Die drei Fragezeichen – Eine Ära für sich!

Nein – hier handelt es sich nicht um eine weitere Hörspielrezension der “Die drei Fragezeichen”! Wir möchten an dieser Stelle mal ein bisschen zurückblicken und schauen, womit wir es hier eigentlich genau zu tun haben.

Drei Fagezeichen – Bücher als Grundstein

Der erste Buchband des ursprünglich aus Amerika stammenden Detektivtrios feiert in diesem Jahr nämlich sein 50. Jubiläum. “Die drei Fragezeichen und das Gespensterschloss” erschien 1968 erstmals in deutscher Sprache und die Begeisterung für jeden weiteren Fall sollte auch 50 Jahre später nicht abnehmen. Ziemlich verrückt eigentlich! Im Jahr 1979 war dann auch die Geburtsstunde der ersten sechs Drei Fragezeichen Hörspiele. Wie wir alle wissen, hat sich das Hörspiellabel EUROPA mit Heikedine Körting und ihrem inzwischen leider verstorbenen Ehemann Andreas Beurmann dem Thema angenommen und bislang 191 Fälle für die drei Detektive veröffentlicht.

Justus, Peter und Bob sind nicht einfach nur Detektive

Aber das “Drei Fragezeichen”-Universum macht viel mehr aus. Es sind nicht nur die Bücher oder die Hörspiele – es ist auch nicht der Toaster oder das Detektiv-Duschgel. Es ist die Nostalgie. Es geht darum, alte Freunde zu treffen, mit ihnen gemeinsam zu rätseln und Fälle verschiedenster Art zu lösen. Es geht um Tradition. Es geht darum, dass man gemeinsam mit den drei Detektiven aufgewachsen ist  und Tag für Tag bzw. Nacht für Nacht gemeinsam eingeschlafen ist. Es geht um Freundschaft. Es geht darum, in eine Welt einzutauchen, in der man Justus, Peter und Bob als Kumpels trifft und es geht darum, dass am Ende (gefühlt) alles gut wird. Es sind – weder für dich noch für uns – nicht nur Bücher und schon lange nicht nur Hörspiele.

Aus diesem Grund sind die Live-Veranstaltungen der Drei Fragezeichen so sehr beliebt und sicherlich ist auch deswegen die Zahnbürste oder auch das Waffeleisen ein Dauerbrenner.

Danke Robert Arthur

Wir sind zwar nicht so auf die Bücher gepolt, aber da sie den Grundstein für alles Weitere gelegt haben, müssen wir hier selbstverständlich dankbar sein! Ohne die drei Fragezeichen würde es die kassettenbox nämlich auch gar nicht geben. So ganz nebenbei gesagt.

Einen schönen Artikel zum Thema findest du auch aktuell im Tagesspiegel: Die drei ??? – Aus Raum und Zeit gefallene Detektive. Hier erfährst du vor allem mehr zur Geschichte der Die drei Fragezeichen – Bücher. In jedem Fall lesenswert!

kb-nachgefragt: Felsenstrand

Einer unserer Partner-Blogs ist „Felsenstrand“. An dieser Stelle verraten wir dir, was diesen Blog ausmacht, wer dahintersteckt und was er mit unserer Hörspielwelt zu tun hat.


Lieber Gregor, du betreibst das Blog „Felsenstrand“. Wie kam es zu dieser Webseite und was macht deinen Blog aus?

Die Entstehung hat zwei Ursprünge: Blogs „an sich“ und mein Ansinnen, ein allumfassendes Nachschlagewerk zu den drei ??? zu verfassen.

Ich hatte mich vor Jahren gefragt, warum es denn dieses Nachschlagewerk nicht gibt, und  dann letztlich begonnen, es selbst zu schreiben. Leider bin ich immer wieder ins Stocken geraten und deswegen gibt es das Buch immer noch nicht. Das Stocken lag weniger an einer Schreibblockade, sondern vielmehr an meiner Aufschieberitis und einem viel zu überdimensionierten Anspruch.

Damit ich aber trotzdem immer wieder etwas veröffentliche und überhaupt für mich sichtbar vorankomme, habe ich mir kleinere Häppchen gesucht. Da bin ich dann zwangsläufig aufs Bloggen gekommen.

In dem Zusammenhang habe ich dann auch überrascht festgestellt, dass es kein Blog gibt, das sich ausschließlich den drei ??? widmet. Soweit ich weiß, ist das auch immer noch so. Insofern macht dies mein Blog schon aus – wenn man so will ist das Thema ein Alleinstellungsmerkmal. :-)

Inhaltlich möchte ich nicht nur die Hörspiele abdecken, sondern gerade auch die Bücher. Einerseits liebe ich Bücher, und andererseits sind die Hörspiele teilweise stark gekürzt, so dass einiges von der Atmosphäre und der Hintergrundgeschichte schlicht fehlt. Und durch die Kürzungen werden die Hörspiele oftmals auch unlogisch. Als Beispiel mag hier der seltsame Wecker dienen – wer nur das Hörspiel kennt, wird Probleme haben, zu erklären, was das für Zahlen sind, die auf einem Zettel auftauchen und was mit „Nimm dir das Buch vor“ gemeint ist.

Neben den eigentlichen Geschichten um die drei Detektive gibt es natürlich noch einiges zu erzählen: Die Geschichte der Reihe ist an sich schon ungewöhnlich, und wenn ich jemals dazu kommen sollte, die lizenzrechtlichen Probleme aufzurollen, dann wird es sogar abenteuerlich und spannend. Und vielleicht finde ich auch irgendwann heraus, wer sich hinter dem Autoren-Pseudonym „Ben Nevis“ verbirgt …

Du schreibst auf deinem Blog über Die drei Fragezeichen, über die Bücher, aber auch über die Hörspiele. Was genau fasziniert Dich am gesprochenen bzw. geschriebenen Wort bei den drei Detektiven?

Ich würde gerne schreiben, dass die Geschichten der Reihe einen besonderen Reiz ausmachen und sie vor Sprachwitz nur so explodieren. Tatsächlich ist es aber so, dass die Faszination der Nostalgie und Gewohnheit entspringt.

Ich lebe (wenn ich die große Pause zwischen etwa 15 und 35 ignoriere) seit Anbeginn der Hörspielserie mit den drei Detektiven. Seit etwa 2008 bin ich wieder dabei und mit meinem Blog hat sich ein bestimmter Rhythmus entwickelt: Ich lese immer das neue Buch, bevor ich die neue Folge höre. Das Buch lese ich immer am Stück. In der Regel läuft im Hintergrund die Hörspielmusik von Carsten Bohn. Da kommt vielleicht die Nostalgie am besten zum Ausdruck.

Eventuell kann ich doch noch mit Faszination aufwarten: Der unglaubliche Korpus der Fälle ist schon faszinierend. Eigentlich müsste ja alles schon einmal da gewesen sein – die Autoren haben immer noch ausreichend neue Einfälle. Gelegentlich mit einigen „Anleihen“ oder zumindest mit Bezügen zu anderen Fällen, aber immer noch so, dass ich die Einfälle als „neu“ bezeichnen würde.

Bei den Hörspielen fasziniert mich das Trio der Hauptsprecher. Das ist jetzt vielleicht keine Überraschung, aber bei einigen Folgen ist schon sehr gut zu merken, dass sie aufeinander eingespielt sind – zum Beispiel, wenn sie sich gegenseitig in die Pfanne hauen (s. Nebelberg oder verschollener Pilot). Und ich finde leider auch faszinierend, wie Europa es immer wieder schafft, Produktionsfehler zu fabrizieren.

Hast du abgesehen von Die drei Fragezeichen ein Lieblingshörspiel oder eine -hörspielserie? Verrätst du uns ein paar Geheimtipps?

Dank Spotify höre ich mich gelegentlich durch andere Hörspiele durch. Wirklich hängen geblieben bin ich eigentlich nur bei „Sherlock Holmes“ mit dem wundervollen Christian Rohde (https://www.youtube.com/watch?v=rWF_lHjFDAg).

„John Sinclair“ habe ich dank des Vollplaybacktheaters kennen gelernt. Dazu muss ich aber schon in Stimmung sein :-)

Wenn man tolle Sprecher mag, ist „Professor van Dusen“ auch sehr schön. Die Geschichten, die ich da bisher gehört habe, waren allerdings etwas dünn.

Für Verschwörungstheoretiker ist „Offenbarung 23“ zu empfehlen. Gerade die frühen Folgen mit David Nathan sind lecker für die Ohren. Insgesamt sind hier unglaublich viele bekannte Stimmen versammelt.

Eine Frage, die uns auf der Seele brennt: Bist du ein Kassettenkind?

 Ein großes „JA“!

Ich habe noch einige meiner alten Kassetten von früher (schwarz mit gelbem Etikett und vollständig gelb). Meine Einstiegsdroge waren die fünf Freunde und die Märchenschallplatten von Europa. Dazu gesellten sich dann Commander Perkins, die drei ??? und Masters of the Universe.

Und ja, ich habe Bandsalat erlebt und dadurch Kassetten verloren. Und ich wurde vom „TACK!“ am Ende der ersten Seite geweckt.

Am 30. September erschien eine neue Folge von Die drei Fragezeichen, “… und der letzte Song“. Über das Hörspiel möchten wir an dieser Stelle noch nicht sprechen. Aber wie hat dir denn das Buch gefallen?

 Gut! Es hat sich aber anders als die letzten Bücher angefühlt. Das liegt vielleicht daran, dass die Geschichte von Ben Nevis stammt – seine Geschichten sind oft … nun, „anders“. Mir fehlen da die Worte, das besser zu beschreiben. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel der verschollene Pilot, die Rache der Samurai und (hüstel) Todesflug.

Dieser aktuelle Fall ist sehr ruhig geschrieben. Sogar die wenigen Szenen, die aktionsreicher sind, fühlten sich ruhig an. Der Fall selbst ist fein konstruiert und ein reiner Ermittlungsfall. Die Jungs werden so charakterisiert, wie wir es aus den klassischen Fällen kennen: Justus redet geschwollen, Peter ist sportlich und Bob darf recherchieren. In den Fällen aus jüngerer Zeit war diese Charakterisierung oft in den Hintergrund getreten.

Die Geschichte ist gespickt mit Details und hat Rockmusik als Hintergrund. Ein weiteres klassisches Element sind Rätselverse, diese treten in dieser Geschichte in Form eines Songtextes auf.

Es gibt einige Wendungen in dem Fall, die ich hier natürlich nicht aufführen werde. Da die Geschichte einigermaßen komplex ist, erwarte ich deutliche Kürzungen im Hörspiel. Ich vermute, dass der Anfang im Hörspiel ausführlich dargestellt wird, und am Ende die Auflösung abrupt kommt. Ich hoffe, dass dabei die Logik der Geschichte einigermaßen erhalten bleibt.

Was hast du mit deinem Blog Felsenstrand noch vor?

Ich möchte regelmäßiger Beiträge schreiben und wieder mehr Hintergrundinformationen liefern. Die Statistikelfen haben mir nämlich verraten, dass meine Leser über Suchmaschinen zu mir finden und definitiv nicht wegen meiner Rezensionen kommen.

Optisch möchte ich mein Blog entschlacken. Footer weg, Header etwas ausbauen, und mehr eigene Bilder.

Und ich möchte einen Newsletter einführen. Gelegentlich haben mir Leser schon mitgeteilt, dass das eine sinnvolle Einrichtung sein könnte, weil sie so mehr von dem ganzen Drumherum mitbekommen. Neben den zahlreichen Neuerscheinungen gibt es eine Reihe von Terminen, die nirgendwo gebündelt aufgeführt sind (Lesungen, Theateraufführungen, Ausstellungen etc.)

kb-mittendrin: Prima Vista Lesung (Dresden)

Am 20. April 2016 waren wir bei der Prima Vista Lesung in der Schauburg in Dresden. Was genau ist eine Prima Vista Lesung?

Eine besondere Art der Lesung

Oliver Rohrbeck und Detlef Bierstedt saßen auf altmodischen Sesseln auf der Bühne, jeder mit einem Glas Weißwein in der Hand und lasen allerlei Mitgebrachtes vor. Die Zuschauer hatten die Möglichkeit, eigene Literatur und Texte mitzubringen, die dann von den bekannten Sprechern von Justus Jonas (Ben Stiller) und George Clooney persönlich vorgetragen wurden.

Alles ist erlaubt! – Egal ob zeitgenössische Kurzgeschichte, klassische Dramendialoge oder Bedienungsanleitungen für koreanische Toaster… und Sie werden überrascht sein, wie viel spielerisches Talent die Synchrongrößen in den Texten unterbringen können (Prima Vista Lesung).

Eine Mischung aus Politik, Satire und Witz

Zu Beginn der Lesung liefen viele Zuschauer herunter zur Bühne, um ihre Texte auf dem großen Tisch abzulegen, aus denen die zwei Synchronsprecher Rohrbeck und Bierstedt per Zufallsprinzip dann vorlesen würden. Viele Texte und Bücher sammelten sich dort – es glich einer Art Flohmarkt-Tisch.

Mit unterschiedlichsten Tonlagen, Geräuschen, Ausdrücken und schauspielerischen Einlagen lasen die beiden Text für Text (nur markierte Stellen) und Buch für Buch vor. Wir hörten eine Mischung aus Politik, Satire, Witz und absolut skurrilen Geschichten: über Stoiber, von der Leyen, Charlie Chaplin oder uns bis dato unbekannten Schreiberlingen, Geschichten über Bären, Tauben, Joodok, Flughafen, Rhabarber Barbara oder analoges Twittern im Hinterhof. Kurzum: Rohrbeck und Bierstedt haben alles dafür getan, um diesen Abend unvergesslich zu machen.

Was soll es auch Schöneres geben, als ein Glas Wein zu genießen und dabei den beiden Hörspiel- bzw. Hörbuchgrößen zu lauschen?

Wir sagen: Daumen hoch für diesen großen Abend! & sprechen damit eine Empfehlung für die Prima Vista-Lesungen (übrigens eine Veranstaltungsreihe der Lauscherlounge!) aus.

kb-mittendrin: kassettenbox auf der Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. bis 20. März 2016 fand die Leipziger Buchmesse statt. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und sind am Samstag und Sonntag nach Leipzig gedüst. Die Buchmesse in Sachsen hat natürlich nicht nur etwas für Buchliebhaber zu bieten, sondern auch für Hörbuchliebende und sogar für uns, die wir uns dem Hörspiel verschrieben haben. Dazu später mehr.

Leicht verspätete Ankunft und nichts wie ab aufs Messegelände

Voller Vorfreude und Euphorie machten wir uns in den Zug gen „neues Berlin“ auf, schon dort fasziniert von manch einem Cosplay. Das Leben in vollen Zügen genießen – so lautete das Motto an diesem Wochenende. Aber das hat unserer Laune keinen Abbruch getan. Leicht verspätet sind wir schließlich auf dem Messegelände eingetroffen und sofort in Halle 5 zu Vorablesen gerauscht. Dort haben wir noch einem Autoreninterview mit viel (bzw. konkret einem) Witz lauschen und eine 1A-Messetüte abstauben können.

Hörspielproben sorgen für große Lacher

Gleich im Anschluss an Vorablesen fand eine weitere für uns interessante Session im Forum Hörbuch + Literatur statt. Die lustigsten Hörproben 2016 mit der berühmtesten Stimme Deutschlands Heike Hagen – manch einer mag sie als Ratgeberin in vielen Lebenslagen mit einem ganz bestimmten Obst-Smartphone kennen. Neben einem Interview von Heike Hagen, in dem sie hier und da aus dem Nähkästchen plauderte, wurden dem Publikum verschiedenste Hörproben aus den Bereichen Hörbuch, Hörspiel, Rundfunk und Fernsehen geboten. Pleiten, Pech und Pannen und vor allem viele große Lacher sorgten auch bei den Hörern dafür, dass sie nicht mehr an sich halten konnten. Die Hörproben haben gezeigt, dass Sprecher, Schauspieler u. ä. auch nur Menschen sind – zum Glück!

Die Hörspielarena – Halle 3

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Gut gelaunt sind wir dann endlich in die Hörspiel-Arena gegangen. Die Hörspiel-Arena wurde in diesem Jahr von AUDIAMO gesponsert. Aber was genau ist die Hörspiel-Arena? Es handelt sich dabei um eine Art Gemeinschaftsstand auf der Buchmesse, auf dem vor allem unbekanntere oder vielmehr Hörspiele entgegen dem Mainstream die Möglichkeit hatten, präsentiert zu werden. Das war auch ganz im Sinne der Berliner Hörbuchhandlung AUDIAMO und ganz bestimmt auch des Veranstalters, der Hörspielgemeinschaft e.V.

Ausgestellt waren u. a. die Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises „Wir“, „Die unendliche Geschichte“, “Tante Poldi und die sizilianischen Löwen” sowie jede Menge von „John Sinclair“, dem Geisterjäger, aber natürlich noch viele mehr! An dieser Stelle können wir übrigens auch den Podcast von Ohrenblicke zur Leipziger Buchmesse empfehlen.

Über die Messe schlendern und das drei ???-Glücksrad bestaunen

Im Anschluss haben wir uns ein bisschen Zeit genommen, um allgemein über die Messe zu schlendern. So haben wir es sogar gewagt Halle 1, die Manga Comic-Con, zu besuchen, was auf einen Samstag aber eine sehr große Herausforderung darstellt. Natürlich haben wir auch einen Abstecher zu einigen Buchverlagen und zur Messebuchhandlung gemacht. Letztgenannte war leider sehr enttäuschend. Das Sortiment erschien uns gering und dazu war es unsortiert. Eine gezielte Suche nach Werken war daher unmöglich. Nicht einmal die Mitarbeiter wussten, wo vorne und hinten ist. Positiv fanden wir aber die neuen mobilen Kassierer, sodass man auch bei den Verlagen selbst, Bücher, Hörbücher, Hörspiele, etc. erwerben konnte.

kassettenbox auf der lbm16_3

Großen Spaß hat uns natürlich der Die drei Fragezeichen Stand in Halle 4 bereitet. Dort haben wir uns schlichtweg wie zu Hause gefühlt. Jedes Mal, wenn wir zufällig (!) an diesem Stand vorbeigekommen sind, standen ebenso unzählige Kinder am Glücksrad an, sodass wir für kassettenbox leider nicht die Möglichkeit sahen, ebenfalls mal am Glücksrad zu drehen – schade! Aber wieder einmal stellten wir fest: Die drei Fragezeichen gefallen nicht nur Kindern, sondern auch Jugendlichen und Erwachsenen. Das Buchsortiment der drei Detektive scheint ebenso ein Dauerbrenner zu sein. Leider wurden die Hörspiele nicht berücksichtigt, aber dafür natürlich die jüngst erschienene Graphic Novel “Die drei Fragezeichen und der dreiäugige Totenkopf”.

Sarah Kuttner und schon war der Tag vorbei

Unsere fast letzte Anlaufstation sollte ein Interview mit Sarah Kuttner zu ihrem neuen Buch 180 Grad Meer sein. Sie war live vor Ort, doch wir konnten sie leider nur hören bzw. über Bildschirm verfolgen. Mit ihrer bekannten betont locker-lässigen Art hat sie auf die Fragen des ARD-Reporters geantwortet … und das mal so gar nicht lästig, anders als ihre Protagonistin angeblich.

Ein langer Messetag ist damit für uns zu Ende gegangen. Mit vielen tollen Eindrücken und viel zu wenig Zeit, um alles zu sehen und alle Informationen aufzusaugen, haben wir die Leipziger Buchmesse erlebt. Im nächsten Jahr planen wir auf jeden Fall mehr Zeit ein; mehr Zeit, um Kontakte zu knüpfen und auf Verlage zuzugehen und mehr Zeit für interessante Vorträge. Heißt für uns: mindestens zwei Messetage im Jahr 2017!

Die erste Bloggerkonferenz der Leipziger Buchmesse 2016kassettenbox auf der lbm16_2

Am Sonntag waren wir Teilnehmer der blogger:sessions Konferenz der Leipziger Buchmesse. Begonnen hat das Ganze mit einer ganz besonders starken Keynote durch Karla Paul ihres Zeichens Verlagsleiterin und Literaturbloggerin.

Kommt endlich raus aus Eurer Emo-Flauschzone und stellt Euch der dringend notwendigen Professionalität, denn Ihr macht Werbung für das wichtigste Medium überhaupt.

Im Anschluss haben wir uns interessante Fakten, Tipps, Do’s and Dont’s von Dr. Stefan Haupt und Rainer Dresen angehört und dabei viel gelernt. Ein bisschen eingeschüchtert haben sie uns dann aber doch … Zwei interessante Podiumsdiskussionen, die beide letztendlich zum Thema „Sollten Literaturblogger für ihre Arbeit entlohnt werden?“ führten und dabei für ziemlichen Krawall, anstatt Flausch, sorgten. Wir denken, dass das nicht von jetzt auf gleich funktioniert, sondern, dass es sich dabei um einen langen Prozess handelt, bei dem Blogger und Verlage aufeinander zugehen müssen.

Insgesamt war die Bloggerkonferenz eine großartige Networking-Veranstaltung. Wir hatten die Möglichkeit, andere Blogger kennenzulernen, sowohl solche, die schon jahrelang bloggen, als auch solche, die ähnlich wie wir, noch nicht so lange dabei sind. Die ganzen Eindrücke zu gewinnen, hat uns großen Spaß gemacht. Wir haben viel mitgenommen und viel gelernt. Die Zeit ging aber auch am Sonntag leider viel zu schnell vorbei. Wir freuen uns aber schon auf nächstes Jahr. Vielleicht trifft man dann ja auch mal auf andere Hörspielblogger!