Hurricane – Stadt der Lügen

Am 13. Mai 2022 ist das neue Hörspiel von Raimon Weber “Hurricane – Stadt der Lügen” bei EUROPA NEXT erschienen. Das Hörspiel besteht aus 10 Folgen mit jeweils knapp einer Stunde Hörzeit. Wir haben reingehört, um uns ein Bild der Serie machen zu können.


Worum geht’s?

Die Stadt Hurricane in Alaska. Hier leben anscheinend aufrechte Bürger ebenso wie entwurzelte Existenzen, die von den Schrecken ihrer Vergangenheit verfolgt werden.

Alles verläuft in streng geregelten Bahnen, bis der Sohn des Polizeichefs aus purer Lust zwei Touristen ermordet. Sein Vater begeht einen verhängnisvollen Fehler, indem er versucht die Tat zu vertuschen.

Skrupellose Elemente streben nach der Macht. Die Stadt zeigt ihr wahres, bisher nur notdürftig verborgenes Gesicht.

Nur die Polizistin Pam Turner stellt sich dem Chaos entgegen. Bis sie feststellen muss, dass sie fast niemandem vertrauen darf.


Fakten

Genre:

Thriller (FSK 16)

Label:

EUROPA NEXT

Gesamtspiellänge:

ca. 9 Stunden und 4 Minuten

Erscheinungsdatum:

13.05.2022

Besetzung: 

Erzähler | Gordon Piedesack

Pam Turner | Manja Doering

Chief Nitzinger | Till Hagen

Emily Nitzinger | Anke Reitzenstein

Direktor Colfax | Peter Flechtner

Damien Nitzinger | Gerrit Schmidt-Foß

Haley | Ann-Kathrin Hinz

Ma Elder | Katja Brügger

Kelly Elder | Olaf Reitz

Kirk Elder | Lars Schmidtke

Brodie Elder | Konrad Bösherz

Devon Morse | Kaspar Eichel

Dr. Fiddler | Fritz Rott

Bev Grant | Cornelia Meinhardt

Judy Grant | Nana Spier

Zoey & Grace Grant | Luisa Wietzorek

Lance Anthony | Kim Hasper

Debbie Quinn | Corinna Dorenkamp

Hank Konetka | Holger Schulz

Lilly | Nina Vorbrodt

Cisco Boulder | Tom Vogt

Justin | Andi Krösing

Marlene Weiss | Luise Helm

Wirt Hopper | Michael-Che Koch

Jeff Bloom | Thomas Dehler

Diane Colfax | Claudia Mischke

Dealer Huge | Florian Halm

Anchorage Wirt | Erich Räuker

Mary Whitelaw | Danni Koch

Anna Weiss | Annika Begiebing

Kim Wächter | Marcel Collé

Amy Fiddler | Nina Goldberg

Gouverneurin Shoemaker | Svantje Wascher

u. v. a.


Fazit

Sprecherleistung:

In Hurricane – Stadt der Lügen bekommen wir ein richtig gutes Set auf die Ohren! Unfassbar gute Zusammenstellung mit namhaften Sprecher*innen. Wir haben unsere Lieblinge herausgepickt:

Gordon Piedesack als Erzähler wäre an dieser Stelle zu nennen. Piedesack kennen wir u. a. schon aus der Hörspielserie VIDAN, die ebenfalls von Raimon Weber geschrieben und produziert wurde. Seine rauchige Stimme verleiht den Geschichten immer etwas Mystisches. 

Manja Doering spricht die Polizistin Pam Turner. Doering ist u. a. die deutsche Stimme von Natalie Portman und Reese Witherspoon und schafft damit in ihrer Rolle als Polizistin in jedem Fall Vertrauen. Irgendjemand muss diesen Part in diesem Hörspiel ja übernehmen … :-).

Till Hagen ist ebenso von der Partie. Bei Hurricane Stadt der Lügen tritt er als Chief Bob Nitzinger auf. Wir sind großer Till-Hagen-Fan, denn Hagen schafft es immer wieder, einem ein unbehagliches Gefühl zu verleihen. Hagen spricht oft diese Charaktere, die unangenehm werden können.

Dann wäre da noch Gerrit Schmidt-Foß, der natürlich nicht nur Leonardo DiCaprio seine Stimme leiht, sondern auch u. a. Sheldon Cooper. Wir kennen ihn außerdem als Derek Ashby bei Point Whitmark, aus Monster 1983 und Ghostbox von Ivar Leon Menger und vielen weiteren Hörspielen, aber auch Hörbüchern. In Hurricane – Stadt der Lügen spielt Schmidt-Foß den furchteinflößenden Damien Nitzinger, der vermutlich (Stand Folge 1) in seiner Kindheit schon Dinge erleben musste, die ihn nun zu einer solchen Bestie haben werden lassen. Schmidt-Foß ist ein grandioser Sprecher, der in seiner Rolle als Damien Nitzinger aufgeht und unglaublich gruselig ist.

Anke Reitzenstein, die Damiens Mutter Emily Nitzinger spricht, ist nicht nur eine sehr gute Hörspielsprecherin, sondern auch eine grandiose Synchronsprecherin. Sie spricht u. a. Melissa McCarthy (Sookie in Gilmore Girls) und Chandra Wilson (Bailey in Grey’s Anatomy). Ihre Stimme ist sehr markant und hat dadurch einen hohen Wiedererkennungswert. 

Haley wird von Ann-Kathrin Hinz gesprochen. Sie hat bereits in einigen Produktionen von Raimon Weber als Sprecherin mitgewirkt, so zum Beispiel in beiden VIDAN Staffeln und jeweils in einer Folge “Die Dortmund Detektive” (2019)  sowie “Die Bochum Detektive” (2017). Diese seichte, verspielte Art, Haley zu sprechen, geht unter die Haut – im gruseligen Sinne.

Geräusche und Musik:

Geräusche und Musik sind in dieser Serie sehr solide umgesetzt. Wir haben wirklich nichts zu meckern. Weber hat sich natürlich nicht lumpen lassen. Die Sounds sind professionell abgemischt und lassen einen in die skrupellosen Machenschaften von Hurricane abtauchen.

Cover und Titel:

Ein dunkel gekleideter Mensch mit Kapuze ist zu sehen, im Hintergrund befinden sich der Highway und die Berge Alaskas. Das Gesicht der Person ist vollständig abgedunkelt und sie hält den Zeigefinger vor ihr Gesicht, als würde sie den Betrachter bitten, leise zu sein.

Handlung:

[Achtung Spoiler!]

Wir haben die zehn Folgen in null Komma nichts weggesuchtet. Spannung pur und das von Beginn an. Was ist das für ein irres Pärchen, das aus Lust und Laune unschuldige Menschen tötet? Man hat kaum Zeit, im Hörspiel anzukommen, denn es geht für Damien Nitzinger und Haley gleich ans Eingemachte. Es werden Menschen skrupellos ermordet, weil es Spaß macht. Aus einem Spaß wird aber dann doch bitterer Ernst. Damien muss seine Eltern einweihen und statt, dass Bob Nitzinger, seines Zeichens Chief von Hurricane, alles aufklärt, vertuscht er den Mord an den deutschen Touristen und will die Leichen verschwinden lassen. Doch da hat der Elder Clan noch etwas mitzureden – und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Viele verschiedene Parteien mit unterschiedlichen, prekären Interessen sorgen für Spannungen, die intensiver nicht sein könnten. 

Thriller sind unser Ding und wir verzeichnen es als sehr positiv, dass es sich bei Hurricane – Stadt der Lügen mal um keinen Mystery-Thriller handelt. In letzter Zeit hatte – gefühlt – jede größere Hörspielserie einen Mystery-Hintergrund. Wenn es nach uns geht, kann’s auch gerne einmal (einigermaßen) realistisch zugehen. 

Ob es eine Fortsetzung geben wird? Wir wären am Start, Raimon!


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag wurde uns das Hörspiel von EUROPA NEXT zur Verfügung gestellt. Der Text wurde in Eigenregie erstellt und spiegelt unsere persönliche Meinung wider. Sie wurde in keiner Weise von Autoren, Produzenten oder Labels beeinflusst.

John Sinclair – Mörderische Weihnachten (133)

Dass wir das noch erleben! Wir besprechen eine John Sinclair Folge. Eigentlich gehört der Geisterjäger nicht zu unserem klassischen Genre. Aber auch wir müssen einmal über den Tellerrand hinausschauen und uns in andere Gefilde begeben. Das haben wir gemacht – und das ausgerechnet in der Weihnachtszeit – zum ersten Advent.

Wir können ja nicht Jahr für Jahr die Bibi Blocksberg und Bibi und Tina Folgen zu Weihnachten rauf und runter hören – dachten wir uns. Also – natürlich können wir das und werden das sicherlich auch weiterhin tun – zumindest 50 % der kassettenbox :-). 

Aber heute geht es um John Sinclair – Folge 133 – Mörderische Weihnachten!


Besinnliche Bescherung

Es ist Weihnachten. Martin Adams (Julian Greis) kann die Bescherung kaum erwarten. Seine Mutter ist gerade dabei, alles vorzubereiten bzw. natürlich nicht sie, sondern der Weihnachtsmann. 

Martin bekommt von seiner Mutter Bonbons geschenkt und ist mäßig begeistert. Er zückt kurz drauf ein Handy, das er angeblich von seinem Vater geschenkt bekommen hat. Seine Mutter ist nicht erfreut über diese Nachricht und Martin gibt zu, es im Keller gefunden zu haben. In welchem Keller aber? Das Haus hat keinen Keller. 

Ein Streit eskaliert

Kurz darauf klingelt es an der Tür und Frank Adams (Nicolas König), Martins Vater, erscheint im Weihnachtsmannkostüm. Wegen des Handys kommt es zum Streit zwischen den Eltern. Frank rastet aus, schlägt seine (Ex-)Frau und ersticht sie an Ort und Stelle. Martin sieht dabei zu und reagiert gelassen. Der Vater wird kurz darauf von der Polizei abgeführt.

20 Jahre später 

John Sinclair (Dietmar Wunder) und Glenda befinden sich in einem Einkaufszentrum zum Weihnachtsshopping, als es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Mann und Glenda kommt. Der junge Mann, bei dem es sich um Martin Adams handelt, ist verletzt und behauptet, von seinem Vater gejagt zu werden. 

John Sinclair nimmt die Spur auf. Im Einkaufszentrum geht er davon aus, den Fall fast gelöst zu haben, doch dann entpuppt sich alles doch etwas anders, sodass er noch einmal tiefer graben muss. So tief, dass er sich selbst noch einmal in Gefahr begibt … 

Was genau hat Martins Vater dazu gebracht, seine Frau umzubringen? Ist er einfach ein gewalttätiges Arschloch oder steckt doch mehr dahinter? Hat er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?


Fakten

Genre:

Grusel / Horror / Fantasy

Label:

Lübbe Audio

Gesamtspiellänge:

51 Minuten

Erscheinungsdatum:

30.09.2019

Besetzung: 

John Sinclair | Dietmar Wunder

Martin Adams | Julian Greis

Frank Adams | Nicolas König

u. a.


Fazit

Sprecherleistung:

Dietmar Wunder ist einfach immer ein Hörgenuss. Natürlich war das auch ein Grund, weshalb wir uns nun endlich an den Geisterjäger herangewagt haben.

Nicolas König als Frank Adams mimt den perfekten Psychopathen. Es läuft uns den Rücken herunter – so gruselig finden wir seine Stimme im Zusammenhang mit diesem Hörspiel. Aber auch Julian Greis, der Martin Adams die Stimme verleiht, hat etwas an sich, das den Hörer aufhorchen lässt. Kann man dieser Person trauen oder nicht? Insgesamt ist die Sprecherleistung gut.

Geräusche und Musik:

Wir meiden Gruselgeschichten ja nicht ohne Grund. Wir sind schreckhaft sind und diese Eigenschaft bei Hörspielen kann fatal sein. In “Mörderische Weihnachten” ist uns hier und da kurz das Herz stehen geblieben. Die Geräusche sind für echte Gruselfans wahrscheinlich nicht erwähnenswert. Für uns waren sie ausreichend. Die Musik wirkt stimmig.

Cover und Titel:

Mörderische Weihnachten lautet der Titel und könnte man schon fast als Oxymoron verstehen. Mörderische Weihnachten? Sollte es bestenfalls gar nicht geben. Weihnachten kommt die Familie zusammen, es sollte besinnlich und friedlich ablaufen, auch wenn man vielleicht nicht immer einer Meinung ist. In der 133. Folge klappt das nicht ganz.

Auf dem Cover ist der Weihnachtsmann zu sehen, er hat ein Messer in der Hand und einen schwarzen großen Beutel über der Schulter, aus dem zwei Beine herausschauen. Gruselige Bescherung!

Handlung:

Die 133. Folge ist mit ihren 51 Minuten nicht sehr lang. Entsprechend oberflächlich und kurz wirkt sie. Die erhoffte Weihnachtsstimmung kommt nur bedingt auf – es handelt sich aber ja auch um mörderische Weihnachten und nicht um besinnliche.

Der Fall ist nicht sehr stimmig. Es wirkt alles etwas abgehackt und zäh. Die Dialoge gehen nur wenig in die Tiefe, aber wie soll es in der Kürze der Zeit auch anders sein? 

Der Gruselfaktor war für uns auf jeden Fall gegeben, vermutlich trauen wir uns sogar, nochmal eine John Sinclair Folge zu hören. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, werden wir aber wohl wieder auf andere Hörspiele zurückgreifen. ;-)

Wir hatten gehofft, dass wir langsam in die Geschichte eingeführt werden, aber die schlimmste Szene findet bereits zu Beginn statt. Frank Adams entpuppt sich als frauenverachtender und psychisch kranker Mensch, auch wenn das nur auf den ersten Blick so zu sein scheint.

Folge der Woche: Offenbarung 23 – Wer erschoss Tupac? (1)

Was in den Köpfen der Menschen bislang als bloße Verschwörungstheorie galt, wird in der Hörspielserie “Offenbarung 23” Wirklichkeit. Dabei verschwimmen Realität und Fiktion und werden zu einer spannenden und komplexen Story verwoben.

Bei dem folgenden Hörspiel handelt es sich um eine dramatische Aufarbeitung von Verschwörungstheorien. Die Handlung und auch die Personen dieser fiktiven Geschichte agieren unabhängig vom tatsächlichen Wahrheitsgehalt. Die Theorien jedoch basieren auf Tatsachen und auf einer gründlichen Recherche.

(Stimme der Wahrheit, in: “Offenbarung 23”)

Offenbarung 23 – Hörspiel, Hörbuch & Roman 

“Offenbarung 23” ist eine Hörspielserie und Roman-/Hörbuch-Reihe mit wortspielerischem Bezug zu einem apokalyptischen Text des Neuen Testaments. Im Verlag Bastei Lübbe erschienen die Romane in Form von Thrillern unter dem Autoren-Pseudonym Jan Gaspard, den ungelöste Geheimnisse, universelle Rätsel und die Verschwörungstheorien unserer Zeit faszinieren. Das Hörbuch zum ersten Roman “Machiavelli” (Lesung von Till Hagen) erschien im Lübbe Audio-Verlag.

Die Hörspielserie greift verschiedene Verschwörungstheorien fiktional mit Versatzstücken der Realität auf. Bis zur 57. Hörspielfolge wird die Rahmenhandlung von Jan Gaspard erzählt. Seit Folge 58 stammen die Manuskripte von der Autorin Catherine Fibonacci.

Folgen 1-29: Die großen Rätsel der Menschheit

Die ersten 29 Folgen von “Offenbarung 23” handeln vom Berliner Studenten und Hacker-Profi Georg Brand, der sich selbst T-Rex nennt und mit Hilfe seines alten Laptops zufällig auf das digitale Vermächtnis der im Jahre 1998 verstorbenen Hacker-Ikone Tron stößt. Der Held des Chaos Computer Clubs hatte seinerzeit eine ganze Reihe der großen Menschheitsrätsel gelöst und die Lösungen in Form von kleinen versteckten Rätseln, sogenannten Chiffren, der Nachwelt zur Entschlüsselung hinterlassen.

In “Offenbarung 23” geht es um klassische Verschwörungstheorien – etwa um den Mord an John F. Kennedy, den Untergang der Titanic, den Absturz der Hindenburg, den Unfall von Lady Diana – eben um Schlagzeilen, geheimnisvolle Tragödien und skrupellose Verbrechen.

Wer erschoss Tupac? (1)

Die erste Folge der Hörspielserie “Offenbarung 23”, “Wer erschoss Tupac?”, behandelt die Verschwörungstheorie um den 1996 verstorbenen Tupac Amaru Shakur. Bis heute sind die Todesumstände des US-amerikanischen Rap-Musikers ungeklärt.

Zahlreiche Mythen ranken sich um den Tod des Rappers, der durch mehrere Kugeln in Brust, Becken, Arm und den rechten Lungenflügel ums Leben gekommen sein soll. Angeheizt werden die Gerüchte durch Behauptungen, Tupac habe seinen Tod nur vorgetäuscht.


Ein ganz normales Hacker-Leben

Der Student und ambitionierte Hobby-Hacker Georg Brand (David Nathan) lebt seinen eintönigen Alltag hinter’m Rechner. Bis ein unveröffentlichter Song von Tupac (Torsten Michaelis) sein Leben verändern soll. Erste Nachforschungen ergeben eine heiße Spur zum Hacker Tron (Benjamin Völz), der scheinbar sämtliche Geheimnisse der Menschheit ver- und entschlüsselt hat. Was hat es mit dem Suizid der Hacker-Legende auf sich?

Zwei Morde

In Berlin wird Boris F., alias Tron, erhängt in einem Park vorgefunden. In Las Vegas wird der berühmte Rapper Tupac durch mehrere Schüsse getötet. Mehrere Hinweise deuten darauf, dass es offensichtlich eine Verbindung zwischen den beiden Morden geben soll.

Rapper-Geheimnisse

Eine unveröffentlichte CD wird dem studentischen Hacker Georg Brand, alias T-Rex, in die Hände gespielt. Was hat es mit den Liedzeilen auf sich? Oder handelt es sich lediglich um ein raffiniertes Täuschungsmanöver? Diverse Akteure heften sich an die Fährten von T-Rex. Was soll verschleiert werden, wer steckt hinter der kuriosen Affäre? Der schlagzeilenwütige Reporter Kai Sickmann (Detlef Bierstedt) legt T-Rex in regelmäßigen Abständen Geld für eine gute Story auf den Tisch. Dieser nimmt die Moneten jedoch gerne an sich. Laufen die Ermittlungen aus dem Ruder?

Gut zu wissen:

Wenn du erfahren willst, wie es weitergeht, hör dir direkt im Anschluss an die erste Folge “Tupacs Geheimnis” (2) an, da es sich strenggenommen um eine Doppelfolge handelt.


Fazit

Inhalt:

Wurde der Rapper Tupac tatsächlich ermordet? Wurde sein Tod womöglich nur inszeniert? Und was hat es mit dem unveröffentlichten Song, den er mit Tron aufgenommen hat, auf sich? Willkommen auf der Spielwiese der Verschwörungstheorien, Spekulationen und kuriosen Vorfälle.

“Offenbarung 23” muss sich hinter der Pilotfolge “Wer erschoss Tupac?” keinesfalls verstecken. Wenn du auf gut gemachte Hörspielkost stehst, können wir dir “Offenbarung 23” getrost ans Herz legen. Dabei musst du nicht unbedingt ein Faible für Verschwörungen haben oder dir täglich 9/11-Fake-Videos reinziehen. Wichtig ist nur, dass du die Serie nicht mit der Hoffnung verbindest, revolutionäre Offenbarungen bzw. bahnbrechende Erkenntnisse zu erhalten.

Der dramaturgische Handlungsbogen und die Verschwörungstheorien um Tupac haben genügend Tiefgang, um glaubwürdig und spannend zu sein. Die Geschichte ist genial recherchiert und aufgearbeitet. Leider sind die investigativen Recherchen von T-Rex an so mancher Stelle etwas dürftig und speisen sich aus zu langen Monologen bzw. Dialogpassagen mit dem Reporter, seinem Kumpel Kim Schmittke (Dietmar Wunder) oder der gut aussehenden Tatjana Junk, alias Nolo (Marie Bierstedt).

Was dennoch ausbleibt sind endgültige bzw. ausführliche oder gar wissenschaftliche Beweise für die vermeintlich aufgedeckten Verschwörungen. Dennoch eine interessante Darstellung des US-amerikanischen Rapper-Milieus mit dynamischem Spannungsaufbau – ein gelungener Auftakt!

Sprecherleistung:

Die Sprecher agieren durchweg überzeugend und sind größtenteils bekannte Persönlichkeiten aus der Szene.

Allen voran verdient Georg Brand (alias T-Rex), der durch David Nathan verkörpert wird, lobende Worte. Leider tritt der Synchron- und Hörspielsprecher jedoch etwas zu souverän auf, als dass er einen übergewichtigen Computer-Nerd im Studentenmilieu glaubhaft verkörpern könnte. David Nathan ist zwar eine wahre Hörfreude, jedoch stellt man sich bei längerem Hören einen anderen Charakter – als ursprünglich konzipiert – vor. Hier sollten der Fantasie jedoch keine Grenzen gesetzt sein. Kai Sickmann alias Detlef Bierstedt agiert als skrupelloser Reporter, dem keine Story zu schade ist, um sie nicht vor Aufdeckung aller Fakten zu veröffentlichen.

Hin und wieder hat man das Gefühl, dass die Personen allwissend oder bisweilen naiv agieren, um die Handlung sprunghaft voranzutreiben. Die Dialoge hingegen sind durch die Bank unterhaltsam. Funfact: Die Hacker-Legende Tron wird von der deutschen Synchronstimme des Fox Mulder (aus “Akte X”) gesprochen.

Geräusche und Musik:

Passende Hintergrundgeräusche und stimmige Musik. Der Tupac-Song wird immer wieder abgespielt. Das macht die Folge lebendig und bringt uns als Hörer dem Rapper-Milieu näher.

Cover und Titel:

Die Cover von “Offenbarung 23” sind stets düster und dunkel gehalten. Das spiegelt die Obskurität der Verschwörungstheorien gut wider. Wissen und Wahrheit sind die gefährlichsten Güter der Menschheit. Auf dem Cover zur 1. Folge “Wer erschoss Tupac” ist eine leere, blutverschmierte Patronenhülse auf dunklem Asphalt zu erkennen. Aus einer kleinen Blutlache stößt Rauch empor.


Fakten

Genre:

Fantasy/Mystery/Spannung

Label:

Highscore Music/Lübbe Audio

Gesamtspiellänge:

63min07

Produktionsjahr:

2005/2011


Besetzung:
Erzähler Helmut Krauss
Georg Brand (alias T-Rex) David Nathan
Tatjana Junk (alias Nolo) Marie Bierstedt
Kim Schmittke Dietmar Wunder
Stimme der Wahrheit Friedrich Schoenfelder
Nachrichtensprecherin Dagmar Berghoff
Kai Sickmann Detlef Bierstedt
Boris F. (alias Tron) Benjamin Völz
Tupac Amaru Shakur Torsten Michaelis
Tom (alias Mista Beat) Tilo Schmitz
DJ Andy Simon Jäger
Big Daddy Cool Udo Schenk
Bedienung Gerrit Schmidt-Foss
Hammer Jan Spitzer
 

Folge der Woche: Die Weisse Lilie – Tödliche Stille – Kapitel 3

Endlich ist es soweit. Das dritte Kapitel von “Die Weisse Lilie – Tödliche Stille” ist am 23. September erschienen. Da können und wollen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, unsere Eindrücke zur neuen Folge mit dir zu teilen. Eines vorweg: Es lohnt sich dranzubleiben an der Hörspielserie! Du hattest nach Kapitel 1 und 2 viele unbeantwortete Fragen? In Kapitel 3 werden einige Zusammenhänge klar, jedoch auch viele weitere Fragen aufgeworfen. An Cliffhängern mangelt es da nicht! Wer jetzt doch ins Zögern gekommen ist und zuerst das Hörspiel hören möchte, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen, denn …

… der folgende Text kann Spuren von Spoilern enthalten.


Ausschreitungen im Kongo

Es herrscht Panik. Immer mehr Menschen strömen aus den Häusern und laufen auf die Straße – auf der Flucht vor den Truppen, die immer näherkommen. Auch Daniel Porter (Martin Sabel) und Joseph sind vor Ort im Kongo. Man hört Schüsse über Schüsse, Explosionen, brennende Autos stehen auf den Straßen und überall liegen Leichen – ein schaurig-beeindruckender Einstieg ins Hörspiel!

Vom Jäger zum Gejagten

Daniel Porter und Joseph versuchen sich in Sicherheit zu bringen. Als ihnen dies gelingt, stellt Joseph die entscheidende Frage – Porter aber schweigt. Ihre Wege trennen sich und Porter folgt weiter seiner Mission: den Rebellenführer Besongua zu finden und zu ermorden. Doch das geht nicht mehr lange gut. Seine Mission führt ihn direkt in die Falle und am Ende geht Besongua zum Gegenangriff über, ohne, dass sich Porter dessen vorher bewusst ist.

Ein Toter und ein schwer Verletzter in Boston

Miles (Stephan Benson) und Sam (Timo Kinzel) treffen sich an der Central Square Station mit Ola (Oliver Böttcher). Sie erfahren wichtige Zusammenhänge über den Tod von Ajamu, sodass plötzlich die Verbindung zwischen dem Kongo und Boston sehr viel klarer wird. Doch bevor Ola das ganze Geheimnis lüften kann, wird er attackiert und verstirbt. Sein Angreifer ist auf der Flucht. Miles jagt ihm hinterher – bis in eine Lagerhalle, in der erneut jemand schwer verletzt wird.

Die Weisse Lilie, eine Organisation?

Eine dritte Partei klinkt sich ein, die Namen Howard (André Beyer), Johnson (Sascha Rotermund) und Iris (Ulrike Johannson) fallen. Sie stecken allesamt unter einer Decke. Sie sprechen von Waffengeschäften im Kongo und von der weißen Lilie, vor der man keine Geheimnisse haben sollte. Schlussendlich gerät ein wenig Licht ins Dunkel.

Neue Hinweise Richtung Porter

Bei der Polizei hingegen fragt man sich, wer Olas Angreifer ist und mit wem dieser zusammenarbeitet. Es werden Hinweise ausgegraben, die im Boston Globe, der hiesigen Tageszeitung, geschickt getarnt als Todesanzeigen aufgeführt werden. Diese führen – Miles wider Willen – zu Daniel Porter …


Fazit

Inhalt:

Es ist spannend zu beobachten, wie die einzelnen Fragmente des Hörspiels nach und nach zu einem großen Ganzen zusammenfinden. Plötzlich ist Daniel Porter nicht mehr der Jäger, sondern wird zum Gejagten. Wie konnte das so schnell passieren? Wer steckt genau dahinter? Und wieso? Welche Motive hat die dritte Partei, die in diesem dritten Kapitel erscheint?

Zum ersten Mal beginnt der Hörspielhörer die Zusammenhänge in Boston und dem Kongo zu verstehen. Doch das hält nicht lange an, da viele weitere Fragen aufgeworfen werden.

Der ständige Szenenwechsel sorgt dafür, dass man immer weiterhören muss, man bekommt einfach nicht genug Informationen. Es entstehen immer wieder neue Fragezeichen. Ob man irgendwann wirklich weiß, was und wer genau dahintersteckt? Wir hoffen insgeheim nicht, denn das würde ja das Ende der Geschichte bedeuten.

Es bleibt definitiv spannend und das finden wir großartig. Auch nach dem dritten Kapitel will man sofort wissen, wie es weitergeht.

Sprecherleistung:

Die Sprecher sind ausdrucksstark wie in den zwei Kapiteln zuvor. Es sind sehr markante Stimmen am Start. Hier arbeiten Sound und Stimme eng zusammen. Die Sprecher wirken so real, so echt, dass man als Hörer denkt, mittendrin zu sein. Eine tolle Leistung!

Geräusche-Umsetzung:

Man möchte es schlichtweg Ohrgasmus nennen oder einfach richtig gute Geräusche-Umsetzung! Auch “Die Weisse Lilie – Tödliche Stille – Kapitel 3” macht lauschermäßig sehr viel her. Der Hörer kommt in den 52 Minuten definitiv auf seine Kosten und das vor allem schon in den ersten Minuten. Das macht Spaß & wir wollen mehr.

Die Melodien der Zwischenszenenmusik sind sehr ergreifend, umso mehr wirft es einen in die Realität zurück, wenn die gewaltigen Klänge von Schüssen oder ähnlichem ertönen. “Die Weisse Lilie” trägt ein einzigartiges Soundesign.

& denk immer schön an die Kopfhörer, dann wird es noch imposanter für die Ohren.

Gesamtspiellänge:

51min50


Besetzung:
Erzähler Mark Bremer
Daniel Porter Martin Sabel
Henry Miles Stephan Benson
Samuel Haden Timo Kinzel
Frank Monroe Holger Mahlich
Carol Nolasco Sonja Szylowicki
Joseph (Taxifahrer) A.S.
Lamar Johnson  Sascha Rotermund
Iris Fairchild Ulrike Johannson
Michael Howard André Beyer
Jerry Finnigan  Tim Knauer
Greg Huxley Tilman Borck
Ola Oliver Böttcher
Soldat 1 Camp Ibrahima Sanogo
Soldat 2 Camp Michael Oyegunle
Ansager Robert Levin
Soldat 1 Lichtung Marc Schülert
Soldat 2 Lichtung Detlef Tams
Mädchen Angelina Kamp
Funkgerät Lichtung Benjamin Oechsle
Weitere Rollen Eugene Boateng, David Debrah, Doumbia Mandjou, Komi Mizrajim Togbonou, Moussa Issiaka

Zur Soundcloud-Hörprobe

Folge der Woche: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle: Der siebte Monat (26)

Bei “Sherlock Holmes” denkt man, beim Genre Hörspiel, zuallererst an die Klassiker-Fälle, die Maritim zwischen 2003 und 2011 als Original-“Sherlock Holmes”-Hörspielserie mit den beliebten Holmes- und Watson-Sprechern Christian Rode und Peter Groeger vertont hat. Hier findest du einige Blogeinträge dazu. Beachtung haben jedoch auch die neuen Fälle verdient, die bei wechselnden Hörspiel-Labels produziert werden. Diese bewahren häufig Traditionen, sind aber durch neue narrative Elemente geprägt und storytechnisch hier und da komplizierter.

“Der siebte Monat”, Folge 26 der Reihe “Die neuen Fälle” ist am 29. Juli dieses Jahres erschienen. Es handelt sich um eine Audio-Produktion – genauer eine Hörspiel-Pastiche* – vom Label Romantruhe Audio, einem deutschen Vertrieb und Produzenten von Büchern und Hörspielen, in Zusammenarbeit mit All Score Media.

* Was das genau ist, erfahrt ihr bei Sherlock Holmes Wiki.


Kongress über Psychoanalyse und Hysterie

Sherlock Holmes (Christian Rode) und Dr. Watson (Peter Groeger) reisen nach Hastings, in eine idyllische Küstenstadt. Um an einem medizinischen Kongress teilzunehmen, quartieren sie sich in ein Hotel ein, das 1849 errichtet wurde. Schon nach kurzer Zeit entpuppt sich die Reise als Geisterjagd, denn seit kurzem ist der Geist des Hotels verflucht. Ein gewisser Lord treibt sein Unwesen und spukt herum. Man munkelt, es ertönten Geräusche wie das Stöhnen eines Menschen.

Ein rätselhafter Küstenmord

Der Hotelbesitzer Peter Westlake (Werner Ziebig) ist von einer Klippe gestoßen worden. Sergeant Hopkins (Reent Reins) nimmt den Sohn des Ermordeten Hoteliers – Robert, Rufnahme Bobby (Daniel Montoya) – mangels Alibi in Haft. Mögliches Motiv: jahrelange Misshandlungen durch seinen Vater. Jener leugnet jedoch die ihm vorgeworfene Tat und beteuert aus tiefem Herzen seine Unschuld. Eine weitere Verdächtige, mit Gelegenheit und Motiv (wie Holmes es zu sagen pflegt), ist die gute Dame Helen Pritchard (Annekathrin Munz).

Ein düsteres Familiengeheimnis

Wo ein Mord, da ist Sherlock Holmes Spürsinn gleich geweckt. Er nimmt die Ermittlungen im Mordfall Westlake auf. Ist schließlich Stewart Hopkins selbst der Täter? Und dann tritt auch noch Inspector Lestrade (Lutz Harder) höchstselbst in Erscheinung. Die Suche nach dem Täter erscheint aussichtslos. Die Indizien überschlagen sich und des Schlüssels Lösung scheint in dem halben Jahrhundert alten Gedicht zu liegen. Schließlich umhüllt die Familie Westlakes ein grausames Familiengeheimnis …


Fazit

Inhalt:

“Der siebte Monat” ist ein kriminologisches Dickicht voll Energie und Leichtigkeit. Der Autor Eric Niemann greift mal wieder einige Motive aus den alten Vorlagen von Arthur Conan Doyle auf: ein gelangweilter Meisterdetektiv, welcher – der Ruhe überdrüssig – von Watson beinahe unfreiwillig aus London katapultiert wird und dort mit mysteriösen Vorgängen konfrontiert wird. Unterhaltsame Dialoge runden das Hörvergnügen ab.

Punkteabzug in der B-Note: Einmal im Hotel angekommen, dauert es einige Zeit, bis die Handlungsstränge zum eigentlichen Kern der Geschichte zusammengezurrt werden. Der Weg zur Aufklärung verläuft äußerst ruhig und ist stärker von Dialogen als von Handlungen geprägt. Achtung Spoiler! Die kleinteilige Spurensuche, die darin gipfelt, dass es lediglich Indizien, aber bis zuletzt keine eindeutigen Beweise gibt, ist absolut spannend umgesetzt. Szenarischer Höhepunkt sind die Hörspielschnipsel, die ohne die Figuren Holmes und Watson auskommen (zwei weitere Figuren widmen sich einem merkwürdigen Rätsel). Das gibt dem Hörer einen vermeintlichen Wissensvorsprung!

Alles in allem ist “Der siebte Monat” ein neueres Sherlock-Abenteuer mit einem spannenden Hintergrund, mehreren Geheimnissen, spannenden Rätseln, ausdrucksstarken Protagonisten und lebendigen Dialogen. Das Finale bringt noch einmal alle Beteiligten auf die Bühne, liefert überraschende Wendungen und schließt mit einer moralischen, fast schon philosophischen Fragestellung. Dialoglastige und ruhige Folge mit Seltenheitswert – Chapeau!

Sprecherleistung:

Neben den bekannten Stimmen der beiden Hauptfiguren sind sechs weitere Sprecher im Einsatz. Die Hörspiel-Crew macht durch die Bank hervorragende Arbeit. Allen voran Daniel Montoya vermag stimmlich zu überzeugen mit seinem freundlichen Gemüt, seinem Aufbegehren gegen seinen Vater, der späten Verzweiflung – all das wird eindringlich und glaubwürdig umgesetzt. Reent Reins alias Stewart Hopkins ist geprägt von einem unverkennbaren Klang, die eine äußerst interessante Figur erschafft. Annekathrin Munz, die Helen Pritchard ihre Stimme leiht, kann durch Rhythmus-Gefühl überzeugen.

Geräusche-Umsetzung:

“Der siebte Monat” ist von einer gewissen Ruhe geprägt, was sich auch auf die akustische Gestaltung auswirkt. Daher wurden einige zarte Zwischenmelodien eingebunden, die dem Gesamteindruck des Hörspiels gerecht werden sollen: Harmonie! Spannung wird hier und da jedoch auch erzeugt. Die Geräusche sind stimmig eingefügt und sorgen so für eine authentische, keinesfalls künstlich-überladene Atmosphäre.

Cover und Titel:

Das Cover zur Folge zeigt eine malerische Landschaftsaufnahme mit dem klassischen Motiv des Mannes am stürmischen Meer, dahinter sanfte Hügel. Die Gestalt von Sherlock Holmes hebt sich mit dessen typsischen Attributen deutlich ab. Das Coverbild ist in der Art eines alten Ölgemäldes gestaltet – damit erinnert es ganz stark an das Gemälde Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich (1818).

Der Titel “Der siebte Monat” passt perfekt und macht unglaublich neugierig. An dieser Stelle nehmen wir natürlich nichts vorweg!

Gesamtspiellänge:

1h 19min 41sec

Produktionsjahr:

2016


Lieblingszitat:

Dr. Watson: “Jeden Morgen ein Brandy vertreibt alle Sorgen, Holmes.”

Sherlock Holmes: “Das Gewissen, mein lieber Watson, ist eine Wunde, die nie heilt,”, [Watson seufzt], “aber an der keiner stirbt.”


Besetzung:
Sherlock Holmes Christian Rode
Dr. Watson Peter Groeger
Inspector Lestrade Lutz Harder
Stewart Hopkins Reent Reins
Peter Westlake Werner Ziebig
Robert „Bobby“ Westlake Daniel Montoya
Bartholomew Cobb Nicolai Tegeler
Helen Pritchard Annekathrin Munz