Und auf Erden Stille – Staffel 2 – Folgenreich

Anfang 2021 ist die 1. Staffel der Endzeit-Hörspielserie “Und auf Erden Stille” erschienen. Inzwischen hat das Berliner Hörbuch- und Hörspiel-Label Folgenreich den Nachfolger veröffentlicht, aber auch schon jetzt angekündigt, dass dann Schluss ist.

Zum Blogbeitrag der 1. Staffel

Der Klappentext

Verstoßen von ihrer Kolonie in einem ehemaligen Bergwerk, suchte die 16jährige Rhiannon in Manhattan ihren Vater, der ein für die Große Katastrophe verantwortliches Virus geschaffen hatte. Sie erhält ein Elixier, das Rettung verspricht und macht sich auf dem langen Weg zurück in die einzige Heimat, die sie kennt. Im Wettlauf mit der Zeit will sie NOVIS retten, bevor die gnadenlosen Wallianer die geheime Siedlung überfallen. Das Schicksal gab Rhiannon das Mittel in die Hand, die Welt zu verändern. Doch die gefährliche Mission hat sie auch verändert …

Die Endzeit-Hörspielserie »Und auf Erden Stille« steuert auf ihren Höhepunkt und Abschluss zu: Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn (INTERPLANAR Produktion GbR) lassen erneut auf einer großen akustischen Leinwand eine faszinierende und erschreckende Welt entstehen, die unserer Gegenwart schon sehr nah ist.

Hörprobe zur 2. Staffel der Serie UND AUF ERDEN STILLE

Cover Und auf Erden Stille S02

Cover zur Hörspielserie UND AUF ERDEN STILLE, Staffel 2

Unser Eindruck

Nun ist sie da. Staffel 2 ist zugleich auch das Finale der dystopischen Hörspielserie UND AUF ERDEN STILLE. Innerhalb von 10 Folgen können wir uns also darauf einstellen, dass Staffel 2 auch das Serienfinale einläutet. Schade eigentlich. Denn zwei Staffeln fühlen sich immer nach einem abruptem Ende an. Andererseits: Es ist besser so, denn eine Endzeit-Hörspielserie kann schließlich nicht ewig andauern.

Die einzelnen Episoden sind dicht erzählt. Auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen wird eine menschengemachte Katastrophe erzählt. Die neue Welt ist zugleich fremd, aber auch vertraut. Warum ist nun eigentlich “auf Erden Stille”? Darauf erhalten wir eine Antwort.

“Und auf Erden Stille” ist ganz nah dran an unserem Alltag, denn die Grenzen zwischen Prophezeiung und Realität verschwimmen. Parallelen zur Covid-19-Pandemie drängen sich schnell auf. Das Thema ist also aktueller denn je, wie in Staffel 1 wird eine besondere Atmosphäre erzeugt. Die Handlung ist komplex, bedingt auch durch die vielen Stimmen. Für unseren Geschmack ist der Sprechercast etwas zu dicht besetzt, die Sprecherleistung schmälert es jedoch keineswegs.

Action und Drama kommen nicht zu kurz. Wer dystopische Thriller mag, sollte sich das Hörpiel auf die Ohren geben. Das tödliche Virus verbreitet sich immer weiter und infiziert die Menschen auf perfide Weise. Das Ende ist hochdramatisch, aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. :-)

Besetzung

Erzählerin | Vera Teltz
Rhiannon | Sarah Alles
Jerome Beaucarte | Oliver Stritzel
Lois Dewey | Kristin Meyer
Chris | Christina Ann Zalamea
Finn | Richard Barenberg
Anna | Ulrike Kapfer
Robby Lee | Philipp Engelhardt
Krzysztof | Detlef Bierstedt
Martinus | Uve Teschner
Michelle | Katharina Von Daake
Jen | Isabella-Lara Ociepka
Markie | Clara Drews
Dina | Marija Mauer
Roxanna | Stefanie Masnik
Jerry | Moritz Benecke
Schaller | Matthias Busch
David | Lars Walther
Althea | Hannah Ruthel
Scout | Nikolas Weidmann
Judy Brennan | Denise Zich
Buford | Bert Stevens
Zugbegleiter | Wolfgang Rositzka
Soldatin | Marie-Terese Katt
Diane | Wiebke Bierwag
Ralph | Mathias Renneisen
Brooks | Balthasar Von Weymarn
Dion | Dion Jaramillo
Diana Pauly | Anja Jaramillo
Karen | Dagmar Bittner
Lisa |Derya Flechtner
Leutnant | Jochim-C. Redeker
Ranger | Björn Schalla
Wanda Thompson | Stefanie Läufer
Taxifahrer | Philipp Winkens
José | Tanya Kahana
Sammy | Finn Schüler
sowie Sören Mura, Marthje Schüler, Saskia Tiede, Nicolai von Weymarn

Alle Folgen der Staffeln 1 und 2 gibt es als Download und  im Stream.

Weitere Informationen: www.folgenreich.de


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag wurde uns das CD-Boxset von Glücksstern-PR zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.

Head Money – eine Hörspielserie von Günter Merlau

Am 21. Februar 2020 ist die Hörspielserie HEAD MONEY bei LAUSCH Medien an den Start gegangen. Geplant sind insgesamt drei Staffeln à 6 Folgen, wobei jede Folge um die 50 Minuten lang ist. Die Serie wurde von Günter Merlau, Roland Heep und Gerry Streberg geschrieben und ist ohrenscheinlich dem Genre Thriller zuzuordnen. Aber worum geht es eigentlich und welchen Eindruck hat uns HEAD MONEY bislang vermittelt?

Der Klappentext

100 Millionen Dollar für den Kopf eines Milliardärs—die anonyme Organisation „Janus” greift zu drastischen Mitteln, um der sozialen Ungleichheit buchstäblich an den Kragen zu gehen. Und was Politik und Presse zunächst für eine Provokation halten, wird zu einer echten Bedrohung für die Superreichen dieser Erde. Wer steckt hinter der Verschwörung? Und was macht es mit einer zunehmend auseinander driftenden Gesellschaft, wenn die Reichsten der Reichen für vogelfrei erklärt werden?

Eine hochdramatische Thrillerserie über das verzweifelte Bemühen der Behörden, den Kopfgeldjägern zuvorzukommen und die Hintermänner von „Janus“ zu enttarnen.

Die Dystopie einer fragilen Gesellschaft, die durch das Zündeln an vulnerablen Stellen in Flammen aufgeht. Und eine ethisch-moralische Auseinandersetzung mit den großen Fragen unserer Zeit—nach sozialer Verantwortung, der Verteilung von Ressourcen und der Zukunft unseres Planeten.

Zum Audiotrailer geht es >>> hier <<< entlang!

Worum geht es in Folge 1?

Sophie Thiele (Lara Grellmann) ist Gaming-Bloggerin und für ihre Community live auf der gamescom in Köln. Gerüchten zufolge wird heute auf der Messe bekannt gegeben, was hinter der “JJ-Kampagne” steckt. Sophie hat ihre Hausaufgaben gemacht und herausgefunden, wer zumindest teilweise bei der Werbekampagne mitgewirkt hat und möchte unbedingt ein kurzes Interview mit ihm ergattern. Sie mutmaßt, dass es in diesem neuen spektakulären Videospiel um die soziale Ungleichheit bzw. Ungerechtigkeit auf der Welt geht, um die Weltwirtschaftskrisen, den schwarzen Freitag von 1929 und wohl auch um Nigeria. Während die gamescom ihren Lauf nimmt, beobachtet Sophie einen Mord und gerät schließlich selbst in Gefahr …

Andernorts geht es bei einem Live-Panel darum, wie viele Steuern multinationale Konzerte eigentlich zahlen müssen. Doch dann wird plötzlich das Video der “JJ-Kampagne” ausgestrahlt, in dem soziale Ungleichheit thematisiert und ein Kopfgeld in Höhe von 100 Millionen Dollar auf einen Milliardär ausgesetzt wird.

Alles nur Spiel und Spaß? Sehr wahrscheinlich nicht … :-)

Unser Eindruck

Von der ersten Folge auf eine ganze Staffel schließen? Schwierig, aber auch nicht notwendig. In Folge 1 wurden viele Handlungsstränge geöffnet und gleichzeitig viele Charaktere ins Spiel gebracht. Das Erzähltempo ist also entsprechend hoch. Aktuell fehlt noch ein wenig der Überblick und dennoch hat die Folge einen guten Gesamteindruck vermittelt.

Die Sprecher fallen in dieser ersten Folge positiv ins Gewicht. Hier hat sich LAUSCH Medien nicht lumpen lassen. Auch wenn wir nicht alle Sprecher aus dem Cast bereits vorher kannten, machen sie durch die Bank weg einen guten Job. Besonders positiv finden wir es übrigens auch, wenn Autoren/Produzenten selbst Teil der Hörspiele werden und Sprecherrollen übernehmen, so Günter Merlau als Alexander Schachat, der eine Politikerrolle im Hörspiel einnimmt..

Geräusche und Musik in HEAD MONEY runden den guten Eindruck entsprechend ab. Spannung / Aufgeregtheit wird an den richtigen Stellen mit passender, dramatischer Musik untermalt; die Geräuschkulisse ist authentisch und sorgt für ein angenehmes Hörerlebnis.

// Insgesamt hat uns die erste Folge von HEAD MONEY gut gefallen. Inhalt, Sprecherleistung, Geräusche und Musik sind professionell und gut umgesetzt, sodass wir hier einen klaren kb-tipp abgeben. Wir sind gespannt auf die Folgen 2 – 6 und freuen uns auf das kommende “Kino” im Kopf. :-)

Besetzung:

Erzähler | Uve Teschner
Bjarka Larsen | Julia Nachtmann
Edmund Nigel Ashdown | Rolf Becker
Abebe Enyasi | Dayan Kodua
Philipp Ott | Martin Wolf
Sophie Thiele
| Lara Grellmann
Steffen Marquardt
| Stefan Brentle
Alexander Schachat
| Günter Merlau
Verena Becker
| Verena Wolfien
Edward Silberstein
| Jürgen Holdorf
Christina Kowalczyk
| Tanja Samrotzki
Terrje Knut Paulsen | Bernd Hölscher


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag wurde uns die erste Folge der ersten Staffel von LAUSCH Medien zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.

Die Zeitmaschine nach H.G. Wells (Oliver Döring)

Die “Zeitmaschine” bildet den Auftakt zur Hörspielreihe rund um die Kurzgeschichten H.G. Wells. Es folgen “Das Imperium der Ameisen” und der Dreiteiler “Krieg der Welten”. Für die Produktion war Hörspielproduzent Oliver Döring (u.a. “Star Wars”, “John Sinclair”, “End Of Time”) verantwortlich. Hören wir einmal genauer hin, was es mit dem Wells’schen Remake-Debüt auf sich hat!


Zur Romanvorlage:

Die Zeitmaschine (“The Time Machine”) von 1895 ist die erste literarische Beschreibung einer Zeitreise in die Zukunft und gilt heute als Vorreiter für die moderne Science Fiction-Literatur; ohne dabei jedoch die gängigen Klischees zu bedienen.  Im Mittelpunkt der Dystopie steht ein junger Forscher und Erfinder, der mit einer selbstgebauten Zeitmaschine die Gegenwart hinter sich lässt und ferne Zeitebenen bereist. Im Jahr 802.701 angekommen, findet er schließlich eine Erde vor, auf der fast alles menschliche Leben erloschen ist – bis er auf das Volk der freundlich-naiven Eloi trifft, die scheinbar in paradiesischen Zuständen leben. Doch dann entdeckt er, dass die Eloi von den nachtaktiven, monsterartigen Morlocks aus dem Untergrund beherrscht und gewissermaßen als Schlachtvieh gehalten werden. Doch es gibt kein Weg zurück …

Lange vor Einstein

Groß und zeitlos – der Roman von H.G. Wells ist keineswegs veraltet und spannend bis in die heutige Zeit. H.G. Wells war, ebenso wie Jules Verne, seiner Zeit weit voraus. Er machte sich Gedanken über Zeitreisen, die vierte Dimension und die Relativität, lange bevor dies Bestandteil von Einsteins Forschung wurde. Auch überrascht seine Vorstellung der Zukunft, die auf den ersten Blick paradiesisch erscheint, doch dann dystopisch widerspiegelt, wie eine Zivilisation, die wissenschaftlich auf dem höchsten Stand war, langsam verfällt und nur ein paar wenige verfallene Bauten in der Natur zurücklässt. „Die Zeitmaschine“ ist ein nach wie vor spannender Roman, der nicht nur Science Fiction-Fans erfreut, sondern auch der Gesellschaft einen Spiegel vorhält und das aktueller denn je.


Während in dem ersten Teil die Grundsituation vorgestellt und die Entwicklung der Menschheit skizziert wird, konzentriert sich die Handlung im zweiten Teil auf Jacks Erlebnisse in der weit entfernten Zukunft bei den Eloi. Neben all der Spannung wird auch die menschliche Entwicklung von Weena sehr gekonnt dargestellt, die sich langsam an Jacks Neugier ein Beispiel nimmt und selbst anfängt, nachzudenken und zu hinterfragen. Gekrönt wird dies von einigen philosophischen Fragen, die Jack am Ende im Kreise seiner Freunde stellt.

Hier kommt eine kleine Inhaltsangabe:

Auf Zeitreise: Jack Milton

Jack Milton (Hans-Georg Panczak) liebt das Zeitreisen. Sehr zum Leidwesen der Universität, die dem ambitionierten Professor die Unterschlagung von Forschungsgeldern vorwirft. Seine Freunde halten zu ihm, doch der Zeitreisende wird schon bald sichtbare Ergebnisse präsentieren müssen, um Zeit und Geld zu legitimieren.

Bei seinen Zeitreisen nimmt Jack immer einen Kassettenrekorder – ;-) – mit, um seine Berichte aufzuzeichnen. Im Jahr 4000 unternimmt der Zeitreisende einen Zwischenstopp; hier herrscht ein Überwachungsstaat und es gibt kein Geld mehr. Man hält Jack für einen Terroristen und macht Jagd auf ihn. Jack ist in der weit entfernten Zukunft zwar sicher angekommen, doch da seine Zeitmaschine verschwunden ist, hat er keine Chance, zurückzukehren. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als bei den freundlichen Eloi zu bleiben. Doch trotz der Friedlichkeit ihrer Welt wundert sich Jack über den Gleichmut der Erdenbewohner. Dann lernt er die faszinierende Weena  (Luisa Wietzorek) kennen …

Jack führt es ins Jahr 802.701. Die Menschheit hat von 1914 bis dato fünf Weltkriege geführt. Am Schluss des Hörspiels, bevor Jack erneut in die Zukunft reist, zerstört er seine Pläne der Zeitmaschine, damit sie nicht für militärische Zwecke missbraucht werden kann.


Fazit

Inhalt:

Die folgenreiche Hörspieladaption von H.G. Wells “Die Zeitmaschine” ist ein Zweiteiler, der es in sich hat. “Die Zeitmaschine” bietet viel inhaltlichen Freiraum für leise Zwischentöne. Auch kommt immer wieder eingestreut zum Ausdruck, dass die Menschheit, die Politik und die Gesellschaft – selbst mit fortschreitender Erdzeit – keineswegs schlauer oder reifer geworden ist.

Erzählt wird die packende Geschichte eines Mannes, der in eine ferne Zukunft reist und dort das Grauen erlebt. Die Inszenierung ist äußerst aufwendig. Oliver Döring verlässt sich nicht darauf, dass der angestaubte Stoff schon irgendwie durch den Namen des Autors und den Bekanntheitsgrad der Geschichte genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird und man mit einer 08/15-Produktion die üblichen Käufer in die Läden bringen kann – im Gegenteil: Oliver Döring belebt die Geschichte neu und verpasst ihr eine Verjügungskur.

Regisseur Oliver Döring versetzt die Erfindung der Zeitmaschine in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts, in die Zeit nach der ersten Mondlandung, der ersten Personal Computer und der Concorde, in der die technologische Entwicklung große Schritte gemacht hat. Ebenso war dies eine Epoche der Angst vor Kriegen, Weltuntergang und unkontrollierbaren neuen Technologien, was den heutigen Hörern den moralischen Hintergrund des Zeitreisenden näher bringt.

Sprecherleistung:

Schon die ersten Augenblicke lassen ein außergewöhnliches Hör-Abenteuer vermuten: Ein immer lauter werdendes Ticken einer alten Uhr empfängt den Hörer, bevor Ex- “John Sinclair”- Mitstreiter Joachim Kerzel die Kurzansage übernimmt, um dann von futuristisch anmutenden Klängen scheinbar hinweggefegt zu werden. Schon befindet sich der Hörer in der vermeintlich guten alten Zeit, im viktorianischen England, im Jahre 1894, inmitten “Filby”- Rufen und dem Getrappel einer Pferdekutsche. Doch auch hier verweilen wir nur sehr kurze Zeit.

“Die Zeitmaschine” versammelt herausragende „Hollywood-Synchronstimmen“, darunter Maximiliane Häcke, Nico Sablik und Joachim Kerzel. Das Sprecherteam ist bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. Hans-Georg Panczak (u. a. Stimme von Mark Hamill, Richard Thomas, „Harry Shearer“) ist natürlich wieder als Jack zu hören. Er versteht es, die Spannungsbogen der Geschichte gut nachzuzeichnen. Luisa Wietzorek (Emma Roberts, Isabel Lucas, Jenna Coleman) ist mit ihrer sanften Stimme eine sehr gute Besetzung für die Rolle der Weena, wobei sie die voranschreitende Wandlung der Eloi gekonnt darstellt. Auch Marianne Groß kann als Roboterfrau begeistern. Sie passt ihre ausdrucksstarke Stimme gekonnt an die kühle Ausstrahlung der Figur an.

Die Dialoge wirken lebendig, transportieren Spannung und Emotionen und werden in Verbindung mit dem Soundkonzept zu einer authentischen Produktion, die die gesamte Bandbreite der Geschichte deutlich werden lässt und klarmacht, warum dieses Buch zu den Klassikern der Weltliteratur zählt.

Geräusche und Musik:

Durch das fantastische Sounddesign und die filmreife Musik wird Wells visionäres Werk zum Kopfkino. Döring bringt in jeder kleinsten Szene technische Spielereien mit ein, die sehr passend sind und die Wirkung unterstützen. Ansonsten ist die Umsetzung für Döring ungewöhnlich ruhig. Viele Melodien sorgen für einen atmosphärischen Verlauf, während in den Schlusszenen unter der Erde einige passend plazierte Geräusche für den Gruselfaktor sorgen.

Cover und Titel:

Das schwarze Cover mit der riesigen, weißen Uhr springt beim ersten Titel sofort ins Auge. Vor der Uhr steht ein Mann im Anzug, der nur von hinten zu sehen ist. Im Titel-Schriftzug ist ebenfalls eine Uhr zu sehen. Schon auf den ersten Blick erkennt der Betrachter, worum es in diesem Hörspiel geht; ein echter Hingucker. Die Schriftzüge wirken technisch klar und futuristisch. Das eigentliche Motiv auf dem zweiten Cover bildet ein menschliches Gesicht, das in viele technische Symbole eingerahmt ist.

Was macht eigentlich … Oliver Döring?

Produzent Oliver Döring ist ein Urgestein der Hörspielszene und seit den ersten 70er-Folgen der “John Sinclair- Edition 2000”- Hörspielserie (sowie den ersten neun Classic-Folgen) gut bekannt. Döring hat auch bei weiteren Serien den Hut auf: “Don Harris”, “Star Wars”, “End of Time”, “The Border” und “Foster”.


Fakten

Genre:

Science Fiction

Label:

IMAGA / Folgenreich

Gesamtspiellänge:

Teil 1 und 2 je ca. 59 Minuten

Produktionsjahr:

VÖ: 29.09.2017


Besetzung:

– Teil 1 –

Jack Hans-Georg Panczak
Cabbs Bernd Rumpf
Peter Udo Schenk
Mr. Blank Oliver Stritzel
Mr. Chose Reinhard Kuhnert
Mrs. Watchett Susanna Bonaséwicz

sowie Alexander Doering, Sascha Rotermund, Peter Groeger, Roland Wolf, Asad Schwarz, Nico Sablik, Jaron Löwenberg, Christian Puciata, Hans Bayer, Berenice Weichert, Marieke Oeffinger, Matthis Schmidt-Foß, Antje Von Der Ahe und Joachim Kerzel.

– Teil 2 –

Weena Luisa Wietzorek
Mr. Blank Oliver Stritzel

sowie Marianne Groß, Maximiliane Häcke, Juliane Ahlemeier, Nico Sablik, Marcus Staiger, Annika Gausche und Joachim Kerzel.


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag hat uns das Team von Folgenreich ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.