Leipziger Buchmesse 2019 – wir waren dabei

Der Winter ist lang & träge & das Einzige, worauf man sich am Ende des Tunnels freut, scheint die Leipziger Buchmesse zu sein. So auch in diesem Jahr für dich getestet. Am Donnerstag und Freitag (21. und 22. März) hat sich die kassettenbox in das Leipziger Getümmel gewagt & eine wundervolle Zeit zwischen all den (Hör-)Buch- und Hörspielmenschen verbracht.  Allerdings geht hier ohne ordentliche Planung gar nichts. Sicherlich ist es schön, hier und da in einem oder mehreren Bücherstapeln zu stöbern. Nur kann man das auch in der heimischen Buchhandlung zu Hause tun. Was die Buchmesse ausmacht, ist u. a. das Programm Leipzig Liest, das jede Menge Lesungen, Podiumsdiskussionen und Gespräche für die Messebesucher bereithält. Orte, an denen sich mit der Materie auseinandergesetzt wird und an denen jedermann ggf. auch seinen eigenen Horizont erweitern kann, wenn man es denn zulässt.

Unser Programm

Veranstaltungen bzw. Lesungen, an denen wir teilgenommen haben, waren u. a. die Lesungen mit Sophie Passmann (Alte Weiße Männer), Sarah Kuttner (KURT), Tanja Raich (Jesolo), Bela B (Scharnow) und Daniela Krien (Liebe im Ernstfall), die im Grunde eine ziemliche gute Auswahl waren. Das Besondere für uns an solchen Lesungen ist ja in der Regel, wenn die Schriftsteller aus ihren eigenen Büchern vorlesen. Es gibt da eine Art magischen Moment, in dem es ganz ruhig ist und man sich auf das Wesentliche besinnt. Man taucht in eine Parallelwelt ein, die man eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte. Das ist wohl dieses Buchmesse-Phänomen, von dem immer alle reden (oder zumindest wir).

Sophie Passmann

Sophie Passmann

Unser kleines Stimmen-Highlight

Um aber noch einmal auf die Stimmen zurückzukommen: Als Hörspielfan hat man vielleicht sowieso eine bestimmte Veranlagung dafür und man hört ggf. genauer hin als so manch anderer. Habt ihr in letzter Zeit dem Bela B mal zugehört? Diese leicht rauchige und tiefe Stimme sollte unserer Meinung nach unbedingt mehr Gehör in der Hörspielwelt finden – wo kann man dafür abstimmen? Zunächst erfreuen wir uns aber an dem von ihm eingesprochenen Roman Scharnow, der zwar sehr skurril zu sein scheint, allerdings wird er halt von Bela B vorgelesen … :).

Bela B

Bela B

Die Vielseitigkeit von Andreas Fröhlich

Natürlich waren wir auch in der Hörspiel-Arena zugegen und konnten außerdem einen Blick auf unseren “Dritten” erhaschen. Andreas Fröhlich war bei der HTWK Leipzig im Gespräch und wurde mit so einigen interessanten Fragen gelöchert. So hat er über die Unterschiede zwischen Hörbüchern und Hörspielen gesprochen oder über die Gründe, weshalb er nicht mehr so gern synchron spricht, sondern sich lieber mit Hörspielen befasst (der Grund ist übrigens, dass das Synchronsprechen so schnell und hektisch geworden ist und dadurch nur wenig Zeit bleibt, sich wirklich mit den Dialogen auseinanderzusetzen) und eben auch, weshalb es sich auch nach 40 Jahren immer noch so gut anfühlt, als Justus, Peter und Bob unterwegs zu sein.

Andreas Fröhlich

Andreas Fröhlich

Andreas Fröhlich hat gestern gesagt, dass es sich auch nach 40 Jahren noch so anfühlt wie Klassenfahrt & dass er sehr dankbar dafür ist, das Phänomen #DieDreiFragezeichen so zelebrieren so können.

Tweetkassettenbox (23.03.2019)

Am Ende durften wir auch hier noch etwas lauschen, da Andreas Fröhlich seinem Job als Hörbuchsprecher von Walter Moers’ “Weihnachten auf der Lindwurmfeste” nachgehen durfte. Man munkelt, er war am Abend noch auf der “50 Jahre Herr der Ringe”-Feier geladen und hat noch ein bisschen den Gollum gegeben. Ein ziemlich vielseitiger Mann – seines Zeichens “Zauberzunge und Hörspieler” :).

Andreas Fröhlich

Andreas Fröhlich

Genau solche Termine machen die Buchmesse zu etwas Einzigartigem. Man kommt so einfach ins Gespräch mit Hörspielsprechern, Autoren und Verlagen, sodass es am Ende gar nicht so schlimm ist, dass das Medium Hörspiel nur eine klitzekleine Randnotiz ist. Und selbst wenn dem so ist, hat es trotzdem seine Daseinsberechtigung.

Die kassettenbox freut sich auf die Leipziger Buchmesse 2020 (12.-15. März).

kb-nachgefragt: Hörspielmacher Falk T. Puschmann auf der #LBM17

Ja, also wir sind jetzt hier auf der Leipziger Buchmesse und wir treffen heute Falk zum kurzen Interview. Stell Dich doch mal vor bitte.

Falk: Hallo, ich bin Falk Puschmann, ich bin Hörspielmacher vom Label Innovative Fiction. Hab angefangen mit nichtkommerziellen Hörspielen und habe jetzt gerade eben eine große Verschwörungsmystery-Saga veröffentlicht.

Und du hast dich jetzt hier heute an einem Samstag nach Leipzig begeben. Was hast du dir angeschaut, was kann man vielleicht hörspieltechnisch auf der Leipziger Buchmesse so erwarten?

Falk: Ja, für mich geht es auf der Buchmesse eigentlich meistens mehr darum, um die Leute zu treffen – also andere Macher – und sich ein bisschen auszutauschen, aber auch mit den Hörern in den Plausch zu gehen. Und erstmalig bin ich diesmal leider zeitlich kein Aussteller. Und sonst gibt es immer schön die Möglichkeit, so ein bisschen mit auch Hörern – wie gesagt – in Gespräche zu kommen und zu hören, was ihnen denn an den Hörspielen gefällt, nicht gefällt, oder sie generell mal vom Hörspiel zu überzeugen. Ich war die letzten Jahre auch gerne in der Fantasy-Halle – also quasi, nennen wir es mal “Feindesland” freundlich -, wo dann wirklich das geschriebene Wort regiert und man dann mit Leuten wirklich mal sprechen kann über Hörbücher, Hörspiele und den Unterschied zum geschriebenen Wort. Das ist sehr spannend.

Du hast uns aber vorhin verraten, dass du neue Projekte an Land ziehen wirst demnächst oder auch schon angeheuert hast. Mit dem “Fluch” bist du ja jetzt soweit durch. Crowdfunding möchtest du demnächst auch wieder starten?

Falk: Ja, Crowdfunding habe ich jetzt ja gerade eben ein großes abgeschlossen. Nachdem die Produktion statt anderthalb Jahren vier Jahre gedauert hat, wird es noch ein bisschen dauern, bis ich das nächste Crowdfunding angehe, weil ich sehr sehr viel daraus gelernt habe – gerade was Projektvorbereitung und so weiter angeht – und eher die Projekte kleiner mache. Was ich mir im Moment angucke für das nächste Projekt ist Patreon, was so eine Mischung aus Crowdfunding und Abomodell ist. Wo du als Künstler die Möglichkeit hast zu sagen, pro Produktion oder pro Monat kann man dich unterstützen und die Unterstützer können selber bestimmen, wie viel – quasi 1 EUR/Monat – und dafür bekommen sie dann spezifische kleine Goodies, wie man das eben vom Crowdfunding klassisch kennt. Das finde ich eigentlich eine sehr spannende Geschichte, gucke ich mir gerade an und ansonsten ist das nächste in der Pipeline Richtung Abenteuer, Action und so ein bisschen Endzeitszenario. Da habe ich eine Geschichte als Blogroman geschrieben und die möchte ich gerne als Hörspiel umsetzen.

Kannst du da aus einer Reihe von Sprechern schöpfen, die du schon kennst, oder musst du immer komplett neu überlegen, wen du da anfragen könntest?

Falk: Ja, das Schöne an der Sache ist, dass man natürlich – Innovative Fiction gibt es jetzt bald seit acht Jahren – da hat man so eine gewisse Familie beisammen. Und auch aus der nichtkommerziellen Hörspielzeit kenne ich sehr viele Sprecher. Das heißt, man hört bei Innovative Fiction sehr viele Familienmitglieder auch immer wieder in unterschiedlichen Rollen. Es kommen aber auch immer wieder neue hinzu – also sowohl als auch. Das war das Schöne beim “Fluch”, weil wir eben durch das Crowdfunding ein bisschen größeres Budget zur Verfügung hatten, eben auch einige neue Leute mit an Bord holen können und auch einige bekanntere Sprecher – wie zum Beispiel Vera Teltz, Helmut Krauss hatten wir dabei. Also eben auch einige namhaftere Leute mit an Bord holen konnten, die wir dann im Studio aufgenommen haben.

Und du hast uns veratten, dass wir dich auch auf der Hörmich treffen können?

Falk: Genau. Die Hörmich, eine sehr schöne, kleine Veranstaltung. Da bin ich zwar diesmal leider auch nur als Besucher, aber die kann ich auch jedem ans Herz legen. Es gibt sehr viele schöne Live-Hörspiele und auch die Möglichkeit, mit Machern ins Gespräch zu kommen – eigentlich eine sehr familiäre Atmosphäre. Und ich hab sie davor auch nur von Hörensagen gekannt und war sehr positiv überrascht. Das ist ein Tag und der geht ratzfatz vorbei.

Für Leute, die den Fluch nicht kennen: Worum geht es da, was war deine Grundidee?

Falk: “Der Fluch” ist so ein bisschen Verschwörungsmystery und eine Mischung aus H. P. Lovecraft meets Akte X. Die Geschichte beginnt ganz einfach mit einem Bestsellerautoren, der so in die Einsamkeit fliehen möchte und den aber sein Erfolg so ein bisschen verfolgt bzw. in der kleinen Stadt Port Hardy auch eines seines Bücher sich plötzlich in Tatsache oder Realität verwandelt und dadurch eben der Anfang für ein ganz großes Abenteuer gesponnen wird. Wo wir eben Glen Snider, den Autor, besser kennenlernen. Wir haben den dortigen Dorfsheriff Kate O’Conner, die spielt eine sehr wichtige Rolle dabei. Die ersten beiden Folgen bilden da so einen schönen Rahmen, um abschließend vier Folgen noch auf eine deutlich größere Geschichte zu bringen, die dann auch, glaube ich weltumspannend, kann man sagen, ist – im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade für Freunde der klassischen Verschwörungsmystery-Geschichten, Regierungsverschwörungen, komischer, unerklärlicher Phänomene, Anomalien, usw., denke ich eine sehr schöne Geschichte.

Was uns bei sm Hören auffiel, wo wir manchmal überlegen mussten: Das ist ja eine sehr komplexe Story, super viele Sprecher … Man muss wirklich am Ball bleiben, man kann es nicht nebenher hören. Hast du da bewusst auf eine Erzählstimme verzichtet?

Falk: Genau, da haben wir bewusst drauf verzichtet, weil wir die Hörspiele sehr filmisch umsetzen wollten: Der Zuhörer macht seine Augen zu und sieht den Film dann wirklich vor dem geistigen Auge. Die Herausforderung besteht natürlich darin, sehr sehr viel mehr über Sounddesign zu machen, was wir versucht haben. Und es ist dementsprechend auch nicht unbedingt zum nebenher beim Bügeln oder zum Einschlafen hören, aber wir haben versucht, die Geschichte auf mehrere Ebenen zu bringen. Das heißt, wer auch wirklich dranbleibt und auch gerne mal ein zweites Mal hört, wird immer noch so kleine Details entdecken, die wir eingebaut haben in die Geschichte. Und insgesamt bilden die sechs Teile auch eine komplett abgeschlossene Reihe, die jetzt auch bei unserem Vertrieb Pop.de als schöne kleine Sammelgeschichte erhältlich ist und bietet sehr sehr viel Platz auch, sich selber die Geschichte auch weiter im Kopf zu spinnen.

Was würdest du jungen, ambitionierten, kreativen Leuten empfehlen, die ein Hörspiel machen wollen? Wie sollen die da rangehen?

Falk: Das Einfachste ist: Es gibt inzwischen sehr viele Möglichkeiten, im Internet selber schon, gerade im nichtkommerziellen Bereich, so erste Gehversuche zu machen. So habe ich angefangen und es war und ist auch eine Talentschmiede für bekanntere Leute, so im nichtkommerziellen Bereich anzufangen. Dementsprechend wäre das meine Empfehlung, weil da kann man, ohne den finanziellen Druck – das muss jetzt so und so viel Geld machen – einfach mal ein bisschen auch mit Geschichten herumexperimentieren und es gibt sehr sehr tolle Hörspiele, die dabei entstehen und auch diverse Profisprecher wie Martin Sabel – spricht zum Beispiel auch bei uns mit – ist in sehr vielen Computerspielen zu hören, die auch immer wieder solche Projekte unterstützt haben – also finde ich einen sehr schönen Einstieg.

Und zum Schluss: Hast du noch einen Hörspieltipp für uns?

Falk: Einen Hörspieltipp … Ich habe die Tage mal wieder Morland gehört. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Das ist eine Fantasy-Trilogie, die ich immer sehr gerne empfehle, weil sie so ein bisschen Underdog-mäßig ein Schattendasein fristet, aber eine richtig schön groß erzählte Young Adult Fiction ist, die sehr viel Spaß macht. Bei HeadRoom ist sie erschienen. Ich glaube, die CDs sind inzwischen vergriffen, aber digital gibt es sie noch bei iTunes & Co. – kann ich sehr ans Herz legen, sehr schöne Geschichte.

Vielen Dank für das Gespräch und für deine Projekte weiterhin alles Gute. Wir werden das verfolgen!

Falk: Vielen Dank für das Interview.

kb-mittendrin: kassettenbox auf der Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. bis 20. März 2016 fand die Leipziger Buchmesse statt. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und sind am Samstag und Sonntag nach Leipzig gedüst. Die Buchmesse in Sachsen hat natürlich nicht nur etwas für Buchliebhaber zu bieten, sondern auch für Hörbuchliebende und sogar für uns, die wir uns dem Hörspiel verschrieben haben. Dazu später mehr.

Leicht verspätete Ankunft und nichts wie ab aufs Messegelände

Voller Vorfreude und Euphorie machten wir uns in den Zug gen „neues Berlin“ auf, schon dort fasziniert von manch einem Cosplay. Das Leben in vollen Zügen genießen – so lautete das Motto an diesem Wochenende. Aber das hat unserer Laune keinen Abbruch getan. Leicht verspätet sind wir schließlich auf dem Messegelände eingetroffen und sofort in Halle 5 zu Vorablesen gerauscht. Dort haben wir noch einem Autoreninterview mit viel (bzw. konkret einem) Witz lauschen und eine 1A-Messetüte abstauben können.

Hörspielproben sorgen für große Lacher

Gleich im Anschluss an Vorablesen fand eine weitere für uns interessante Session im Forum Hörbuch + Literatur statt. Die lustigsten Hörproben 2016 mit der berühmtesten Stimme Deutschlands Heike Hagen – manch einer mag sie als Ratgeberin in vielen Lebenslagen mit einem ganz bestimmten Obst-Smartphone kennen. Neben einem Interview von Heike Hagen, in dem sie hier und da aus dem Nähkästchen plauderte, wurden dem Publikum verschiedenste Hörproben aus den Bereichen Hörbuch, Hörspiel, Rundfunk und Fernsehen geboten. Pleiten, Pech und Pannen und vor allem viele große Lacher sorgten auch bei den Hörern dafür, dass sie nicht mehr an sich halten konnten. Die Hörproben haben gezeigt, dass Sprecher, Schauspieler u. ä. auch nur Menschen sind – zum Glück!

Die Hörspielarena – Halle 3

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Gut gelaunt sind wir dann endlich in die Hörspiel-Arena gegangen. Die Hörspiel-Arena wurde in diesem Jahr von AUDIAMO gesponsert. Aber was genau ist die Hörspiel-Arena? Es handelt sich dabei um eine Art Gemeinschaftsstand auf der Buchmesse, auf dem vor allem unbekanntere oder vielmehr Hörspiele entgegen dem Mainstream die Möglichkeit hatten, präsentiert zu werden. Das war auch ganz im Sinne der Berliner Hörbuchhandlung AUDIAMO und ganz bestimmt auch des Veranstalters, der Hörspielgemeinschaft e.V.

Ausgestellt waren u. a. die Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises „Wir“, „Die unendliche Geschichte“, “Tante Poldi und die sizilianischen Löwen” sowie jede Menge von „John Sinclair“, dem Geisterjäger, aber natürlich noch viele mehr! An dieser Stelle können wir übrigens auch den Podcast von Ohrenblicke zur Leipziger Buchmesse empfehlen.

Über die Messe schlendern und das drei ???-Glücksrad bestaunen

Im Anschluss haben wir uns ein bisschen Zeit genommen, um allgemein über die Messe zu schlendern. So haben wir es sogar gewagt Halle 1, die Manga Comic-Con, zu besuchen, was auf einen Samstag aber eine sehr große Herausforderung darstellt. Natürlich haben wir auch einen Abstecher zu einigen Buchverlagen und zur Messebuchhandlung gemacht. Letztgenannte war leider sehr enttäuschend. Das Sortiment erschien uns gering und dazu war es unsortiert. Eine gezielte Suche nach Werken war daher unmöglich. Nicht einmal die Mitarbeiter wussten, wo vorne und hinten ist. Positiv fanden wir aber die neuen mobilen Kassierer, sodass man auch bei den Verlagen selbst, Bücher, Hörbücher, Hörspiele, etc. erwerben konnte.

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Großen Spaß hat uns natürlich der Die drei Fragezeichen Stand in Halle 4 bereitet. Dort haben wir uns schlichtweg wie zu Hause gefühlt. Jedes Mal, wenn wir zufällig (!) an diesem Stand vorbeigekommen sind, standen ebenso unzählige Kinder am Glücksrad an, sodass wir für kassettenbox leider nicht die Möglichkeit sahen, ebenfalls mal am Glücksrad zu drehen – schade! Aber wieder einmal stellten wir fest: Die drei Fragezeichen gefallen nicht nur Kindern, sondern auch Jugendlichen und Erwachsenen. Das Buchsortiment der drei Detektive scheint ebenso ein Dauerbrenner zu sein. Leider wurden die Hörspiele nicht berücksichtigt, aber dafür natürlich die jüngst erschienene Graphic Novel “Die drei Fragezeichen und der dreiäugige Totenkopf”.

Sarah Kuttner und schon war der Tag vorbei

Unsere fast letzte Anlaufstation sollte ein Interview mit Sarah Kuttner zu ihrem neuen Buch 180 Grad Meer sein. Sie war live vor Ort, doch wir konnten sie leider nur hören bzw. über Bildschirm verfolgen. Mit ihrer bekannten betont locker-lässigen Art hat sie auf die Fragen des ARD-Reporters geantwortet … und das mal so gar nicht lästig, anders als ihre Protagonistin angeblich.

Ein langer Messetag ist damit für uns zu Ende gegangen. Mit vielen tollen Eindrücken und viel zu wenig Zeit, um alles zu sehen und alle Informationen aufzusaugen, haben wir die Leipziger Buchmesse erlebt. Im nächsten Jahr planen wir auf jeden Fall mehr Zeit ein; mehr Zeit, um Kontakte zu knüpfen und auf Verlage zuzugehen und mehr Zeit für interessante Vorträge. Heißt für uns: mindestens zwei Messetage im Jahr 2017!

Die erste Bloggerkonferenz der Leipziger Buchmesse 2016kassettenbox auf der lbm16_2

Am Sonntag waren wir Teilnehmer der blogger:sessions Konferenz der Leipziger Buchmesse. Begonnen hat das Ganze mit einer ganz besonders starken Keynote durch Karla Paul ihres Zeichens Verlagsleiterin und Literaturbloggerin.

Kommt endlich raus aus Eurer Emo-Flauschzone und stellt Euch der dringend notwendigen Professionalität, denn Ihr macht Werbung für das wichtigste Medium überhaupt.

Im Anschluss haben wir uns interessante Fakten, Tipps, Do’s and Dont’s von Dr. Stefan Haupt und Rainer Dresen angehört und dabei viel gelernt. Ein bisschen eingeschüchtert haben sie uns dann aber doch … Zwei interessante Podiumsdiskussionen, die beide letztendlich zum Thema „Sollten Literaturblogger für ihre Arbeit entlohnt werden?“ führten und dabei für ziemlichen Krawall, anstatt Flausch, sorgten. Wir denken, dass das nicht von jetzt auf gleich funktioniert, sondern, dass es sich dabei um einen langen Prozess handelt, bei dem Blogger und Verlage aufeinander zugehen müssen.

Insgesamt war die Bloggerkonferenz eine großartige Networking-Veranstaltung. Wir hatten die Möglichkeit, andere Blogger kennenzulernen, sowohl solche, die schon jahrelang bloggen, als auch solche, die ähnlich wie wir, noch nicht so lange dabei sind. Die ganzen Eindrücke zu gewinnen, hat uns großen Spaß gemacht. Wir haben viel mitgenommen und viel gelernt. Die Zeit ging aber auch am Sonntag leider viel zu schnell vorbei. Wir freuen uns aber schon auf nächstes Jahr. Vielleicht trifft man dann ja auch mal auf andere Hörspielblogger!