möchten, wer für diesen Schrecken verantwortlich ist.

Auch wenn der Aufbau dieser Geschichte allseits bekannt ist, bereitet der Fall uns Freude. Jeder Gast und jede*r Mitarbeiter*in wird von den drei Detektiven ganz genau unter die Lupe genommen, sodass verschiedenste Theorien auf dem Tisch liegen und  wieder komplett über den Haufen geworfen werden müssen. Die Wendungen sieht man nicht immer sofort, aber am Ende steht unser erster Detektiv Justus Jonas natürlich wieder im Mittelpunkt und erläutert, wie sich alles zugetragen hat. Spitze!

John Sinclair – Mörderische Weihnachten (133)

Dass wir das noch erleben! Wir besprechen eine John Sinclair Folge. Eigentlich gehört der Geisterjäger nicht zu unserem klassischen Genre. Aber auch wir müssen einmal über den Tellerrand hinausschauen und uns in andere Gefilde begeben. Das haben wir gemacht – und das ausgerechnet in der Weihnachtszeit – zum ersten Advent.

Wir können ja nicht Jahr für Jahr die Bibi Blocksberg und Bibi und Tina Folgen zu Weihnachten rauf und runter hören – dachten wir uns. Also – natürlich können wir das und werden das sicherlich auch weiterhin tun – zumindest 50 % der kassettenbox :-). 

Aber heute geht es um John Sinclair – Folge 133 – Mörderische Weihnachten!


Besinnliche Bescherung

Es ist Weihnachten. Martin Adams (Julian Greis) kann die Bescherung kaum erwarten. Seine Mutter ist gerade dabei, alles vorzubereiten bzw. natürlich nicht sie, sondern der Weihnachtsmann. 

Martin bekommt von seiner Mutter Bonbons geschenkt und ist mäßig begeistert. Er zückt kurz drauf ein Handy, das er angeblich von seinem Vater geschenkt bekommen hat. Seine Mutter ist nicht erfreut über diese Nachricht und Martin gibt zu, es im Keller gefunden zu haben. In welchem Keller aber? Das Haus hat keinen Keller. 

Ein Streit eskaliert

Kurz darauf klingelt es an der Tür und Frank Adams (Nicolas König), Martins Vater, erscheint im Weihnachtsmannkostüm. Wegen des Handys kommt es zum Streit zwischen den Eltern. Frank rastet aus, schlägt seine (Ex-)Frau und ersticht sie an Ort und Stelle. Martin sieht dabei zu und reagiert gelassen. Der Vater wird kurz darauf von der Polizei abgeführt.

20 Jahre später 

John Sinclair (Dietmar Wunder) und Glenda befinden sich in einem Einkaufszentrum zum Weihnachtsshopping, als es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Mann und Glenda kommt. Der junge Mann, bei dem es sich um Martin Adams handelt, ist verletzt und behauptet, von seinem Vater gejagt zu werden. 

John Sinclair nimmt die Spur auf. Im Einkaufszentrum geht er davon aus, den Fall fast gelöst zu haben, doch dann entpuppt sich alles doch etwas anders, sodass er noch einmal tiefer graben muss. So tief, dass er sich selbst noch einmal in Gefahr begibt … 

Was genau hat Martins Vater dazu gebracht, seine Frau umzubringen? Ist er einfach ein gewalttätiges Arschloch oder steckt doch mehr dahinter? Hat er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?


Fakten

Genre:

Grusel / Horror / Fantasy

Label:

Lübbe Audio

Gesamtspiellänge:

51 Minuten

Erscheinungsdatum:

30.09.2019

Besetzung: 

John Sinclair | Dietmar Wunder

Martin Adams | Julian Greis

Frank Adams | Nicolas König

u. a.


Fazit

Sprecherleistung:

Dietmar Wunder ist einfach immer ein Hörgenuss. Natürlich war das auch ein Grund, weshalb wir uns nun endlich an den Geisterjäger herangewagt haben.

Nicolas König als Frank Adams mimt den perfekten Psychopathen. Es läuft uns den Rücken herunter – so gruselig finden wir seine Stimme im Zusammenhang mit diesem Hörspiel. Aber auch Julian Greis, der Martin Adams die Stimme verleiht, hat etwas an sich, das den Hörer aufhorchen lässt. Kann man dieser Person trauen oder nicht? Insgesamt ist die Sprecherleistung gut.

Geräusche und Musik:

Wir meiden Gruselgeschichten ja nicht ohne Grund. Wir sind schreckhaft sind und diese Eigenschaft bei Hörspielen kann fatal sein. In “Mörderische Weihnachten” ist uns hier und da kurz das Herz stehen geblieben. Die Geräusche sind für echte Gruselfans wahrscheinlich nicht erwähnenswert. Für uns waren sie ausreichend. Die Musik wirkt stimmig.

Cover und Titel:

Mörderische Weihnachten lautet der Titel und könnte man schon fast als Oxymoron verstehen. Mörderische Weihnachten? Sollte es bestenfalls gar nicht geben. Weihnachten kommt die Familie zusammen, es sollte besinnlich und friedlich ablaufen, auch wenn man vielleicht nicht immer einer Meinung ist. In der 133. Folge klappt das nicht ganz.

Auf dem Cover ist der Weihnachtsmann zu sehen, er hat ein Messer in der Hand und einen schwarzen großen Beutel über der Schulter, aus dem zwei Beine herausschauen. Gruselige Bescherung!

Handlung:

Die 133. Folge ist mit ihren 51 Minuten nicht sehr lang. Entsprechend oberflächlich und kurz wirkt sie. Die erhoffte Weihnachtsstimmung kommt nur bedingt auf – es handelt sich aber ja auch um mörderische Weihnachten und nicht um besinnliche.

Der Fall ist nicht sehr stimmig. Es wirkt alles etwas abgehackt und zäh. Die Dialoge gehen nur wenig in die Tiefe, aber wie soll es in der Kürze der Zeit auch anders sein? 

Der Gruselfaktor war für uns auf jeden Fall gegeben, vermutlich trauen wir uns sogar, nochmal eine John Sinclair Folge zu hören. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, werden wir aber wohl wieder auf andere Hörspiele zurückgreifen. ;-)

Wir hatten gehofft, dass wir langsam in die Geschichte eingeführt werden, aber die schlimmste Szene findet bereits zu Beginn statt. Frank Adams entpuppt sich als frauenverachtender und psychisch kranker Mensch, auch wenn das nur auf den ersten Blick so zu sein scheint.

Mord ist ihr Leben – Wenn Erben sterben (1)

Im September 2021 ist die neue Serie Mord ist ihr Leben erschienen. Aktuell sind drei Folgen verfügbar, zu hören auf den gängigen Streaming-Portalen. Wir haben uns die erste Folge einmal zu Gemüte geführt.


Mord ist ihr Leben

Thriller-Autorin Carmen Portland (Katja Brügger) schreibt über Scott Blandeau, einem Geheimagenten und Womanizer. Mit ihm hat sie eine Erfolgsgeschichte geschaffen, die sich verkaufen lässt und deren Folgebücher sehnlichst von ihren Fans erwartet werden. Portlands Assistentin ist Sophia Grant (Yvonne Greitzke), deren Vater Walter Grant (Thomas Balou Martin) beim FBI arbeitet. Portland schafft es nicht nur in ihren Büchern Spannung aufzubauen, auch abseits ihrer Bücher sieht sie sich gezwungen, gemeinsam mit Sophia, die verrücktesten Fälle zu lösen, denn: Mord ist ihr Leben.

Worum geht es in der Debütfolge?

Ashley Feinberg (Angela Quast) ist eine alte Bekannte von Sophia, sie kennen sich noch von früher. Ashley sucht Sophia auf, da sie von einer ihr unbekannten Person bedroht wird. Sie hat noch im Hinterkopf, dass Sophias Vater beim FBI arbeitet und bittet daher die alte Freundin um Hilfe. Sophia hat gleich Blut geleckt und auch ihre Chefin ist schnell an Bord, als Ashley, hochschwanger, in einem Café die Handtasche entwendet wird.

Und dann geht es Schlag auf Schlag. Die drei Frauen bekommen es mit einer Autobombe zu tun und die Ermittlungen – unterstützt durchs FBI (was Portland gar nicht passt) – gehen in die Tiefe.

Was hat Ashleys Ehevertrag mit der ganzen Sache zu tun und noch viel wichtiger: Wer steckt tatsächlich hinter den Mordanschlägen bzw. Drohungen?


Fazit

Inhalt:

[Achtung Spoiler!]

Ein simpler Fall entpuppt sich als Beziehungsdrama, bei dem es doch wieder nur um’s Geld geht. “Mord ist ihr Leben” erinnert von der Art her an Gestatten, Piefke, auch wenn wir uns hier in einer ganz anderen Zeit befinden. Carmen Portland ist eine gestandene Frau, die weiß, was sie will und vor allem, was sie nicht will: Mit dem FBI zusammen arbeiten. Mit Witz und Charme wird man durch den Fall geleitet. Es macht durchaus Spaß hier zuzuhören. Es ist kurzweilig und spannend und die hohe Frauenquote im Hörspiel ist uns natürlich besonders positiv aufgefallen. Die Auflösung dieses Falls hingegen erscheint dann doch etwas flach – wir freuen uns aber bereits auf die Fälle 2 und 3.

Sprecherleistung:

Mit Katja Brügger als Carmen Portland haben wir es mit einer sehr markanten Stimme für die Hauptdarstellerin zu tun. Brügger ist bereits aus vielen anderen Hörspielen bekannt wie z. B. Die drei Fragezeichen, Fünf Freunde, TKKG, Dreamland Grusel u. v. m. Es macht einfach Spaß ihr zu zu hören. Wie so viele ist sie natürlich auch als Schauspielerin und als Synchronsprecherin unterwegs.

An Brüggers Seite spricht Yvonne Greitzke die Sophia Grant, die wir zuletzt als Hauptdarstellerin in Ghostbox auf die Ohren bekommen haben, nämlich als Lena Gruenwald. Wir kennen sie außerdem als Synchronsprecherin für u. a. Hilary Duff, Taylor Swift und nicht zuletzt als Anna aus Die Eiskönigin.

Mord ist ihr Leben ist sprecher*innentechnisch eine runde Sache.

Geräusche und Musik:

Geräusche und Musik haben zumindest für uns in diesem Hörspiel keine vordergründige Rolle gespielt. Beide Bereiche wurden solide umgesetzt.

Cover und Titel:

Das Cover zeigt ein Auto, das in seine Einzelteile zerlegt bzw. gesprengt wird. Man könnte meinen, dass es sich um ein actionreiches Hörspiel handelt. :-)

[Achtung Spoiler!]

Zunächst weiß man noch nicht, was mit dem Titel “Wenn Erben sterben” gemeint ist. Nach und nach wird klarer, dass es etwas mit einem Ehevertrag bzw. einem Testament zu tun hat. Außerdem dreht sich alles um Ashley Feinberg, die der Meinung ist, dass es jemand auf sie abgesehen hat.


Fakten

Genre:

Krimi

Label:

Contendo Media

Gesamtspiellänge:

74 Minuten

Erscheinungsdatum:

2021


Besetzung: 

Carmen Portland | Katja Brügger

Sophia Grant | Yvonne Greitzke

Ashley Feinberg | Angela Quast

Walter Grant | Thomas Balou Martin

Noah Feinberg | Matthias Keller

in weiteren Rollen u. a. Florian Clyde, Jürgen Holdorf, Melanie Manstein, Michael-Che Koch, Heiko Akrap, Daniela Bette-Koch, Marko Bräutigam, Oliver Rohrbeck, Helga Schütz und Henrike Tönnes.

Anders – Ein Hörspiel nach dem Roman von Andreas Steinhöfel

Man könnte meinen, dass Andreas Steinhöfel ein Faible für besondere Menschen hat. Er ist Autor vieler ausgezeichneter Werke wie z. B. die Mitte der Welt (großartiges Buch über das Erwachsenwerden und die erste Liebe) und hat im Herbst 2014 ein weiteres veröffentlicht, nämlich Anders. 1,5 Jahre später erschien die 77-minütige Hörspielfassung, die wir uns nun einmal zu Gemüte geführt haben.

Worum geht es bei Anders?

Felix ist aus einem noch unklaren Grund früher zu Hause und wird dann von seiner Mutter mit dem Auto angefahren. Ein schlimmer Unfall, der dafür sorgt, dass Felix erst nach 263 Tagen Koma wieder erwacht. Und dann ist alles anders. Wobei … eigentlich auch nicht.

Felix ist immer noch Felix, aber er will, dass ihn die Leute jetzt Anders nennen. Denn ein bisschen hat er sich doch verändert. Seine Wahrnehmung ist anders. Er sieht Menschen an und sieht Farben, die ihren Gemütszustand widerspiegeln. Das sorgt für einige Probleme mit seinen Mitmenschen (Eltern, Lehrer, Mitschüler, Freunde) und allmählich erfährt man auch die Hintergründe, wie es zu dem Unfall und damit zu seiner großen Veränderung kommen konnte …


Fazit

Inhalt:

Bei Anders handelt es sich um ein kurzweiliges Hörspiel, bei dem man trotzdem am Ball bleiben muss. Viele verschiedene Dialoge und Sprecher*innen sorgen dafür, dass man erst einmal reinkommen muss. Aber dann ergibt auf einmal alles einen Sinn. Das Hörspiel ist sowohl witzig gemeint, aber auch ernst und gleichzeitig tief gehend. Schließlich hat es hier einen großen Unfall gegeben, bei dem sich der Protagonist schwer verletzt hat. Seine Verletzung sorgte für eine große Veränderung seiner selbst. Felix Mitmenschen wissen zum Teil nicht so recht, wie sie nun mit ihm umgehen sollen.

Es gibt Geheimnisse, viele Streitereien, nicht nur zwischen Anders/Felix’ Eltern, sondern auch zwischen seinen Mitschülern und ihm. Und dann – Achtung Spoiler! – nimmt doch alles noch eine gute Wendung.

Anders ist ein Hörspiel, das man sich auf jeden Fall einmal zu Gemüte führen kann.

Sprecherleistung:

Unaufgeregt und ruhig führt Erzähler Udo Wachtveitl durch die Dialoge im Hörspiel. Er nimmt einen großen Part ein und das ist in diesem Fall auch gut so. Viele verschiedene Sprecher*innen kommen zu Wort, wodurch man sich erst einmal zurechtfinden muss. Nichtsdestotrotz machen sie alle einen souveränen Job.

Cover und Titel:

So schlicht wie der Titel, so schlicht kommt auch das Cover daher. Zu sehen ist lediglich ein Gesicht eines Jungen, das zur Hälfte über den Rand hinausgeht. Es ist eben anders.

Gesamtspiellänge:

77 Minuten

Erscheinungsjahr:

2016

Verlag:

Silberfisch / Hörbuch Hamburg

Eine Produktion des WDR

Besetzung:

Udo Wachtveitl (Erzähler), Friederike Kempter, Walter Renneisen, Martin Brambach, Martin Lindow, Sigrid Bugholder u. a.


Das Hörspiel gibt es aktuell leider nicht kostenlos zu hören. Wir haben es bei Bookbeat (Abo selbstgekauft, keine Werbung!) gehört.


Hast du das Hörspiel bereits gehört? Wie hat es dir gefallen?

Gestatten, Piefke – Die Katze von Köpenick (2)

In dieser Woche starten wir mit der 2. Folge von Gestatten, Piefke: Die Katze von Köpenick (2) aus dem Maritim-Verlag. Die erste Folge der Reihe haben wir im September letzten Jahres besprochen, daher geht’s an dieser Stelle nun weiter. Viel Spaß bei unserer neuen Folge der Woche!

Worum geht es?

Piefke wird einmal mehr gebeten, sich beim Kommandeur Uwe Kronberger vorzustellen: Er hat wohl einen neuen Fall für den Privatdetektiv und ehemaligen Mitarbeiter bei der Schutzpolizei. Aber worum geht es? Ein Trickdieb – oder wie man ihn in der Presse nennt “Die Katze von Köpenick” – macht den Kollegen in Köpenick seit einiger Zeit schwer zu schaffen. Da Piefke das Geld gerade gut brauchen kann, soll er versuchen, der Katze das Handwerk zu legen. Aber warum wird er für so einen Fall beauftragt? Was genau steckt dahinter, dass sich die Polizei nicht selbst drum kümmern kann?

Immer wieder kommt im Hörspiel das Geschehen in Moabit zur Sprache. Bei diesen Unruhen kam Piefkes Bruder ums Leben.

Kurz später trifft Piefke auf Anna Wagner, Reporterin beim Berliner Tageblatt. Piefke vermutet, dass sie ihm auflauert, weil es nicht das erste Mal ist, dass sie sich treffen. Wagner schlägt Piefke einen Deal vor: Piefke soll bei der Polizei die Augen und Ohren offen halten und im Gegenzug hält sie ihn bzgl. der Presse auf dem Laufenden in Sachen Katze von Köpenick. Je mehr sich Piefke mit diesem Fall beschäftigt, desto mehr begibt er sich in die Verschwörung um Groß-Berlin …


Fazit

Inhalt:

Das Geschehen in Folge 2 ist nicht sehr ausgeklügelt. Szenen, die neben der Suche nach der Katze von Köpenick stattfinden, zeigen aber, dass bei dieser Serie noch eine größere Verschwörung zugange ist. Was hat es mit diesem Fall in Moabit auf sich? Gegebenenfalls wird es hier also wirklich nochmal spannend.

Sprecherleistung:

Auch in Folge zwei finden sich einige hochkarätige Sprecher*innen, bei denen man immer wieder andere Bilder im Kopf hat, da man sie eben aus verschiedenen Situationen/Rollen kennt.

In Folge 2 treffen wir auf Anna Wagner, die von Arianne Borbach gesprochen wird. Borbach ist u. a. die Synchronsprecherin für Cate Blanchett, Catherine Zeta-Jones oder Diane Lane. Weiter spricht sie u. a. die Susanne Martin bei “Bibi und Tina“, aber Achtung! Hier gibt es Verwechslungsgefahr. Die Stimme in der Zeichentrickserie und in der Hörspielserie sind nicht die Gleichen. Das war uns gar nicht so bewusst :-).

Cover und Titel:

Klassisch für die Serie Gestatten, Piefke zeigt auch dieses Cover den Umriss von Berlin. Das Innere erinnert dieses Mal an eine Villa – die Villa, die die Katze von Köpenick ausräumt?

Warum aber heißt das Hörspiel die Katze von Köpenick? Die Katze steht im Allgemeinen für Freiheit, aber auch für Heimlichkeit. Die Katze ist nachtaktiv, ähnlich wie die Katze in diesem Hörspiel. Aber vielleicht hätte der Titel “Die (diebische) Elster von Köpenick” auch gepasst?

Gesamtspiellänge:

67 min.

Erscheinungsjahr:

2020

Verlag:

Highscore Music / Maritim

Besetzung:

Erzähler | Till Hagen

Walter Piefke | Oliver Stritzel

Uwe Kronberger | Dietmar Wunder

Anna Wagner | Arianne Borbach

In weiteren Rollen:

Rita Engelmann, Detlef Bierstedt, Manfred Lehmann, Marko Peter Bachmann, Yvonne Greitzke, Hans-Jürgen Dittberner, Klaus Dieter Klebsch, Volker Brandt, Rüdiger Schulzki, Reent Reins, Gerald Paradies