John Sinclair – Mörderische Weihnachten (133)

Dass wir das noch erleben! Wir besprechen eine John Sinclair Folge. Eigentlich gehört der Geisterjäger nicht zu unserem klassischen Genre. Aber auch wir müssen einmal über den Tellerrand hinausschauen und uns in andere Gefilde begeben. Das haben wir gemacht – und das ausgerechnet in der Weihnachtszeit – zum ersten Advent.

Wir können ja nicht Jahr für Jahr die Bibi Blocksberg und Bibi und Tina Folgen zu Weihnachten rauf und runter hören – dachten wir uns. Also – natürlich können wir das und werden das sicherlich auch weiterhin tun – zumindest 50 % der kassettenbox :-). 

Aber heute geht es um John Sinclair – Folge 133 – Mörderische Weihnachten!


Besinnliche Bescherung

Es ist Weihnachten. Martin Adams (Julian Greis) kann die Bescherung kaum erwarten. Seine Mutter ist gerade dabei, alles vorzubereiten bzw. natürlich nicht sie, sondern der Weihnachtsmann. 

Martin bekommt von seiner Mutter Bonbons geschenkt und ist mäßig begeistert. Er zückt kurz drauf ein Handy, das er angeblich von seinem Vater geschenkt bekommen hat. Seine Mutter ist nicht erfreut über diese Nachricht und Martin gibt zu, es im Keller gefunden zu haben. In welchem Keller aber? Das Haus hat keinen Keller. 

Ein Streit eskaliert

Kurz darauf klingelt es an der Tür und Frank Adams (Nicolas König), Martins Vater, erscheint im Weihnachtsmannkostüm. Wegen des Handys kommt es zum Streit zwischen den Eltern. Frank rastet aus, schlägt seine (Ex-)Frau und ersticht sie an Ort und Stelle. Martin sieht dabei zu und reagiert gelassen. Der Vater wird kurz darauf von der Polizei abgeführt.

20 Jahre später 

John Sinclair (Dietmar Wunder) und Glenda befinden sich in einem Einkaufszentrum zum Weihnachtsshopping, als es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Mann und Glenda kommt. Der junge Mann, bei dem es sich um Martin Adams handelt, ist verletzt und behauptet, von seinem Vater gejagt zu werden. 

John Sinclair nimmt die Spur auf. Im Einkaufszentrum geht er davon aus, den Fall fast gelöst zu haben, doch dann entpuppt sich alles doch etwas anders, sodass er noch einmal tiefer graben muss. So tief, dass er sich selbst noch einmal in Gefahr begibt … 

Was genau hat Martins Vater dazu gebracht, seine Frau umzubringen? Ist er einfach ein gewalttätiges Arschloch oder steckt doch mehr dahinter? Hat er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?


Fakten

Genre:

Grusel / Horror / Fantasy

Label:

Lübbe Audio

Gesamtspiellänge:

51 Minuten

Erscheinungsdatum:

30.09.2019

Besetzung: 

John Sinclair | Dietmar Wunder

Martin Adams | Julian Greis

Frank Adams | Nicolas König

u. a.


Fazit

Sprecherleistung:

Dietmar Wunder ist einfach immer ein Hörgenuss. Natürlich war das auch ein Grund, weshalb wir uns nun endlich an den Geisterjäger herangewagt haben.

Nicolas König als Frank Adams mimt den perfekten Psychopathen. Es läuft uns den Rücken herunter – so gruselig finden wir seine Stimme im Zusammenhang mit diesem Hörspiel. Aber auch Julian Greis, der Martin Adams die Stimme verleiht, hat etwas an sich, das den Hörer aufhorchen lässt. Kann man dieser Person trauen oder nicht? Insgesamt ist die Sprecherleistung gut.

Geräusche und Musik:

Wir meiden Gruselgeschichten ja nicht ohne Grund. Wir sind schreckhaft sind und diese Eigenschaft bei Hörspielen kann fatal sein. In “Mörderische Weihnachten” ist uns hier und da kurz das Herz stehen geblieben. Die Geräusche sind für echte Gruselfans wahrscheinlich nicht erwähnenswert. Für uns waren sie ausreichend. Die Musik wirkt stimmig.

Cover und Titel:

Mörderische Weihnachten lautet der Titel und könnte man schon fast als Oxymoron verstehen. Mörderische Weihnachten? Sollte es bestenfalls gar nicht geben. Weihnachten kommt die Familie zusammen, es sollte besinnlich und friedlich ablaufen, auch wenn man vielleicht nicht immer einer Meinung ist. In der 133. Folge klappt das nicht ganz.

Auf dem Cover ist der Weihnachtsmann zu sehen, er hat ein Messer in der Hand und einen schwarzen großen Beutel über der Schulter, aus dem zwei Beine herausschauen. Gruselige Bescherung!

Handlung:

Die 133. Folge ist mit ihren 51 Minuten nicht sehr lang. Entsprechend oberflächlich und kurz wirkt sie. Die erhoffte Weihnachtsstimmung kommt nur bedingt auf – es handelt sich aber ja auch um mörderische Weihnachten und nicht um besinnliche.

Der Fall ist nicht sehr stimmig. Es wirkt alles etwas abgehackt und zäh. Die Dialoge gehen nur wenig in die Tiefe, aber wie soll es in der Kürze der Zeit auch anders sein? 

Der Gruselfaktor war für uns auf jeden Fall gegeben, vermutlich trauen wir uns sogar, nochmal eine John Sinclair Folge zu hören. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, werden wir aber wohl wieder auf andere Hörspiele zurückgreifen. ;-)

Wir hatten gehofft, dass wir langsam in die Geschichte eingeführt werden, aber die schlimmste Szene findet bereits zu Beginn statt. Frank Adams entpuppt sich als frauenverachtender und psychisch kranker Mensch, auch wenn das nur auf den ersten Blick so zu sein scheint.

Gewinne: John Sinclair Live nach der HÖRMICH 2018

Noch 55 Tage bis zur HÖRMICH 2018!

Hörspielfreunde aufgepasst!

Bist Du am 30. Juni im Kulturzentrum Pavillon bei der Hörspielconvention in Hannover dabei und danach soll noch nicht Schluss sein?

Dann hast Du jetzt Die Chance auf 2x freien Eintritt für das Live-Hörspiel im Anschluss: John Sinclair – DEADWOOD – Stadt der Särge, Ein Crossover mit Dorian Hunter .

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Gewinnspielfrage:

Wo findet die Hörmich 2018 statt?

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Wähle nun den Kanal Deiner Wahl! Um teilzunehmen, musst Du lediglich:

  • diesen Blogbeitrag kommentieren,
  • uns eine E-Mail an wir@kassettenbox.de schreiben oder
  • uns über die Sozialen Medien (via Facebook, Instagram oder Twitter) kontakteren oder dort auf das Gewinnspiel-Posting antworten.

Mit ein bisschen Glück wirst Du am 30. Mai – genau einen Monat vor der HÖRMICH – von uns benachrichtigt und der glückliche Gewinner von 2 Tickets sein – wir drücken Dir die Daumen!

Teilnahmebedingungen: Du musst volljährig sein.

Wie komme ich an die Tickets?

Der glückliche Gewinner / Die glückliche Gewinnerin wird von uns benachrichtigt und von den Veranstaltern auf die Gästeliste (+1), die am Eingang ausliegt, geschrieben. Der/Die Gewinner/in kann sich die 2 Tickets an der Kasse abholen.


Worum geht es überhaupt?

John Sinclair folgt der Spur des mysteriösen „Grauen Mannes“ nach Deadwood, in die Stadt der Särge, und trifft auf – Dorian Hunter. Eine noch nie dagewesen Hörspiel-Live-Aufführung im Rahmen der Hörspielmesse HÖRMICH.

Mit Dietmar Wunder, Thomas Schmuckert, Detlef Bierstedt, Martin May, Sven Plate, Santiago Ziesmer, Claudia Urbschat-Mingues, Franziska Pigulla u.v.m.

Aufgepasst!

Plakat John Sinclair - Dorian Hunter

Dieses Live-Hörspiel ist eine extra Veranstaltung im Anschluss an die HÖRMICH 2018.

Wann? 30. Juni 2018
Wo? Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover (Großer Saal)

Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
Dauer: ca. 120 Minuten (inkl.Pause)

Eintritt: VVK 13 EUR, AK 11 EUR

 

 


In eigener Sache:

Für dieses Gewinnspiel haben uns die Veranstalter der HÖRMICH 2018 kostenfrei 2x freien Eintritt für das John Sinclair Live-Hörspiel im Anschluss an die HÖRMICH 2018 zur Verfügung gestellt. Hierfür haben wir keine Honorarzahlung erhalten; es handelt sich also nicht um bezahlte Werbung!

Zwei neue Hörspiele zum Star-Wars-Day

Spät sind wir in das Star Wars Universum eingestiegen, aber besser spät als nie – so unsere Auffassung. Wir sind also große Star-Wars-Fans und freuen uns daher umso mehr, dass zum Star-Wars-Day am 4. Mai 2018 (May 4th be with you!) gleich zwei neue Star Wars Hörspiele erscheinen.

Zwei hochkarätige Portionen Star Wars zum Feiertag May 4th

Die Rede ist von Rogue One (eine Vorgeschichte zur Episode IV) und der siebten Episode der Star-Wars-Filmreihe Das Erwachen der Macht. Wir können uns auf die Originalstimmen aus dem Film und die Erzählstimme von Joachim Kerzel freuen. Joachim Kerzel wird sicher einigen Hörspielfreunden noch ein Begriff sein. Er war ebenso Erzähler bei der Hörspielreihe Geisterjäger John Sinclair. Jeweils ca. 70 Hörminuten werden uns wieder in die Welt der Jedi und der Macht zurückkatapultieren.Beide Hörspiele erscheinen bei Walt Disney Records in Zusammenarbeit mit Folgenreich.

Weitere Informationen zu beiden Hörspielen findest du hier.


In eigener Sache:

Für diesen Blogbeitrag wurden wir nicht bezahlt. Es handelt sich hierbei um unbezahlte Werbung.

Folge der Woche: Geisterjäger John Sinclair – Im Nachtclub der Vampire (1)

Wir wagen uns mal wieder in unbekanntes Hörspiel-Terrain. Lauscher aufgesperrt für den Geisterjäger John Sinclair, eine Hörspielserie von Lübbe Audio.

Wer ist eigentlich dieser John Sinclair?

Der Ermittler John Sinclair ist eine Kult-Figur des Horror-Heftromans. Seit 1973 (erfahre hier mehr zum „Gespenster-Krimi“) mauserte er sich zum Helden im Kampf gegen das Unheilvolle. Seit 1978 ermittelt er als Titelheld der eigenen Serie. Schon seit einigen Jahren – bis heute gibt’s schon 111 Folgen! – können Fans den berühmt-berüchtigten Geisterjäger auch als Hörspiel entdecken. “Geisterjäger John Sinclair” – das ist Gruselambiente allererster Kajüte! Professionelle Sprecher erwecken die Gruselgeschichten zum Leben. Die Musik wird stimmungsvoll eingesetzt und auch der Action-Faktor kommt dabei nicht zu kurz.

Darf ich mich vorstellen? Oberinspektor bei Scotland Yard

Seit mehr als 40 Jahren ist das Rezept gleich geblieben: John Sinclair, nach außen hin Scotland Yard-Oberinspektor kämpft gegen das Böse, das sich in mannigfaltigen Kreaturen aus den Bereichen Horror, Fantasy und Mythologie zeigt. Als absolute Neulinge beginnen wir natürlich mit Folge 1 – “Im Nachtclub der Vampire”. Das entspricht dann wohl dem Gruselfaktor 10.000! John Sinclair ist nichts für schwache Nerven:

Das Jahrtausend war noch jung. Die Menschheit hatte der Natur viele Geheimnisse entrissen. Wissenschaft und Technik verdrängten den Glauben an das Übernatürliche. Doch das Böse existierte, und es war schlau. Aus dem Dunkeln griff es an und holte sich seine Opfer.

Geister, Dämonen, die Ausgeburten der Hölle sie alle warteten auf den Tag, an dem Satan die Herrschaft auf Erden übernehmen und die Menschheit in Unheil und Chaos stürzen würde. Doch einer war ausersehen, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen. Dämonen nannten ihn den Sohn des Lichts. Seine Freunde nannten ihn den Geisterjäger. Sein Name war: John Sinclair.

© Lübbe Audio – aus: Geisterjäger John Sinclair, Hörspiel-Reihe


Grauen in London

London steht Kopf: Ein Krankenhaus vermeldet mehrere gestohlene Blutkonserven. Die deutsche Studentin Marina Held (Silke Haupt) beobachtet drei blutverschmierte Frauen, die dabei sind, eine Leiche zu beseitigen. Unverzüglich meldet sie es John Sinclair (Frank Glaubrecht), den sie auf der Durchreise im Flugzeug kennengelernt hatte. Kurz darauf fehlt von ihr jede Spur. Das Böse führt Sinclair in eine Bar nach Soho.

Vampir-Schwestern

Im Shoking Palace macht John Sinclair Bekanntschaft mit einer neuen Vampir-Generation, die einen uralten Dämon auf die Erde bringen wollen. Drei Vampirinnen eröffneten die Bar, um in Soho fortan ihr Unwesen treiben zu können. Zwei Männer machen sie durch ihre hinterlistige Art und ihre geschickte Verführungstechnik zu Vampiren. John Sinclair muss sie aufhalten, ehe es zu spät ist.

John Sinclair, Retter in der Not

John muss das Vampirnest ausheben, damit das Grauen in Soho ein Ende nimmt. Vorher gilt es jedoch, Marina zu retten. Es ist ein Kampf um Leben und Tod.


Fazit

Inhalt:

In der ersten Geschichte des Geiserjägers dreht sich alles um eine Bar inmitten des verrufenen Londoner Viertels Soho. Folge 1 bietet feinsten Gruseltrash, der akustisch bestens aufbereitet und damit unterhaltsam ist. Die Spannungsmomente sorgen dafür, dass beim Hören keine Langeweile aufkommt. Die Vampirgeschichte ist nicht sensationell. Betrachtet man sie ganz nüchtern, gleicht sie eher dem Genre Horrortrash (jedoch mit solider Umsetzung!). Wenn man seine literarisch-kulturellen Ansprüche ein wenig herunterschraubt, wird man bei diesem Hörspiel bestens unterhalten.

Auffallend ist, dass die Figur des John Sinclair in der ersten Folge der Hörspiel-Reihe noch nicht als Superman daherkommt, der die Welt vor unheilvollen Gestalten zu retten ersucht. Das wäre durchaus zu erwarten gewesen und ist umso überraschender und angenehmer, dass es – zumindest bei den früheren 2000-er Folgen – noch nicht der Fall ist.

Sprecherleistung:

Die Sprecherleistung ist beachtlich. Allen voran leisten der Erzähler Joachim Kerzel und Frank Glaubrecht in der Hauptrolle als Geisterjäger John Sinclair hervorragende Arbeit. Als Dritte im Bunde liefert Silke Haupt eine authentische Rolle ab. Einzig und allein Eva Spott schwächelt als Clara Sanders in ihrer Vampirrolle im zweiten Teil des Hörspiels an der ein oder anderen Stelle.

Geräusche-Umsetzung:

Musik und Effekte tragen in “Im Nachtclub der Vampire” erheblich dazu bei, dass die Folge akustisch gelingt. Da der Plot als solcher recht banal daherkommt – kb-Tipp: Grusel/Horror- und Vampir-Content sind schon recht speziell und muss man mögen! -, wertet ihn die stimmige Geräuschkulisse gehörig auf. Sensationell ist die, zu Beginn eines jeden Szenenwechsels platzierte, Preisgabe der Ortsangaben – einmalig spannungsgeladen umgesetzt in der Hörspielbranche!

Gesamtspiellänge:

48min04

Produktionsjahr:

2000


Lieblingszitat:

Marina Held: “Sie sind aber kein Steuerberater, oder?”
John Sinclair: “Nein, schlimmer! Ich bin … Beamter.”


Besetzung:
Erzähler Joachim Kerzel
John Sinclair Frank Glaubrecht
Sir Powell Karl-Heinz Tafel
AnsageFred Bogner Fred Bogner
Marcos Tumb Henning Bornemann
Fahrer Thomas Friebe
Marina Held Silke Haupt
Jörg Kernbach Doktor
Lara Friedericke Klebert
Mona Sibylle Kuhne
Zuhälter Klaus Nierhoff
Ted Willard Stephan Runge
Flugzeug-Durchsage Monika Rydell
Clara Sanders Eva Spott

kb-mittendrin: kassettenbox auf der Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. bis 20. März 2016 fand die Leipziger Buchmesse statt. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und sind am Samstag und Sonntag nach Leipzig gedüst. Die Buchmesse in Sachsen hat natürlich nicht nur etwas für Buchliebhaber zu bieten, sondern auch für Hörbuchliebende und sogar für uns, die wir uns dem Hörspiel verschrieben haben. Dazu später mehr.

Leicht verspätete Ankunft und nichts wie ab aufs Messegelände

Voller Vorfreude und Euphorie machten wir uns in den Zug gen „neues Berlin“ auf, schon dort fasziniert von manch einem Cosplay. Das Leben in vollen Zügen genießen – so lautete das Motto an diesem Wochenende. Aber das hat unserer Laune keinen Abbruch getan. Leicht verspätet sind wir schließlich auf dem Messegelände eingetroffen und sofort in Halle 5 zu Vorablesen gerauscht. Dort haben wir noch einem Autoreninterview mit viel (bzw. konkret einem) Witz lauschen und eine 1A-Messetüte abstauben können.

Hörspielproben sorgen für große Lacher

Gleich im Anschluss an Vorablesen fand eine weitere für uns interessante Session im Forum Hörbuch + Literatur statt. Die lustigsten Hörproben 2016 mit der berühmtesten Stimme Deutschlands Heike Hagen – manch einer mag sie als Ratgeberin in vielen Lebenslagen mit einem ganz bestimmten Obst-Smartphone kennen. Neben einem Interview von Heike Hagen, in dem sie hier und da aus dem Nähkästchen plauderte, wurden dem Publikum verschiedenste Hörproben aus den Bereichen Hörbuch, Hörspiel, Rundfunk und Fernsehen geboten. Pleiten, Pech und Pannen und vor allem viele große Lacher sorgten auch bei den Hörern dafür, dass sie nicht mehr an sich halten konnten. Die Hörproben haben gezeigt, dass Sprecher, Schauspieler u. ä. auch nur Menschen sind – zum Glück!

Die Hörspielarena – Halle 3

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Gut gelaunt sind wir dann endlich in die Hörspiel-Arena gegangen. Die Hörspiel-Arena wurde in diesem Jahr von AUDIAMO gesponsert. Aber was genau ist die Hörspiel-Arena? Es handelt sich dabei um eine Art Gemeinschaftsstand auf der Buchmesse, auf dem vor allem unbekanntere oder vielmehr Hörspiele entgegen dem Mainstream die Möglichkeit hatten, präsentiert zu werden. Das war auch ganz im Sinne der Berliner Hörbuchhandlung AUDIAMO und ganz bestimmt auch des Veranstalters, der Hörspielgemeinschaft e.V.

Ausgestellt waren u. a. die Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises „Wir“, „Die unendliche Geschichte“, “Tante Poldi und die sizilianischen Löwen” sowie jede Menge von „John Sinclair“, dem Geisterjäger, aber natürlich noch viele mehr! An dieser Stelle können wir übrigens auch den Podcast von Ohrenblicke zur Leipziger Buchmesse empfehlen.

Über die Messe schlendern und das drei ???-Glücksrad bestaunen

Im Anschluss haben wir uns ein bisschen Zeit genommen, um allgemein über die Messe zu schlendern. So haben wir es sogar gewagt Halle 1, die Manga Comic-Con, zu besuchen, was auf einen Samstag aber eine sehr große Herausforderung darstellt. Natürlich haben wir auch einen Abstecher zu einigen Buchverlagen und zur Messebuchhandlung gemacht. Letztgenannte war leider sehr enttäuschend. Das Sortiment erschien uns gering und dazu war es unsortiert. Eine gezielte Suche nach Werken war daher unmöglich. Nicht einmal die Mitarbeiter wussten, wo vorne und hinten ist. Positiv fanden wir aber die neuen mobilen Kassierer, sodass man auch bei den Verlagen selbst, Bücher, Hörbücher, Hörspiele, etc. erwerben konnte.

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Großen Spaß hat uns natürlich der Die drei Fragezeichen Stand in Halle 4 bereitet. Dort haben wir uns schlichtweg wie zu Hause gefühlt. Jedes Mal, wenn wir zufällig (!) an diesem Stand vorbeigekommen sind, standen ebenso unzählige Kinder am Glücksrad an, sodass wir für kassettenbox leider nicht die Möglichkeit sahen, ebenfalls mal am Glücksrad zu drehen – schade! Aber wieder einmal stellten wir fest: Die drei Fragezeichen gefallen nicht nur Kindern, sondern auch Jugendlichen und Erwachsenen. Das Buchsortiment der drei Detektive scheint ebenso ein Dauerbrenner zu sein. Leider wurden die Hörspiele nicht berücksichtigt, aber dafür natürlich die jüngst erschienene Graphic Novel “Die drei Fragezeichen und der dreiäugige Totenkopf”.

Sarah Kuttner und schon war der Tag vorbei

Unsere fast letzte Anlaufstation sollte ein Interview mit Sarah Kuttner zu ihrem neuen Buch 180 Grad Meer sein. Sie war live vor Ort, doch wir konnten sie leider nur hören bzw. über Bildschirm verfolgen. Mit ihrer bekannten betont locker-lässigen Art hat sie auf die Fragen des ARD-Reporters geantwortet … und das mal so gar nicht lästig, anders als ihre Protagonistin angeblich.

Ein langer Messetag ist damit für uns zu Ende gegangen. Mit vielen tollen Eindrücken und viel zu wenig Zeit, um alles zu sehen und alle Informationen aufzusaugen, haben wir die Leipziger Buchmesse erlebt. Im nächsten Jahr planen wir auf jeden Fall mehr Zeit ein; mehr Zeit, um Kontakte zu knüpfen und auf Verlage zuzugehen und mehr Zeit für interessante Vorträge. Heißt für uns: mindestens zwei Messetage im Jahr 2017!

Die erste Bloggerkonferenz der Leipziger Buchmesse 2016kassettenbox auf der lbm16_2

Am Sonntag waren wir Teilnehmer der blogger:sessions Konferenz der Leipziger Buchmesse. Begonnen hat das Ganze mit einer ganz besonders starken Keynote durch Karla Paul ihres Zeichens Verlagsleiterin und Literaturbloggerin.

Kommt endlich raus aus Eurer Emo-Flauschzone und stellt Euch der dringend notwendigen Professionalität, denn Ihr macht Werbung für das wichtigste Medium überhaupt.

Im Anschluss haben wir uns interessante Fakten, Tipps, Do’s and Dont’s von Dr. Stefan Haupt und Rainer Dresen angehört und dabei viel gelernt. Ein bisschen eingeschüchtert haben sie uns dann aber doch … Zwei interessante Podiumsdiskussionen, die beide letztendlich zum Thema „Sollten Literaturblogger für ihre Arbeit entlohnt werden?“ führten und dabei für ziemlichen Krawall, anstatt Flausch, sorgten. Wir denken, dass das nicht von jetzt auf gleich funktioniert, sondern, dass es sich dabei um einen langen Prozess handelt, bei dem Blogger und Verlage aufeinander zugehen müssen.

Insgesamt war die Bloggerkonferenz eine großartige Networking-Veranstaltung. Wir hatten die Möglichkeit, andere Blogger kennenzulernen, sowohl solche, die schon jahrelang bloggen, als auch solche, die ähnlich wie wir, noch nicht so lange dabei sind. Die ganzen Eindrücke zu gewinnen, hat uns großen Spaß gemacht. Wir haben viel mitgenommen und viel gelernt. Die Zeit ging aber auch am Sonntag leider viel zu schnell vorbei. Wir freuen uns aber schon auf nächstes Jahr. Vielleicht trifft man dann ja auch mal auf andere Hörspielblogger!